1. Panorama
  2. Fernsehen

"Masked Singer" 2020: Wer hat gewonnen? DSDS-Star als Skelett enthüllt

Rateshow auf ProSieben : DSDS-Star gewinnt Finale von „The Masked Singer“

Rätsel-Showdown: Am Dienstagabend schlüpften die sechs verbliebenen Kandidaten bei „The Masked Singer“ ein letztes Mal ins Plüschkostüm - nach Erdmännchen, Anubis, Alien und Nilpferd ließ auch das Skelett die Maske fallen – und gewann die Show. Hinter dem Skelett-Kostüm steckte eine ehemalige Teilnehmerin von „Deutschland sucht den Superstar“.

Das Skelett hat im Finale der Rate-Show „The Masked Singer“ den längsten Atem bewiesen. Mit einer Darbietung von "Fighter" von Christina Aguilera verabschiedete es sich vom Publikum. Im Kostüm steckte eine Sängerin, die durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekanntgeworden war: Sarah Lombardi. Für viele Fans der Sendung war das keine Überraschung: In der App war sie bereits vorher der Top-Tipp. Einige hatten aber auch auf die Sängerin Marie Wegener getippt.

„Als ich das erste Mal das Skelett-Kostüm anhatte, dachte ich: Die Leute haben doch Angst vor mir“, verriet Lombardi. Umso glücklicher war sie über ihren Sieg. „Ich bin so unfassbar dankbar, dass ich hier auf dieser Bühne stehen durfte, dass ich zeigen durfte, was ich kann.“Die Sängerin ist die erste Frau, die die ProSieben-Show für sich entscheiden konnte. Im Finale setzte sie sich gegen den BossHoss-Sänger Alec Völkel durch, der als Plüsch-Alien entlarvt wurde.

Bei „The Masked Singer“ singen Promis in aufwendigen Bühnenkostümen und versuchen, dabei nicht erkannt zu werden. Lombardi galt schon lange als heißer Tipp für das Skelett, das für seine gute Stimme gepriesen wurde. Die 28-Jährige wurde einst als Zweitplatzierte in der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt. Ihr Talent als Sängerin wird oft unterschätzt. Die Kölnerin geht auch vielen anderen Tätigkeiten nach - in anderen Shows („Let's Dance“, „Dancing on Ice“) und als Influencerin. Auch ihr Privatleben mit Sohn Alessio und Ex-Partner Pietro Lombardi ist immer wieder Thema.

Zu den Gerüchten, sie könne bei „The Masked Singer“ mitmachen, hatte sich Lombardi vor dem Finale bereits geäußert. Da sagte sie: „Ich könnte mir gut vorstellen, auch mal an der Show teilzunehmen.“

Vor Lombardis Krönung zur „Masked Singer“-Siegerin waren vier weitere Kostüme enttarnt worden: das Erdmännchen-Duo, das Nilpferd, das Alien und der ägyptische Gott Anubis.

Zwei Reality-Stars steckten in den Kostümen der „Familie Erdmann“ - einem Duo possierlicher Erdmännchen. Im Finale bekam das Promi-Paar Daniela Katzenberger (34) und Lucas Cordalis (53) am Dienstagabend allerdings zu wenige Stimmen der Zuschauer. Die Folge: Es reichte nur für den fünften Platz der aktuellen Staffel und sie mussten ihre flauschigen Verkleidungen ablegen. „Das ist eine Erkenntnis, die ich in der Show mitnehme: Den Pfälzer Dialekt kann man nicht verstellen“, sagte Katzenberger.

Der Grund: Rateteam-Mitglied Bülent Ceylan (44) hatte im Verlauf der Show erklärt, dass er bei den Erdmännchen einen vertrauten Dialekt vernommen habe. Ceylan stammt aus Mannheim, Katzenberger aus dem ganz nahen Ludwigshafen. Auch deswegen war ihr Name schon seit Wochen als heißer Tipp für das „Erdfrauchen“ gehandelt worden. Seit 2016 ist sie mit dem Musikproduzenten Lucas Cordalis verheiratet, dem Sohn von Schlagerstar Costa Cordalis (1944-2019, „Anita“).

Als dickbeiniges Ballett-Nilpferd wurde der TV-Koch Nelson Müller enttarnt. Es ist ein bisschen wärmer als bei mir in der Küche, muss ich sagen“, sagte der 41-Jährige verschwitzt, nachdem er sich die dicke Maske abgezogen hatte.

