Berlin: Nie gab es so viele Leichen im "Tatort" wie im Jahr 2016

Berlin : Nie gab es so viele Leichen im "Tatort" wie im Jahr 2016

Beim "Tatort" sind dieses Jahr 162 Leichen in 37 Filmen gezählt worden - so viele wie in keinem Jahr zuvor. Die Zählung kommt von der Fan-Seite "Tatort-Fundus". Von den derzeitigen Top Fünf der leichenreichsten Filme wurden demnach zwei im Jahr 2016 gezeigt: die Stuttgart-Folge "Im gelobten Land" mit 26 Leichen sowie der Bremer Fall "Der hundertste Affe" mit 21 Leichen. Den Rekord hielt zuvor das Jahr 2014 mit 150 Toten in 36 Filmen. Dabei ließ ein einzelner "Tatort" in Westernmanier mit Ulrich Tukur die Zahl der Toten um 51 deutlich in die Höhe schnellen. 2015 gab es 111 Leichen in 40 Krimis. 2013 wurden 73 Tote in 36 Filmen gezählt, 2012 in 35 Filmen 88. Die ARD-Reihe "Tatort" gibt es seit 1970. Dieses Jahr lief der 1000. Krimi.

Am zweiten Weihnachtstag musste die Traditionskrimireihe allerdings quotentechnisch bluten: Der ZDF-Klassiker "Das Traumschiff" (5,94 Millionen Zuschauer; 17,3 Prozent Marktanteil) hat dem "Tatort" eine Menge Publikum abgeknöpft. Im Schnitt 6,73 Millionen Zuschauer verfolgten ab 20.15 Uhr im Ersten den Münchner Krimi "Klingelingeling" um den Tod eines Säuglings mit dem bayerischen Ermittlerduo Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl). Die Spur führte die Münchner in einen rumänischen Bettlerclan vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt. Der Marktanteil betrug 19,5 Prozent. Es war der 37. und letzte neue Krimi der ARD-Reihe im Jahr 2016.

(dpa)
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