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Lüneburg: Lehrerin wegen Dschungelcamp vor Gericht

Lüneburg : Lehrerin wegen Dschungelcamp vor Gericht

Die Dschungelcamp-Reise der Mutter von Teilnehmerin Nathalie Volk (21) nach Australien beschäftigt bereits das vierte Gericht. In dem Berufungsverfahren vor dem Landgericht Lüneburg geht es seit gestern um die Frage, ob die damals krank geschriebene Lehrerin das Attest durch falsche Angaben bekommen hat. Bis zum 6. März sind drei Termine angesetzt. Die Anklage geht davon aus, dass die 48-Jährige ihr Attest von einer Ärztin erschlichen hat, in Wirklichkeit sei sie nicht arbeitsunfähig gewesen. Zuvor hatte die Pädagogin vergeblich einen Antrag auf Urlaub eingereicht. Schon vor der Klärung war der Vertrag als sogenannte Begleitperson unterschrieben worden.

Nathalie Volk nahm im Januar 2016 an der zehnten Staffel der RTL-Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" teil, bekannt geworden war sie mit der ProSieben-Show "Germany's next Topmodel". Sie war vor dem Lüneburger Gericht als Zeugin geladen - und schwieg auch. Das Amtsgericht Soltau hatte die Lehrerin im März 2017 zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen von jeweils 70 Euro verurteilt, doch legte die Verteidigung Berufung ein. Seine Mandantin sei tatsächlich erkrankt, betonte ihr damaliger Anwalt. Die von ihrer Schweigepflicht entbundene Ärztin hielt eine Fernreise mit dem Krankheitsbild - schwere depressive Erschöpfung - für unvereinbar. Von dem geplanten Aufenthalt in Australien habe sie nichts gewusst.

(dpa)