Der Name des TV-Kochs galt schon lange als heißer Tipp für das Nilpferd. Der Paarhufer hatte sich in der Show als Ballerina inszeniert. Müller erklärte, dass das sogar biografische Bezüge gehabt habe. „Ich habe tatsächlich mal mit sieben Jahren als kleiner Junge Ballett getanzt.“

Für eine Überraschung sorgte die Enttarnung des Anubis: Im Kostüm der ägyptischen Gottheit steckte der Sänger und Moderator Ben Blümel.

Um die Figur hatte es in den vergangenen Wochen viele Rätsel gegeben. Viele Zuschauer hatten auf Schauspieler Elyas M'Barek (38) oder Moderator Klaas Heufer-Umlauf (37) getippt. Der Anubis trat ausgesprochen martialisch auf und trommelte sich ständig auf der Brust herum. Er sang sogar ein paar harte Songs - im Finale etwa „Sonne“ von Rammstein.

Dass ausgerechnet Blümel unter dem Kostüm steckte, der mit der eher soften Pop-Nummer „Engel“ bekannt wurde, wunderte so manchen. Blümel sagte dazu lapidar: „Ich hab' ja auch mal Rock 'n' Roll gemacht, ich hab' auch mal Rap gemacht. Aber mit Pop habe ich halt die Kohle verdient.“

Als Alien wurde Alex Völkel enttarnt. Der Boss Hoss-Sänger gehörte zu den heißen Tipps der Zuschauer. Einige mögen aber enttäuscht gewesen sein, dass nicht der Comedian Luke Mockridge hinter der Figur des Außerirdischen steckte.

+++ Vorfreude auf das Finale +++

Bereits seit sechs Wochen rätseln die Zuschauer, welche prominenten Kandidaten sich in den bunten Kostümen der dritten Staffel von „The Masked Singer“ verstecken. Am Dienstagabend steigt endlich das große Finale der ProSieben-Show. Das heißt: Alle Kandidaten lassen ihre Masken fallen. Der Finalabend beginnt bereits um 20 Uhr mit einer Countdown-Folge „red“ mit Anne-Marie Carpendale. Danach übernimmt Moderator Matthias Opdenhövel und die fünf maskierten Sänger treten um den Sieg gegeneinander an.

Im Rennen um den „Masked Singer“-Pokal sind noch das Alien, der Anubis, die Erdmännchen, das Nilpferd und das Skelett. Schauspieler und Musiker Tom Beck, der als Faultier die Frühjahrsstaffel gewann, rätselt mit Sonja Zietlow und Bülent Ceylan vor Ort. „Diese Staffel finde ich besonders spannend, weil ich bei mindestens zwei Masken noch völlig im Dunkeln tappe. Ich freue mich wahnsinnig aufs Finale“, sagt Beck.

In jeder Folge gibt es einige versteckte Indizien, die Rückschlüsse auf die Identität des maskierten Sängers geben können - ansonsten bleibt den Zuschauern nur der Gesang der Teilnehmer, um herauszufinden, wer in den Kostümen stecken könnte. Enttarnt wurden in dieser Staffel bereits Vicky Leandros als Katze, Wigald Boning als Frosch, Sylvie Meis als Alpaka, Jochen Schropp als Hummer und Veronica Ferres als Biene.

Auch für die verbliebenen Kandidaten gibt es schon einige Mutmaßungen: Könnte Comedian Luke Mockridge im Alien-Kostüm stecken? Ist etwa Moderator Klaas Heufer-Umlauf der Anubis? Tritt Sängerin Sarah Lombardi als Skelett auf? Einige Zuschauer vermuten, dass Elyas M‘Barek als Nilpferd verkleidet ist. Viele meinen auch, dass Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis als Erdmännchen-Duo auftreten. Rate-Juror Bülent Ceylan setzt beim Nilpferd auf Moderator Ross Antony und verlässt sich auf Unterstützung: „Bei dem einen bin ich mir etwas sicherer und bei dem anderen unsicherer. Aber bin ich froh, dass ich auf meine Mutter gehört habe und damit liege ich mit vier von fünf Tipps richtig. Also mega!“

In der ersten Gesangsrunde am Abend präsentiert jeder der fünf Finalisten einen Song, danach fällt die erste Maske: Der Star mit den wenigsten Zuschauer-Stimmen enthüllt seine Identität. Die verbleibenden vier Masken treten in der zweiten Runde in zwei Duellen mit jeweils einem neuen Song gegeneinander an. Die Sieger der Duelle ziehen ins letzte Gesangsduell – die Verlierer werden demaskiert. Im finalen Duell singen die letzten zwei maskierten Promis mit ihrem Lieblings-Song um die Gunst der Zuschauer und den Sieg.

