"Höhle der Löwen" 2019 - Folge 7: Pferde-App aus Bonn bekommt Maschmeyer-Deal

Siebte Folge der „Höhle der Löwen“ : Bonner Gründerinnen bekommen Pferde-Deal auf den letzten Drücker

In der siebten Folge von „Die Höhle der Löwen“ wurde es tierisch. Zwei Gründerinnen aus Bonn buhlten um die Gunst der Investoren – am Ende mit Erfolg, aber zu ganz anderen Konditionen, als gedacht.

  • Mellow Monkey aus Gießen
  • Hier werden die „Löwen“ zu Naschkatzen: Das Gründer-Pärchen Robert (53) und Stephanie (45) Ackermann will mit dem Start-up Mellow Monkey das Marshmallow neu erfinden. Das Spezielle an ihren Schaumzucker-Kreationen liegt im Kern. Von außen geröstet, befindet sich im Inneren des Marshmallows ein Eiskern. Mittlerweile sind über 20 verschiedene Sorten entstanden - alle handgemacht. Mit einem Invest von 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile soll der erste Schritt gewagt werden.

Einen Deal können die Gründer aber nicht mitnehmen. Die „Löwen“ halten das Unterfangen für zu komplex und steigen aus.

  • Soccer Performancesack aus Mannheim
  • Bülent Yaman (42) ist begeisterter Hobby-Fußballer, allerdings nicht besonders gut und daher verbrachte er die meiste Zeit auf der Ersatzbank. Das kann, vor allem im Herbst und Winter, relativ kalt werden. "Natürlich können sich die Spieler mit dicken Jacken, Mützen und Schals schützen, aber das kostbarste Gut eines Fußballers sind seine Beine. Und die sind der Kälte oft schutzlos ausgeliefert”, erklärt der Mannheimer. Um dem entgegenzuwirken, erfand Bülent Yaman den "Soccer Performancesack". Dieser besteht aus einem wasser- und winddichten Außenstoff, das Innenfutter aus weichem Fleece und Thermowatte und der Fußbereich aus Kunstleder, damit kein Wasser eindringen kann. So sollen auch bei Minusgraden die Beine der Fußballer warm und trocken bleiben. Erste Profi-Vereine hat der Gründer bereits ausgestattet. Für den großen Durchbruch benötigt er 80.000 Euro und einen strategischen Partner, dafür bietet er 15 Prozent der Firmenanteile.

Die bisher sehr geringen Verkaufszahlen von 150 Stück vermiesen den „Löwen“ jedoch die Laune. Es gibt keinen Deal für den Performancesack.

  • Easy Pan aus Stade
  • Die Erfinder der "Easy Pan" sind wahre Macher. Tom Becker (40) und sein Schwager Jan Heitmann (33) haben die Bratpfanne neu erfunden. Immer wieder ist es passiert, dass beim Wenden und Herausnehmen von Lebensmitteln aus der Pfanne einiges auf dem Tisch und nicht auf dem Teller landete. Ein Jahr lang haben die Familienväter an einer sinnvollen Lösung getüftelt und rausgekommen ist die "Easy Pan”. Der Überrollbügel verhindert, dass beim Wenden Schmutz auf der Herdplatte landet und sauberes Servieren aus der Pfanne leicht gelingt. Mit einem Investment von 25.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile kann der erste Schritt gewagt werden.

Regalkönig Ralf Dümmel sieht genau dasselbe Potential wie die Gründer und lässt sich schnell auf das Geschäft ein. Ohne Nachverhandlung können sich die Bratpfannenbauer über einen Deal freuen.

