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"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": Märchenfilm des Jahrhunderts

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" : Märchenfilm des Jahrhunderts

Meschede (RP). Schon mit den ersten Klängen der Filmmusik von "Drei Nüsse für Aschenbrödel" sind die Fans hin und weg. Dabei erzählt das Werk eine altbekannte Geschichte - die vom schönen Aschenputtel, bösen Stiefschwestern und -müttern, guter Magie und einem Prinzen, der das bezaubernde Mädchen am Ende vor den Altar führt.

In den USA kennt man die Geschichte als "Cinderella", die Vorlage für "Aschenbrödel" stammt von der tschechischen Schriftstellerin Bozena Nemcová. Die Autorin galt als Freigeist und entwarf daher eine sehr couragierte Heldin. Regisseur Vaclav Vorlicek verwandelte die Hauptfigur aber erst in die charmante wie resolute, moderne Frau, die locker mit den Männern mithalten kann und die ihr gerade auch deshalb zu Füßen liegen.

Bei einem Jagd-Wettbewerb etwa sticht sie, als Junge verkleidet, den Prinzen beim Bogenschießen aus; sie möchte nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch ihrer Cleverness wegen geliebt werden. Auch deshalb fällt es Frauen heute leicht, sich mit diesem Aschenbrödel zu identifizieren.

Maßgeblich für den Erfolg und die anhaltende Faszination des Films, der am 1. November 1973 Premiere feierte, waren und sind aber auch die beiden Hauptdarsteller. Schauspielerin Libuse Safránková (heute 53), in Tschechien immer noch ein Star, begeisterte als kecker Wirbelwind.

Der Darsteller des Prinzen, Pavel Trávnícek (heute 56), sah vor allem blendend aus. 1997 gründete er in Prag ein eigenes Theater. Beide können von sich behaupten, im, so die Kritik, "Märchenfilm des Jahrhunderts" mitgespielt zu haben.