+++ Das sagt „Katz“ Vicky Leandros zu Rea Gerveys Fehlanalyse +++

Da schaute Sänger Rea Garvey am Montagabend etwas blöd aus der Wäsche, als sich die Miezekatze enttarnte und niemand Geringeres als Sängerin Vicky Leandros darunter steckte. Garvey hatte mehrfach im Halbfinale gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass im Kostüm der Katze eine professionelle Sängerin stecke. Er sei zwar ein großer Leandros-Fan, aber auf keinen Fall könne sie die Katze spielen. Doch es kam so, wie es kommen musste. Natürlich steckte Leandros im Katzenkostüm und Garvey kam in Erklärungsnot. Leandros sprang aber dem Juror zur Seite. „Rea Garvey darf alles sagen“, zitiert sie die Plattform Spot on News. Der „Voice of Germany“-Juror sei ein „lieber Mensch und wundervoller Kollege, ich war ihm keine Minute böse“, so Leandros über die Fehlinterpretation des Iren weiter. Das Fazit der Teilnahme bei „Masked Singer“ fällt bei ihr positiv aus: „Ich fand diese Show von Anfang an spannend. Sie hat ein außergewöhnliches Konzept, ist humorvoll und lustig, einfach eine großartige Unterhaltungsshow. Ich bin für allen Unsinn zu haben“, so die Sängerin.

Dass sie relativ früh von den Zuschauern erkannt wurde, störe sie nicht. „Ich sehe das als Kompliment, auf der anderen Seite wäre es vielleicht für die Show spannender gewesen, wenn man bis zum Ende unerkannt bleibt.“

+++ Dieser Star steckte im Katzenkostüm +++

Welch ein Katzenjammer: Schlagerstar Vicky Leandros („Ich liebe das Leben“) ist in der ProSieben-Show „The Masked Singer“ enttarnt worden. Die 68-Jährige steckte in einem flauschigen Katzenkostüm und hatte mit ihren Auftritten sogar Kurs auf das Finale der Musiksendung genommen - am Montagabend aber bekam sie zu wenige Stimmen der Zuschauer. Die Folge: Die Katze musste ihre wahre Identität preisgeben. „Ich hätte mich gefreut, auch weiter zu machen“, gab Leandros zu, die 1972 für Luxemburg den ersten Platz beim Grand Prix Eurovision de la Chanson errungen hatte. „Auf der anderen Seite bin ich auch das Leid dieser Maske ein bisschen los.“ Es sei wirklich nicht leicht gewesen, darunter zu singen.

Leandros kann man als Legende im Schlagergeschäft bezeichnen. Mittlerweile blickt die als Vassiliki Papathanasiou auf Korfu geborene Griechin auf eine mehr als 50 Jahre währende Karriere mit mehr als 55 Millionen verkauften Tonträgern zurück. Eine Auswahl ihrer Hits: „Ich liebe das Leben“, „Dann kamst du (Après toi)“, „Theo, wir fahr'n nach Lodz“ und für Schlager-Feinschmecker sicherlich auch „Die Bouzouki klang durch die Sommernacht“.

Umso peinlicher war die Enthüllung der Katzen-Identität für Musiker Rea Garvey (47), der im Rateteam saß. Er hatte nach den Auftritten des Tieres getönt, es handle sich „niemals im Leben“ um Vicky Leandros. „Das ist eine Person, die gerne singt“, erklärte er. „Aber es ist keine Profisängerin. Auf jeden Fall.“ Tja.

Gegen Ende schwante Garvey bereits, dass er sich mit seiner Analyse verirrt haben könnte. „Ich hoffe, dass du jemand bist, der mir verzeihen kann“, sagte er kleinlaut vor der Enttarnung. „Aber die Griechen, die verzeihen nicht so schnell.“ Seine beiden Kollegen Sonja Zietlow (52) und Bülent Ceylan (44) hatten dagegen eindeutig auf Leandros getippt. Ceylan führte dafür seine Mutter als Kronzeugin ins Feld. Anschließend bat er postwendend um ein Autogramm.

Tatsächlich hatte es einige Hinweise gegeben. Als Indiz zeigte Moderator Matthias Opdenhövel (50) etwa ein Daumenkino, in dem sich ein Kleid gelb einfärbte - Leandros hatte mal das Lied „Maria mit dem gelben Kleid“ gesungen. Auf dem Jackett der Katze, deren Stil an Modezar Karl Lagerfeld erinnerte, stand „Life is Love“ - ein Hinweis auf ihren Evergreen „Ich liebe das Leben“.

