Kritiker wenig begeistert von "Kalter Engel": Presse zerreißt den Erfurt-"Tatort"

Kritiker wenig begeistert von "Kalter Engel" : Presse zerreißt den Erfurt-"Tatort"

Es war das jüngste "Tatort"-Team aller Zeiten, mit dem der MDR für seinen Sonntagabend-Krimi geworben hat. Für eine starke Quote hat es gereicht: Mit 10,32 Millionen Gesamtzuschauern gelang dem neuen "Tatort" vom Start weg der Sprung über die wichtige Hürde. Allerdings war die Presse wenig begeistert von der Premiere.

"Lohnt das Einschalten? Noch mal: Nein, gar nicht", warnte der "Spiegel" bereits vor der Ausstrahlung der Folge mit den drei neuen Ermittlern. Diese sind nicht nur das jüngste "Tatort"-Team aller Zeiten, sie gehen erstmals auch als Trio auf Verbrechersuche. Für den TV-Krimi verpflichtete der MDR Darsteller aus dem jungen deutschen Kino.

Friedrich Mücke und Benjamin Kramme sind als Kriminalhauptkommissar Henry Funck und Kriminaloberkommissar Maik Schaffert ein eingespieltes Duo bei der Polizei. Mit der angehenden Staatsanwältin Johanna Grewel, gespielt von Alina Levshin (29, "Kriegerin"), wird ihnen jedoch eine unerfahrene wie kluge Praktikantin vor die Nase gesetzt.

Allerdings erledigt das Trio seine Aufgabe wenig souverän, wie die Medienlandschaft meint. "Das Debüt der Kommissare Henry Funck und Maik Schaffert kommt ziemlich schleppend und langatmig daher", urteilt der "Weser-Kurier". Und auch die "Süddeutsche Zeitung" findet die Episode gar nicht gut. "Der Rest sind ein paar Wimpel von Rot-Weiß Erfurt und: Filmmusik. Dauernd wird Süßliches druntergeklimpert oder Bedrohliches drübergefiedelt, über eine Story, die in ihren Verzweigungen nicht neu ist", schreibt das Blatt.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sieht in Levshin allerdings immerhin einen Hoffnungsschimmer — "allerdings ist die glanzvolle Alina Levshin dabei unterfordert", heißt es dort.

Hier geht es zu den Pressestimmen.

Hier geht es zur Infostrecke: Pressestimmen zum Erfurt-"Tatort" 2013

(spol)