Personal-Wechsel im "Tatort": Meret Becker geht

Personalwechsel in Berlin und der Schweiz : Meret Becker verlässt den „Tatort“

Die Schauspielerin bezeichnet sich selbst als „Streunerin“, deshalb zieht es sie zu neuen künstlerischen Projekten – 2022 ist für sie Schluss. Auch die Schweiz bekommt neue Ermittler.

Die Schauspielerin Meret Becker (50) steigt aus dem Berliner „Tatort“ aus. „Ab 2022 möchte sie sich anderen künstlerischen Aufgaben widmen und sich auf Neues konzentrieren“, teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Mittwoch mit.

Becker sagte dazu: „Wir werden am Ende 15 Folgen Berliner ,Tatort’ zusammen gemacht haben.“ Das seien rund sieben gut verbrachte Jahre Lebenszeit. „Es waren unzählige wunderbare Momente mit all den Kollegen, denen ich begegnen durfte, allen voran mein Kollege Mark Waschke, den ich mittlerweile einen Freund nennen würde.“ Es habe auch viele Herausforderungen gegeben, die sie nicht missen möchte. „Dennoch war und bin ich ein Streuner, und es ist an der Zeit, meine Neugierde weiter zu stillen und Neues auszuprobieren.“ Sie dankte dem Publikum für die Aufmerksamkeit und den umwerfenden Zuspruch. „Und immer wieder Mark, der mir so fehlen wird."

Mit Becker gibt es für den RBB noch fünf „Tatort“-Folgen, die letzte im Frühjahr 2022. Zu einem möglichen Nachfolger oder einer Nachfolgerin konnte der Sender noch nichts sagen. Waschke bleibt laut der Mitteilung dem „Tatort“ erhalten. Der jüngste „Tatort“ aus Berlin Anfang Mai war ein Quotenerfolg: Mehr als neun Millionen Zuschauer sahen die Folge „Der gute Weg“. Der Fall „Meta" gewann im Februar 2019 einen Grimme-Spezialpreis. Der nächste Krimi „Das Leben nach dem Tod" läuft im Herbst im Ersten.

Anna Pieri Zuercher (r.) und Carol Schuler ermitteln in Zürich. . Foto: dpa/Walter Bieri

Auch in der Schweiz gibt es neues Personal: Das Ermittlerduo im eidgenössischen „Tatort“ ist künftig in Zürich im Einsatz. Wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mitteilte, spielen Anna Pieri Zuercher (40) und Carol Schuler (32) die Kommissarinnen. Die ersten Dreharbeiten beginnen Ende des Jahres. Die erste Ausstrahlung ist für Herbst 2020 geplant. Zuletzt spielte der Schweizer „Tatort“ in 17 Folgen in Luzern und Umgebung. „Zürich mit zahlreichen Institutionen, renommierten und wichtigen Kulturhäusern oder den Banken eröffnet sehr viele neue Möglichkeiten, uns im gesamten deutschsprachigen Raum zu präsentieren“, so der SRF.

Carol Schuler erhielt 2001 noch als Schülerin den Schweizer Filmpreis als Beste Darstellerin und wirkte in der fünften Staffel der US-Serie „Homeland“ mit. Außerdem stand sie in einigen Stücken im Schauspielhaus Zürich auf der Bühne. Im „Tatort“ spielt sie künftig Tessa Ott, eine Fallanalytikerin, die in Zürich ihre erste Stelle als Ermittlerin antritt.

Anna Pieri Zuercher absolvierte eine Ausbildung als Pianistin und studierte acht Jahre an der Hochschule der Künste in Bern und der Ecole Superieure d‘Art Dramatique in Paris. 2019 bekam sie für „Doppelleben“ den Schweizer Fernsehfilmpreis für die beste weibliche Hauptrolle. Im Züricher „Tatort“ verkörpert sie Isabelle Grandjean, die vor ihrer Ermittlertätigkeit in der Schweiz am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tätig war.

(dpa)
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