Nach Ibiza-Countdown: ZDF erklärt, Jan Böhmermann hat nichts mit Strache-Affäre zu tun

„Neo Magazin Royale“ : ZDF nimmt Stellung - Jan Böhmermanns „Special“ hat nichts mit Strache-Affäre zu tun

Was hat Jan Böhmermann mit der Ibiza-Affäre in Österreich zu tun? Der Moderator des „Neo Magazin Royale“ hatte mit einem Countdown ein „Special“ angekündigt - jetzt hat das ZDF aufgeklärt.

Die Satireshow „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann stellt nach ZDF-Angaben in ihrer nächsten Ausgabe nicht die Regierungskrise in Österreich in den Mittelpunkt. Böhmermann hatte für Donnerstag (23. Mai) ein „kleines Special“ angekündigt. „Das "Special" wird im Rahmen der Show sowie Online stattfinden und hat nichts mit Herrn Strache zu tun“, teilte das ZDF auf Anfrage mit. Die 45-minütige Show ist ab 22.15 Uhr auf ZDFneo zu sehen und online bereits ab 20.15 Uhr abrufbar.

„Neo Magazin Royale“-Moderator Böhmermann hatte am Montag auf seinem Account einen Hinweis auf seine Sendung getwittert und danach die Ankündigung „Diese Woche haben wir sogar ein kleines Special vorbereitet!!!“ Kurz darauf folgte ein weiterer Tweet mit einem Link. Beim Öffnen erscheint ein Countdownfeld: Dort wird nach ZDF-Angaben die Zeit Sekunde für Sekunde rückwärts gezählt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es am Mittwochabend Informationen zum Thema der Sendung geben soll.

Satiriker und Grimme-Preisträger Böhmermann kannte das brisante Strache-Video bereits vor der Veröffentlichung, wie sein Manager Peter Burtz der dpa am Samstag bestätigte. Das Video zeigt, wie Strache einer vermeintlichen russischen Oligarchin 2017 auf Ibiza öffentliche Aufträge in Aussicht stellte, wenn sie seiner Partei zum Wahlerfolg verhelfe. Böhmermann hatte im April gesagt, dass er „mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge“ - offensichtlich eine Anspielung auf die Aufnahmen. Das ZDF schloss gegenüber der „Bild“-Zeitung eine Beteiligung Böhmermanns oder seiner Produktionsfirma an der Herstellung des Videos aus.

Böhmermann hatte 2016 mit einem „Schmähgedicht“ auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Schlagzeilen gemacht, das diplomatische Verstimmungen auslöste. Im selben Jahr bekam er den Grimmepreis für seinen „Varoufake“-Beitrag in „Neo Magazin Royale“, einen satirischen Beitrag über den früheren griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis.

(mja/dpa)
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