Leandros hatte in der Show tolle Auftritte hingelegt. Im Halbfinale am Montag etwa mit dem Lied einer anderen Grande Dame des Show-Geschäfts: Die Katze sang „Believe“ von Cher, begleitet von einem Klavier. „Was für ein Abenteuer, was für ein Spaß“, bilanzierte Leandros am Ende. Ihre Begründung, sich nach all ihren Erfolgen noch einmal darauf einzulassen: „Ich bin ein neugieriger Mensch, weiterhin.“ Allerdings habe sie „alle“ anlügen müssen, um ihre Teilnahme an der Show geheim zu halten. „Wenn die mich sehen, die werden nie mehr mit mir sprechen.“ Selbst engste Freunde habe sie angeschwindelt.

+++Halbfinale von „Masked Singer“ findet früher statt+++

Wer sich den Dienstag freigehalten hat, um das Halbfinale von „Masked Singer“ zu schauen, der muss nochmal umplanen. Die Show läuft bereits am Montag um 20.15 Uhr auf ProSieben. Dafür entfallen die Serien „Mad Monday“, „Simpsons“ und „The Big Bang Theory“.

Grund dafür ist, dass am Dienstag, 17. November, das Fußballspiel zwischen der Deutschen Nationalmannschaft und Spanien stattfindet. Damit sich die Zuschauer nicht für einen Sender entscheiden müssen, wurde kurzerhand umgeplant. Auf Instagram laufen bereits die ersten Vorhersagen von Fans darüber, wer im Halbfinale als erstes demaskiert wird. „Als erstes die Katze, als zweites das Nilpferd und als drittes das Alien“, glaubt ein Nutzer bereits zu wissen. Ein anderer ist sich sicher: „Katze und Skelett liefern keine Perfomances - raus damit.“

+++ Ausgequakt – Komiker steckte im Froschkostüm +++

Der Frosch geht baden: Komiker Wigald Boning („RTL Samstag Nacht“) ist in der ProSieben-Show „The Masked Singer“ enttarnt worden. Der 53-Jährige bekam am Dienstagabend zu wenige Stimmen der Zuschauer – und musste sich daher aus seinem Kostüm zwängen, unter dem er sich für die Musik-Sendung versteckt hatte. Es handelte sich um einen ungemein muskulösen Frosch mit Bademeister-Charme. Der Rolle habe er viel abgewinnen können, sagte Boning: „Ich bin großer Amphibien-Freund.“

Dass der Komiker unter der Maske steckte, war allerdings keine ganz große Überraschung mehr. Zu charakteristisch waren Stimme und Bewegungsmuster. Das Rateteam tippte geschlossen auf Boning, Ideen wie Ex-Fußballer Pierre Littbarski (60) wurden vorher wieder verworfen. Gast-Juror Elton (49) richtete vor der Enttarnung sogar noch Grüße vom gemeinsamen Bekannten Bernhard Hoëcker (50) aus: „Er freut sich, dich bald wieder in normaler Klamotte sehen zu können.“

Als Boning den Froschkopf vom grünen Mucki-Leib zog und ein bisschen wie die bedröppelte Version des unglaublichen Hulks aussah, gab es dennoch erstaunte Blicke. Boning trug unter dem offenbar sehr warmen Kopf auch noch eine Brille. „Das ist ja ein solches Abenteuer, diese Sendung“, erklärte er verschwitzt. „Ich habe ja schon monatelang vorher mit Kontaktlinsen experimentiert. Das erste Mal in meinem Leben.“ Am Ende habe er sich aber gedacht: Ohne Brille gehe es nicht.

Ehrlich gesagt sei er nun sehr enttäuscht, fügte Boning hinzu. Er habe sich noch so viel vorgenommen: In der nächsten Show habe er den Weihnachtsklassiker „Last Christmas“ singen wollen. Seine Frau, die Opernsängerin Teresa Tièschky, habe von der geheimen Frosch-Mission zwar gewusst, ihm aber nicht wirklich Tipps geben können. Teresa habe allerdings Vergleiche zu ihrer Spezialrolle als Königin der Nacht in Mozarts „Zauberflöte“ gezogen: „Du kriegst auch immer Kostüme angezogen, die zum Singen eigentlich nicht geeignet sind.“

Boning, gebürtig aus Wildeshausen in Niedersachsen, ist durchaus als Musiker bekannt. Zusammen mit seinem Kollegen Olli Dittrich (63) bildete er einst das Nonsens-Musik-Duo Die Doofen, das Deutschland mit Text-Zeilen wie „Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke, denn sonst sag' ich winke winke“ oder „Jesus war ein Wandersmann, am liebsten auf'm Ozean“ erfreute. In der Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“, in der er in den 90ern mit Dittrich zu sehen war, ging auch Bonings Stern auf. Später war er etwa mit „Clever - die Show, die Wissen schafft“ erfolgreich.