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Magazinbericht über RTL-Pläne: Neue Show "Gottschalk und Jauch"?

Magazinbericht über RTL-Pläne : Neue Show "Gottschalk und Jauch"?

Thomas Gottschalk (62) und Günther Jauch (56) sollen bei RTL nach "Spiegel"-Informationen so etwas wie "Joko und Klaas für die ältere Generation" werden.

Eine andere Zielgruppe dürfte sich auch kaum noch daran erinnern, dass Gottschalk und Jauch in den 80er Jahren als das Traum-Duo des öffentlich-rechtlichen Rundfunks galten, zum Beispiel mit ihrer ZDF-Sendung "Die 2 im Zweiten", die sie von der Internationalen Funkausstellung in Berlin moderierten.

Ansonsten begründete sich ihr Ruhm als Duo vor allem darauf, dass beide beim Bayerischen Rundfunk aufeinander folgende Radiosendungen hatten. Die Übergaben von "Thommys Radioshow" an Günther Jauch galten für damalige Maßstäbe als äußerst witzig. Hört man die Übergaben im Archiv von Bayern 3 nach, fragt man sich, wie öde das übrige Programm gewesen sein muss.

Ob dieser in die Jahre gekommene Humor tatsächlich für ein Showkonzept reicht, dürfte man bei RTL besonders kritisch prüfen, zumal selbst die hochgelobten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf mit ihrer neuen Show "Circus Halligalli" bei ProSieben gerade ein echtes Quoten-Problem haben und vor dem Scheitern stehen.

Laut Spiegel habe es zunächst bei RTL Überlegungen gegeben, Thomas Gottschalk in "5 gegen Jauch" zu integrieren, etwa als "10 gegen Jauch und Gottschalk". Wahrscheinlicher sei nun aber eine Show mit komplett neuem Konzept. Wie das Magazin berichtet, haben sich Gottschalk und Jauch bereits zu Gesprächen getroffen.

"Wir reden dann über das Fernsehen und die Welt im Allgemeinen und nur selten im Besonderen", zitiert der Spiegel Jauch, konkrete Gespräche über eine mögliche Kooperation, "mit welchem Sender auch immer", dementiere Jauch aber. Gottschalk habe sich nicht äußern wollen.

Verständlich: Der Moderator ohne derzeitige Show hat dem Bayerischen Rundfunk gerade erst eine Absage für die Show "Good Vibrations" erteilt, die als Zeitreise durch die Rock- und Popgeschichte geplant war. Nach der Absage betonte der Sender, dass sein einstiger Star Gottschalk aber grundsätzlich "sehr gerne" mit dem Bayerischen Rundfunk zusammenarbeite.

Noch vor wenigen Wochen hatte Gottschalk als Gast im Kultabend seines alten Radiosenders Bayern 3 erklärt, er habe dort die glücklichste Zeit seines Lebens gehabt.

(tüc)