1. Panorama
  2. Fernsehen

Düsseldorf: Neuer Rundfunkbeitrag weiter in der Kritik

Düsseldorf : Neuer Rundfunkbeitrag weiter in der Kritik

Über den neuen Rundfunkbeitrag der öffentlich-rechtlichen Sender wird weiterhin viel diskutiert. "Nach meiner Meinung ist die Grenze der Ausdehnung des öffentlich-rechtlichen Systems erreicht", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut in der hauseigenen Talkshow "Maybrit Illner" zur Kritik um den seit Januar reformierten Beitrag. Die Öffentlich-Rechtlichen bekämen dadurch "nicht mehr Geld". Bei Teuerungsraten von über zwei Prozent müssten die Beteiligten, ARD, ZDF und Deutschlandradio, überlegen, welche Aufgaben noch erfüllt werden könnten. Dies schließe auch die Diskussion darüber ein, wie viele Sender das öffentlich-rechtliche System brauche.

Der ZDF-Chef wehrte sich gegen die Forderungen nach Offenlegung von Summen, die im TV-Rechtehandel gezahlt werden. Wenn er jetzt die Zahlen herausgeben würde, wäre das in den nächsten Verhandlungen schädlich, weil alle anderen wüssten, wie viel er bezahlt habe, betonte er in der Talkshow und sagte: "Das würde in der freien Wirtschaft niemand machen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte indes in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die öffentlich-rechtlichen Sender dazu aufgerufen, auf die Kritik an den Rundfunk-Gebühren einzugehen und mit ihren Ausgaben künftig "Maß zu halten". Grundsätzlich verteidigte sie die Rundfunkreform, da sich die Mediennutzung verändert habe.

(RP)