Blind Auditions bei “The Voice of Germany“: One-Hit-Wonder kämpfen um eine neue Chance

Blind Auditions bei “The Voice of Germany“ : One-Hit-Wonder kämpfen um eine neue Chance

Bei "The Voice of Germany" sind die Teenie-Stars der 90er wieder da. Bei den Blind Auditions reihte sich dieses Mal ein One-Hit-Wonder an das nächste. Die Coaches zeigten sich mit den Leistungen zufrieden. Lediglich Ron van Lankeren enttäuschte.

Als Kandidat Tal Ofarim auf die Bühne trat, hörte man genau hin. Denn bei seinem Nachnamen ratterte es im Kopf. Der smarte Sänger mit Vollbart stammt aus einer bekannten Familie. Sein Vater Abi Ofarim war Sänger und Choreograf in den 70er Jahren. Und auch der Brude Gil Ofarim hatte vergangenes Jahr "The Voice of Germany" genutzt, um seine eingeschlafene Karriere wieder in Gang zu bringen. Zusammen mit Coach Xavier Naidoo schaffte es Gil damals bis ins Viertelfinale.

Nun will also der kleine Bruder durchstarten. Früher Bassist in der Band seines erfolgreichen Bruders will Tal endlich selbst im Mittelpunkt stehen. Das gelang ihm auch. Coach Nena erkannte, dass seine männlich-kraftvolle, aber ruhige Stimme etwas Besonderes hat. "Du bist der erste laute Sänger, der mich nicht angeschrien hat", lobte Nena. Der Kleine ist eine Runde weiter.

"The Voice of Germany" bringt Altbekanntes zum Vorschein

Der nächste Kandidat mit genügend Bühnenerfahrung ließ nicht lange auf sich warten. Jazz Akar ist mittlerweile erwachsen geworden. 1999 entdeckte Produzent Ralph Siegel die 16-jährige Teenagerin und steckte sie in die Band "Sürpriz". Mit Erfolg: "Sürpriz" erreichten mit ihrem Song "Reise nach Jerusalem" den dritten Platz bei dem Eurovision Song Contest. Eine beachtliche Leistung, die Kandidatin Jazz von heute auf morgen berühmt machte. Doch dann wurde es ruhig um das One-Hit-Wonder.

Mit 30 Jahren hoffte sie nun auf ihre vielleicht letzte Chance. Die gaben ihr die Coaches nur zu gerne. Während ihrer Performance von Alica Keys "If I ain't got you" hauten die Coaches nacheinander auf die Buzzer. Zum Schluss hatte die Deutsch-Türkin die freie Auswahl und entschied sich für den Hip-Hop-Lockenkopf Max Herre.

Max Herre entdeckt den Buzzer

Herre hatte nämlich endlich herausgefunden, wofür der Buzzer vor ihm gut war. Diesmal war Herre am Zug. Die bisherigen Platzhirsche von "The BossHoss" und der smarte Coach Samu Haber hielten sich zurück. Gegen Coach Max hatten sie auch keine Chance. Der hatte extra viel Charme im Gepäck und setzte wie seine Jurykollegen auf die Flirtmasche.

Gleich fünf Kandidaten konnte er für sich gewinnen. Und das war auch bitter nötig, hatte das ehemalige Mitglied des "Freundeskreis" sich in den vergangenen Folgen eher zurück gehalten. Er ist und bleibt aber sehr zögerlich bei der Auswahl seiner Kandidaten.

Keine Chance hatte leider Kandidat Ron. Wie die anderen Kandidaten hoffte auch Ron van Lankeren auf die Chance, seiner Karriere einen neuen Schub zu verpassen. Der Berufsmusiker hatte 1998 mit "Immer wieder" seinen großen Hit und landete damit sogar auf Platz 3 der Charts. Nach dem Erfolgshit wurde es auch um ihn still.

Der Anschluss an diesen Erfolg gelang ihm auch bei "The Voice" nicht. Keiner der Coaches zeigte sich sonderlich beeindruckt von seiner Version von Michael Bublés "It's a beautiful day". Der gestandene Musiker nahm die Kritik recht locker. Die Jury hatte aber Recht: Bei Rons Auftritts waren Emotionen und Leidenschaft leider Fehlanzeige.

(felt)