  • ahead aus Hamburg
  • Die ehemaligen Bundeswehr-Offiziere Philip Brohlburg und Johannes Schröder sind die Gründer des Hamburger Start-ups ahead. Ein Unternehmen, welches sich auf Performance Food spezialisiert hat. In der "Höhle der Löwen” stellen sie mit dem Omega Bar ihr neustes Produkt vor. "Ein Snack-Riegel für ganz legales Gehirndoping”, kündigt Philip Brohlburg an. Das Besondere: Es ist der erste pflanzliche Omega-3-Riegel weltweit, der DHA aus Meeres-Mikroalgen enthält und so auch Vegetariern diesen wichtigen Nährstoff zugänglich macht. Jetzt benötigen sie die Hilfe der „Löwen“, um den Omega Bar in den bundesweiten Handel zu bringen. Ihr Angebot: 400.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Diese hohe Firmenbewertung schreckt die „Löwen“ jedoch ab. Es gibt keinen Deal.

  • Die Pferde App aus Bonn
  • Christina Terbille und Sarah Wendlandt präsentieren den „Löwen“ ihre Pferde App, die alle Prozesse in einem Pferdebetrieb sinnvoll steuern und das Stallmanagement einfacher machen soll. Die Nutzer behalten damit den Überblick über die Aktivitäten eines jeden Pferdes und können so alle Aufgaben rund um Bewegung, Fütterung und der gesundheitlichen Versorgung der Pferde planen. Alle wichtigen Informationen werden zentral verwaltet und auch die Mitarbeiterplanung kann über die App erfolgen. Weitere Features sind bereits in Planung, so soll zukünftig auch eine Verknüpfung mit den Pferdebesitzern möglich sein. Verkauft wird die App in einem monatlichen Abo-System, abgerechnet wird nach der Anzahl der Pferde. Neben der Unterstützung im Bereich Marketing und Vertrieb benötigen die beiden Gründerinnen ein Invest von 150.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

Das ist den „Löwen“ deutlich zu wenig. Erst sieht es danach aus, dass gar nichts aus der Sache wird. Dann macht Carsten Maschmeyer aber doch noch ein Angebot: die 150.000 Euro für 24,9 Prozent. Die Gründerinnen freuen sich und schlagen ein.

  • CLEW aus München
  • Jakob Schneider (25), Johannes Weckerle (27) und Matthias Albrecht (30) aus München brennen für das Snowboarden. Das einzige, was daran nervt, ist das lästige An- und Abschnallen der Bindung. Mit ihrem Start-up CLEW - steht für "clever & new" - haben sich die Gründer dem Problem angenommen und ein zweiteiliges System mit Step-in-Funktion entwickelt. Der erste Teil kann an jeden beliebigen Softboot geschnallt werden und der zweite Teil ist fest auf dem Snowboard montiert. Durch einfaches Auftreten und ohne die Hände benutzen zu müssen, kann beides verbunden werden. Auch das Lösen der Bindung ist mit einem Handgriff getan: Man muss nur am roten Griff ziehen, der Mechanismus öffnet sich, gibt das Fußteil frei und man kann sofort aus der Bindung steigen. Um mit der Produktion starten zu können, haben die Gründer einen Kapitalbedarf von 200.000 Euro und bieten den Löwen dafür 15 Prozent an ihrem Unternehmen an.

Damit haben die drei Gründer jedoch keinen Erfolg, es gibt keinen Deal für sie. Ein Angebot von Frank Thelen, der ihnen die gewünschte Summe für 30 Prozent bietet, lehnen sie ab.

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Diese Produkte stellten sich in Folge sechs vor

  • FlipCar aus Bremen
  • Okan Gürsel und Sven Gunkel wollen eine kostengünstige und bequeme Alternative zu Mitfahrgelegenheit, Zug oder Bus anbieten und haben dafür FlipCar gegründet „Wir bieten die Möglichkeit einen Mietwagen zu buchen und von Stadt zu Stadt zu reisen. Und das für nur einen Euro!”, so Okan Gürsel. Fahrzeuge werden deutschlandweit zwischen Stationen und Standorten hin und her bewegt, um z.B. vorhandene Reservierungen von Autovermietungen zu bedienen. Ist FlipCar auch für die "Löwen” interessant? Für ein Investment von 500.000 Euro boten die Gründer zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Ein Deal kam jedoch nicht zustanden, allen voran wegen der undurchsichtigen Gesellschafterstruktur. Lediglich Georg Kofler war bereit, für 500.000 Euro 30 Prozent zu übernehmen. Das lehnten die Gründer allerdings ab.

