"The Voice of Germany": In der zweiten Live-Show stimmt die Mischung

"The Voice of Germany" : In der zweiten Live-Show stimmt die Mischung

Nach erheblichen Ton-Problemen und entsprechend heftiger Kritik seitens der Zuschauer stimmte in der zweiten Live-Show bei "The Voice of Germany" wieder die Mischung. Und das nicht nur bezogen auf das Verhältnis von Stimme und Band, auch die Kandidaten lieferten einen abwechslungsreichen Abend - mit kleinen Überraschungen.

Der Auftakt der Live-Shows bei " The Voice of Germany" ging so richtig schief. Die Stimmen der Sänger waren viel zu leise, die Band zu laut, die Zuschauer genervt. Schließlich soll es ja ausschließlich um die Stimme gehen, wie Juroren, Kandidaten und andere Werbeträger unermüdlich in ihren Auftritten betonen. Die Panne war entsprechend unglücklich. Die zweiten Live-Show entschädigte dann aber für den peinlichen Auftakt.

Bewegende Auftritte, klare Stimmen und der richtige Ton sowohl bei den Zuschauern am Fernseher als auch bei den Auftritten der Sänger und den Juroren-Urteilen sorgten für einen unterhaltsamen Abend. Am Ende setzten sich wie erwartet die Favoriten durch, allen voran der performancegewaltige Percival. Der Kölner Sänger, der auf der Bühne bisher immer mehr als alles gegeben hat, avanciert allmählich zum Publikums-Liebling.

Auch Klick-Millionär Michael Schulte kam trotz schiefem Ton bei seinem Intro glatt in die nächste Runde. Dass der You-Tube-Star mit riesiger Fan-Gemeinde vom Publikum weiter gewählt wurde, gehörte dementsprechend auch nicht zu den großen Überraschungen des Abends. Die brachte dafür dann aber die bisher unscheinbare Jasmin Graf. Die 25-Jährige überzeugte mit einer absoluten Gänsehaut-Interpretation von "Wovon sollen wir träumen" von Frida Gold.

Um so erstaunlicher, dass sie nicht gleich vom Publikum weiter gewählt wurde. Das mag allerdings den sehr starken Konkurrenten im eigenen Team geschuldet gewesen sein. Ihr Coach Rea Garvey ließ sie zum Glück nicht im Stich und entschied zu Recht, sie in die nächste Runde mit zu nehmen. Genau an dieser Stelle zeichnete sich dann auch ab, was in den kommenden Shows den Spannungsbogen steigern dürfte: der Konkurrenzkampf um die Gunst des eigenen Coaches.

Denn schon jetzt zeichnet sich eines deutlich ab: Team Rea und Team Xavier sind die stärksten. Für die Kandidaten der beiden Coaches nicht ganz einfach. Während sie sich um die Konkurrenz aus Team BossHoss und Team Nena weniger Sorgen machen müssen, muss es ihnen aber gelingen von den eigenen Coaches so lange mitgenommen zu werden, bis sie sich im Herzen des Publikums fest setzten können. Jasmin hat einen wesentlichen Schritt in diese Richtung geschafft. Wenn sie den kommenden Auftritt nicht vergeigt, dürfte sie dann mehr Anrufe einheimsen.

(das)
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