NDR entfernt Anti-AfD-Aufkleber aus „Polizeiruf 110 - Für Janina"

Folge „Für Janina“ : ARD entfernt Anti-AfD-Aufkleber aus „Polizeiruf“-Folge

In einer „Polizeiruf“-Folge war im Hintergrund ein Anti-AfD-Aufkleber zu sehen. Die ARD hat ihn im Nachhinein aus dem Krimi entfernen lassen.

Für eine weitere Ausstrahlung sei der Anti-AfD-Aufkleber einer digitalen Bildbearbeitung unterzogen worden, teilte das Erste auf der Internetseite der Krimiserie mit. „In Filmen mit einer frei erfundenen Handlung ist es üblich, keine real existierenden Parteinamen zu verwenden“, sagte eine Sprecherin des zuständigen Norddeutschen Rundfunks (NDR) der Deutschen Presse-Agentur. Auf den Aufkleber sei der Sender, der die „Polizeiruf 110“-Folge “Für Janina“ produzierte, durch eine Presseanfrage aufmerksam geworden. Der Krimi sei noch bis zum 11. Februar 2019 in der Mediathek abrufbar.

Der kleine Anti-AfD-Aufkleber sei nur in einigen sehr kurzen Sequenzen unbeabsichtigt im Bild-Hintergrund aufgetaucht, schreibt der Sender. In den meisten Szenen, die in dem Büro von Ermittlerin Katrin König (gespielt von Anneke Kim Sarnau) spielen, sei er nicht auf der Pinnwand zu sehen. „Aus diesen Gründen hat sich die Redaktion entschieden, den Anti-AfD-Aufkleber in der Mediatheken-Fassung entfernen zu lassen.“

Die anderen Aufkleber in dem Büro - etwa „FCK NZS“ - begleiten nach Angaben des Senders die fiktive Figur der Kommissarin schon länger. „Sie richten sich gegen Rechtsradikalismus und nicht gegen eine bestimmte Partei und dienen - wie zum Beispiel die alte Mercedes S-Klasse, die die Figur Katrin König fährt - der Charakterzeichnung der Figur.“ In „Für Janina“ geht es um einen ungeklärten Mordfall, der neu aufgerollt wird. Der damalige, mutmaßliche Täter wurde freigesprochen, gerät aber durch erneute Ermittlungen wieder ins Zwielicht.

(özi/dpa)
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