  • Mama Wong aus Berlin
  • Mama Wong heißt eigentlich Tu-Nhu Roho und kocht für ihr Leben gerne. „Mit meinen Marinaden und Dressings bringe ich euch den wahren Geschmack Asiens im Glasumdrehen nach Hause”, verspricht sie "Löwen”. „Meine Produkte sind nach alten Familienrezepten hergestellt und bringen die kulinarische Vielfalt Asiens auf den Esstisch”, erklärt die Berlinerin ihr Produkt. Dabei kommt sie ohne Konservierungsstoffe, ohne Aromastoffe und ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe aus. Aktuell besteht die Serie von Mama Wong aus zwei Dressings und zwei Marinaden, die mit Salat, Fleisch, Gemüse und Tofu kombiniert werden können. Für 60.000 Euro bot sie 25 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Letztendlich setzte sich Ralf Dümmel bei Mama Wong durch. Er stieg mit 60.000 Euro ein und übernimmt 25 Prozent.

  • JayKay aus Kressborn am Bodensee
  • Isabell Armbruster, Marius Martin, Benedict Kuhlmann und Daniel Jäger stellen die weltweit erste elektrische Longboardachse vor, bei der alle Komponenten in der Achse integriert sind. Die Achse besteht aus Radnabenmotoren, Lithium-Hochleistungszellen und kann ganz flexibel an jedes Deck montiert werden. "Somit kann man binnen weniger Minuten aus jedem handelsüblichen Longboard, ein Elektro-Longboard machen. Schnell, unsichtbar und flexibel”, erklärt Daniel Jäger die Vorteile. Zwei Jahre haben sie an ihrer Idee gefeilt und seit 2017 setzt das Quartett alles auf eine Achse. Um mit JayKay wachsen zu können, benötigten die Gründer 100.000 Euro und boten dafür zehn Prozent Firmenanteile.

Das war den Löwen allerdings zu viel Geld. Es stieg niemand ein.

  • STRONG Fitness Cosmetics aus Mannheim
  • Bei schweißtreibenden Workouts trotzdem gut aussehen - das wollte Jennifer Lapidakis und entwickelte deshalb die STRONG Fitnesskosmetik, die als einzige Kosmetiklinie in Deutschland tatsächlich wisch-, wasser- und schweißfest sein soll. Die speziellen Puderpartikel mattieren und mildern Unebenheiten, ohne die Poren zu verstopfen. Über 250.000 Euro hat Jennifer Lapidakis bereits in ihre Make-Up-Linie investiert: "Aber jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich Unterstützung brauche”, so die Gründerin. Ihr Angebot an die "Löwen”: 500.000 Euro für zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile.

Die Löwen bissen nicht an, sagten, dass 500.000 Euro für zehn Prozent zu hoch angesetzt sei. Die Folge: kein Deal.

  • BitterLiebe aus Mannheim
  • BitterLiebe hat es sich zur Mission gemacht, die in Vergessenheit geratenen Bitterstoffe wieder zurück in die Ernährung der Menschen zu integrieren. Denn Bitterstoffe sind in vielerlei Hinsicht eine Wohltat für den Körper. Dabei legen die Bitter-Boys großen Wert auf erstklassige Produkte. Fokus und Aushängeschild ist das Produkt BitterLiebe Tropfen. 15 erlesene Naturkräuter (darunter Ingwer & Artischocke) sorgen dafür, dass man sich nach dem Essen einfach besser fühlt. Andre Sierek (26) und Jan Stratmann (25), die Gründer von BitterLiebe, wollen diese alte Tradition der Kräuterkunde zum Lifestyle-Produkt machen und hofften auf die Unterstützung der "Löwen" in Form von 200.000 Euro für 12,5 Prozent Unternehmensanteile.

