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Komiker Sacha Baron Cohen als "Brüno": Po-Attacke galt eigentlich Paris Hilton

Komiker Sacha Baron Cohen als "Brüno" : Po-Attacke galt eigentlich Paris Hilton

Düsseldorf (RPO). Das war der schicken Paris Hilton dann doch zu viel des Guten – trotz Publicity: Eigentlich sollte ihr Gesicht das Ziel für den fast nackten Allerwertesten des Komikers Sacha Baron Cohen bei den "MTV Movie Awards" sein. Doch weil die Blondine um ihre Frisur fürchtete, landete er vor Rapper Eminems Nase.

Düsseldorf (RPO). Das war der schicken Paris Hilton dann doch zu viel des Guten — trotz Publicity: Eigentlich sollte ihr Gesicht das Ziel für den fast nackten Allerwertesten des Komikers Sacha Baron Cohen bei den "MTV Movie Awards" sein. Doch weil die Blondine um ihre Frisur fürchtete, landete er vor Rapper Eminems Nase.

Der Vorfall sorgte für Aufregung: In seiner Rolle als schwuler Modejournalist "Brüno" schwebte Cohen halbnackt und mit Engelsflügeln in die Halle. Dann landete der als "Borat" bekannt gewordene Komiker direkt vor dem Gesicht Eminems. Großes Theater — der Rapper verließ empört die Bühne. Hinterher kam raus: War alles nur Spaß! Eminem wusste von Cohens Showeinlage auf seine Kosten und hat bereitwillig mitgemacht.

Medien berichten nun, dass Cohen eigentlich Paris Hilton in den vermeintlichen Eklat verwickeln wollte. Weil sie aber Angst hatte, dass ihre Frisur in Unordnung kommt, wenn der Komiker mit dem blanken Hintern auf ihr landet, soll sie abgesagt haben.

Cohens Humor wurde entzaubert

Schade eigentlich, dass alles nur Show ist. Cohens Arbeitsweise, bei der er Unbeteiligte in skurrile Situationen bringt, hat schon oft für Ärger gesorgt — auch vor Gericht. Bei prominenten Opfern macht er offenbar Ausnahmen und bereitet sie auf seine Attacken vor. Cohens schräger Humor lebt davon, dass der Zuschauer in dem Glauben ist, die Grenzüberschreitungen würden spontan entstehen. Wenn alle Beteiligten vorher davon wissen sollten, wäre es nur noch gut geschauspielert. Und so dürften sich viele Cohen-Fans nun so fühlen, als hätte ein Magier alle seine Tricks verraten: Ein bisschen entzaubert.

Verraten, dass alles nur gespielt war, hat kurz nach der Show ausgerechnet der Chefdramaturg der "MTV Movie Awards", Scott Aukerman. In seinem Internet-Blog erzählte er freimütig, dass der Skandal eigentlich keiner war, sondern nur gut einstudierter Slapstick.

Später erzählte auch Eminem, dass er keineswegs Opfer von Cohens bissigem und brachialem Humor geworden war: "Ich bin begeistert, dass wir es besser hingekriegt haben als bei der Probe", sagte der Rapper den Verantwortlichen der Website "Rapradar".

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2009: Popo-Attacke auf Rapper Eminem