Matt Lauer: Jetzt muss auch "Mr. Frühstücksfernsehen" gehen

Sex-Vorwürfe gegen NBC-Moderator Matt Lauer: Jetzt muss auch "Mr. Frühstücksfernsehen" gehen

In Amerika ist er eines der prominentesten TV-Gesichter: Jetzt muss NBC-Moderator Matt Lauer (59) nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung seinen Hut nehmen. Bei Twitter schaltet sich auch der US-Präsident in den Fall ein.

Am Mittwoch entließ der Sender den Gastgeber der "Today"-Show" im Frühstücksfernsehen. Die Führung teilte die Personalie in einer Rund-E-Mail den Beschäftigten mit. Erst in der vergangenen Woche hatte sich der Sender CBS von seinem Moderator Charlie Rose wegen ähnlicher Vorwürfe getrennt.

"Am Montagabend erhielten wir eine detaillierte Beschwerde einer Kollegin über unangemessenes sexuelles Verhalten Matt Lauers am Arbeitsplatz", heißt es in dem von Senderchef Andy Lack verfassten Schreiben. Das Verhalten sei ein klarer Verstoß gegen die Gepflogenheiten des Unternehmens. Es sei davon auszugehen, dass dies kein Einzelfall war.

"Nehmt Andy Lacks Vergangenheit unter die Lupe"

  • Kolumne: Gesellschaftskunde : Bei Sexismus geht es eigentlich um Macht

Lauer hatte in den vergangenen Jahrzehnten das Frühstücksfernsehen in den USA maßgeblich mitgeprägt. Die Morgensendungen der großen Sender erreichen täglich ein Millionenpublikum. Das Format ist eine Mischung aus Nachrichten, Ratgeber und Entertainment-Elementen.

US-Präsident Donald Trump, der den liberal eingestellten Sender NBC seit langer Zeit als Produzent von "Fake News" bezeichnet, forderte das Unternehmen auf, Untersuchungen gegen weitere führende Mitarbeiter einzuleiten. "Nehmt Andy Lacks Vergangenheit unter die Lupe", schrieb Trump unter anderem mit Bezug auf den Senderchef. Der Präsident hatte als Showmaster bei NBC gearbeitet.

(csi/dpa)