Und es wurde ein Deal. Judith Williams stieg ein und übernimmt 20 Prozent der Anteile am Unternehmen aus Mannheim.

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Das passierte in Folge fünf bei „Die Höhle der Löwen“

Seit Anfang September warten die Löwen wieder auf Frischfleisch in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Auch in der fümften Folge am Dienstag haben sich junge Start-Ups präsentiert und hofften auf einen Deal mit den erfahrenen Löwen.

  • Brad Brat aus Bremen Marvin Kruse ist bereits das dritte Mal in der "Höhle der Löwen”. Bei seinem ersten Pitch 2015 präsentierte der Bremer seinen Onlineshop Pfotenheld, bei dem es alles für 0 Euro gab. "Da gab es eine richtige Klatsche. Aber es ist ok. Ich habe eingesteckt und es hat mich besser gemacht”, blickt Marvin Kruse zurück. Mit Pitch Nummer zwei wollte er die Bratwurstrevolution einläuten: Brad Brat ist so dick, dass man sie zuerst in Scheiben schneidet und dann auf den Grill legt. „Wollte auch keiner - aber Euch hat es geschmeckt“, erinnert er sich. Doch das hat ihn nur noch mehr motiviert und 2019 stellt er den „Löwen“ sein neues Konzept vor: Raus aus dem Lebensmitteleinzelhandel, rein in das Franchisesystem. In seinen Läden in Bremen und Oldenburg wird alles selbst hergestellt - von der Bratwurst über die Saucen bis hin zum Brot. Der Gründer war von seinem Konzept überzeugt und hoffte auf ein Invest von 200.000 Euro, dafür bot er zehn Prozent seiner Anteile.

Auch beim dritten Mal kann Marvin Kruse einfach nicht bei den Löwen punkten. Zwar ließen sich die Investoren die Bratwurstscheibe schmecken, Geld hatten sie aber nicht über.

  • Protect Pads aus Luxemburg
  • Adel Adrovic und Jill Audrit sind nicht nur Lebenspartner, sondern auch Businesspartner. Die Luxemburgerin ärgerte sich beim Staubsaugen immer wieder über die dabei entstehenden Schrammen und Macken an Möbeln, Türrahmen oder Türzargen. Um dieses Problem zu beheben, entwickelten sie ein Stoßschutzpolster, welches einfach am Staubsaugergehäuse, an der Bodendüse, sowie am Akkusauger oder Saugroboter angebracht werden kann. Für ihre Idee benötigten die Gründer 85.000 Euro und boten 15 Prozent der Firmenanteile an.

Ralf Dümmel steigt ein. Er übernimmt für 85.000 Euro 30 Prozent des Unternehmens.

  • AER aus Stuttgart
  • Wer beeindruckende Luftaufnahmen machen will, musste bislang viel Geld für teure Drohnen in die Hand nehmen. Das ist den Gründern von AER zufolge Vergangenheit. Sie bieten eine günstige Alternative für spektakuläre Fotos und Videos aus der Vogelperspektive. Einfach die GoPro in den "Wurfpfeil" legen und schon kann man die Kamera sorglos durch die Luft werfen, da sie durch AER in der Luft stabilisiert und vor dem Aufprall geschützt wird.Auch Profis konnten die drei Gründer Arne Kronmeyer, Levin Trautwein und Hedda Liebs für ihr Produkt begeistern: diverse Bundesligavereine nutzen AER zur Erstellung ihres Social Media-Contents, er kam bereits bei Werbespots und dem Red Bull Extremsportevent Klippenspringen zum Einsatz und es wurde sogar für eine Actionszene für einen deutschen Kinofilm damit gedreht. Sie boten zehn Prozent Unternehmensanteile für 150.000 Euro.

Die Gründer angeln sich Investor Nils Glagau. Er stellt 150.000 Euro für 15 Prozent der Anteile bereit.

  • Camping Butler aus Mönchengladbach
  • Die Mönchengladbacher Simon Freutel  und Ralf Winkelmann wollen Camping sauberer machen. Sauberer im wahrsten Sinne, denn eine Sache macht keinem wirklich Spaß: Das Entleeren und Säubern der Camping-Toilette. Mit dem "Camping Butler" wollen die Erfinder jetzt sprichwörtlich "aus Scheiße Gold machen". Sie haben einen Vollautomaten entwickelt, der die Reinigung von Camping-Toiletten-Kassetten übernimmt. Der Camper vermeidet so beim Austausch der Kassetten den Kontakt zu unangenehmen Gerüchen und Fäkalien. Für die Produktion brauchen die beiden Gründer ein Investment von 200.000 Euro und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Riecht das nach einem Deal?

Das Produkt fiel gnadenlos durch. Die Löwen äußerten Kritik, vor allem am Design des Butlers, auf dem eine Frau zu sehen ist, die das Produkt in den Händen hält. Die Folge: Kein Geld für den Camping Butler aus Mönchengladbach.

  • GoBunion aus München
  • Sarita Bradley (35) hat Probleme mit schmerzenden Füßen. Ungesundes Schuhwerk oder eine vererbbare Bindegewebsschwäche sind die häufigsten Ursachen für die Verkrümmung des großen Zehs. Auch unter dem Fachbegriff Hallux Valgus oder Ballenzeh bekannt - auf englisch Bunion. Sie hat GoBunion entwickelt. Von außen sehen ihre besonderen Strumpfwaren wie ganz normale Strümpfe aus, doch im Inneren befindet sich ein Softgel-Zehentrenner. Um ihr Produkt breitflächig an die Frau zu bringen, benötigt die Gründerin 150.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Investor Ralf Dümmel wurde überzeugt und schnappte sich den Deal. Er steigt mit 49 Prozent und einer Investition von 150.000 Euro ein.

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Das passierte in Folge vier bei „Die Höhle der Löwen“

  • LaRibollita aus Bern (Schweiz)
  • Alles begann mit einem zu einem Foodtruck umgebauten Vespa Car. Dort entstand die Idee von Fabian Zbinden aus Bern: Er will den Leuten frische Instantgerichte liefern. Die sollen den Weg auch ohne ihn zu den hungrigen Menschen finden. Frisches Gemüse, ergänzt mit roten Linsen und Gewürzen im praktischen Instant-Becher. Die LaRibollita-Suppen sind ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe, glutenfrei und vegan. Auch die Zubereitung ist kinderleicht: Deckel auf, heißes Wasser dazu, umrühren und nur vier Minuten ziehen lassen. Jetzt möchte Fabian Zbinden mit LaRibollita die ganze Schweiz und Deutschland erobern. Dafür bietet er den „Löwen“ 42.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile und 100 Prozent seiner Energie.

LaRibollita war erfolgreich. Gleich zwei Löwen sprangen auf das Produkt an. Dagmar Wöhrl und Nils Glagau sind mit jeweils 13 Prozent und 66.000 Euro dabei.

  • SIRPLUS aus Berlin
  • Raphael Fellmer und Martin Schott haben den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung angesagt. Mit SIRPLUS sollen bereits abgelaufene Produkte, die aber noch immer gut und zu genießen sind, verkauft werden. In sogenannten „Rettermärkten“ und im eigenen Online-Shop verkaufen die beiden bereits abgelaufene Lebensmittel, die aber noch verwertbar sind. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Produzenten und Großhändlern ist es ihnen möglich, eine große Menge an Lebensmitteln zu retten und den Endkonsumenten günstig anzubieten. Um dieses Konzept in ganz Deutschland auszurollen, benötigen sie 700.000 Euro für sechs Prozent der Firmenanteile.

Dieses Konzept kam bei den Löwen gar nicht gut an. Besonders Georg Kofler schäumte vor Wut. Die Löwen warfen den beiden Gründern gar „Heuchelei“ vor, denn hinter den „Umwelt-Aposteln“ stünden in Wahrheit „knallharte Kapitalisten“. Die Lebensmittel kauften sie günstig ein, um sie dann teuer wieder zu verkaufen. Keiner der Löwen biss also an. Was die Gründer im Pitch allerdings nicht erwähnten: 80 Prozent der Einnahmen gehen an soziale Projekte.

  • Mia Mia aus Wiesbaden
  • Davor Petrovic will Nagelfeilen an den Mann und die Frau bringen. Er hat eine Menge Zeit damit verbracht, seine Idee von einer innovativen Nagelfeile voranzubringen und hat nun einen Prototypen gebaut. Für die Marktreife fehlt ihm die Beauty-Expertise, daher sucht er einen strategischen Partner, der mit ihm den Nagelfeilen-Markt aufwirbelt. Kann Davor die Löwen überzeugen, auf sein Angebt von 90.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile einzuschlagen?

Gleich zwei Löwen zeigten Interesse an dem Produkt - und eigentlich wäre Löwin Judith Williams prädestiniert für diese Beauty-Geschäft. Ihr grätschte jedoch Ralf Dümmel dazwischen, der am Ende 90.0000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile bot. Darauf ließ sich der Gründer ein.

  • Medibino aus Düsseldorf
  • Die Düsseldorferin Susanne Kluba ist eigentlich als Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgin tätig. Jetzt hat sie ihr Arbeitsfeld erweitert und vertreibt Medibino, ein Babykopfkissen, das Schädelverformungen vorbeugen soll. Ihre Lösung ist ihr patentiertes Babykopfkissen, welches von Anfang an lagebedingte Kopfverformungen durch gleichmäßige Druckentlastung vermeiden soll. Durch die verstellbare Größe wächst es mit der Größe des Babykopfes mit. Dabei kann es nicht nur im Kinderbett, sondern auch im Kinderwagen oder im Kindersitz angewendet werden. 49,90 Euro soll das Produkt im Handel kosten. Mit ihren zwei anderen Kollegen ist Kluba auf der Suche nach 350.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile und hofft auf die Investoren in der Höhle.

Keiner der Löwen biss an, denn den Preis fanden sie ziemlich dreist. Das Produkt überzeugte die Investoren überhaupt nicht.

  • deineStudienfinanzierung aus Berlin
  • Bastian Krautwald (22), David Meyer (30) und Alexander Barge (30) haben mit deineStudienfinanzierung die erste digitale Plattform geschaffen, die Studierende von der ersten Antragstellung bis hin zum letzten zurückgezahlten Euro bei der Finanzierung ihres Studiums unterstützt. Durch den einfachen, digitalen Prozess kann in weniger als 30 Minuten genau gesagt werden, welche Finanzierungsform ihnen in welcher Höhe zustehen würde und wie sie diese ganz einfach über die Plattform online beantragen können. Ist der Antrag erfolgreich, bezahlt der Studierende 29,90 Euro. Dieser muss bis Ende des Studiums jedes Jahr neu eingereicht werden. Alternativ steht auch das Abo-Modell, das bis zum Studienabschluss gilt, für 79,90 Euro zur Verfügung. Um ihr Produkt weiter zu optimieren, neue Services anzubieten und die Nummer Eins der Anlaufstellen für Studienfinanzierung zu werden, benötigen die drei Gründer 500.000 Euro und sind bereit, 12,5 Prozent an deineStudienfinanzieung abzugeben.

Alle News und Infos zur Höhle der Löwen finden Sie hier.

Hier bissen gleich zwei Löwen an: Frank Thelen fand die Idee spannend und bot 500.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. Georg Kofler bot den gleichen Betrag für 15 Prozent. Die Gründer wollten den Deal allerdings mit Frank Thelen machen, nur zu anderen Konditionen. Also wurde hart gefeilscht. Am Ende handelten sie den Investor auf einen Anteil von 17,5 Prozent herunter.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Top-Produkte aus „Die Höhle der Löwen“ 2019

(mja/zim/hebu/cka)
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