"Höhle der Löwen" 2019: Diese Produkte werden in Folge 11 präsentiert

Elfte Folge der „Höhle der Löwen“ : Investoren streiten sich um Schatten-Simulator und Super-Kakao

In der elften Folge von „Die Höhle der Löwen“ geht es um Einbruchschutz und gesunde Getränke – und um spezielle Damenunterwäsche. Wir stellen die Unternehmer und ihre Deals vor.

fairment aus Berlin

Um die positiven Wirkungen der sogenannten Fermentation geht es dem Gründer-Duo Leon Benedens (33) und Paul Seelhorst (34) aus Berlin. Sie wollen den „Löwen“ ihre Geschäftsidee am Beispiel des Kombucha, einem fermentiertem Tee, erklären. Diese Art von Tee entsteht, wenn gezuckerter Tee mit einem Kombucha-Pilz inkubiert. Durch den Prozess der Fermentation wird aus dem ursprünglichen Zuckertee mit Hilfe von nützlichen Bakterien und Hefen eine wertvolle Vitamin- und Nährstoffquelle.

Der Genuss soll unter anderem die Darmflora ins Gleichgewicht bringen, heißt es. Mit dem Set der Firma fairment soll sich jeder zuhause einen Kambucha-Tee selbst herstellen können, alle Utensilien sind im Lieferumfang enthalten. Mit einer Anleitung soll das Brauen leicht sein.

Vor vier Jahren haben Leon Benedens und Paul Seelhorst gegründet und vertreiben über ihren Onlineshop. Um die nächste Wachstumsstufe zu erreichen, benötigen die Berliner 950.000 Euro und bieten zehn Prozent der Firmenanteile an.

HomeShadows aus Wien

Dem Thema Einbruchschutz widmet sich der Gründer Gerd Wolfinger (50) aus Österreich. Er selbst war schon von einem Einbruch betroffen – geblieben ist bei ihm vor allem ein ungutes Gefühl. EU-weit soll es alle 23 Sekunden zu einem Einbruch kommen. Um es den Tätern schwer zu machen, hat Gerd Wolfinger mit HomeShadows ein Gerät entwickelt, das vor Einbrechern schützen soll. Mittels einer speziellen Technologie werden Schatten-Bewegungen im Raum simuliert, die den Eindruck erwecken sollen, dass jemand zu Hause ist. HomeShadows ist leicht bedienbar, Bewegungen werden zufällig berechnet und es erfolgt eine automatische Aktivierung bei Dämmerung. Mithilfe eines „Löwen“ möchten die Gründer ihr Produkt möglichst vielen Menschen weltweit verfügbar machen. Ihr Angebot: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

ooshi aus Berlin

Wenn es nach den Gründerinnen von ooshi geht, könnten Tampons und Binden schon bald der Vergangenheit angehören. Kristine Zeller (37) und Dr. Kati Ernst (37) haben Periodenunterwäsche konzipiert, bei der das Menstruationsblut von einem Membransystem aufgesaugt und am Auslaufen gehindert wird. Dank der ausgewählten technischen Materialien fühlt sich ooshi komplett trocken an, und Bakterien und Gerüche sollen in Schach gehalten werden. Die Unterwäsche soll sich weder in Optik noch in Pflege von normaler Damenunterwäsche unterscheiden. Mithilfe der "Löwen" wollen sie als erster Anbieter solcher Pantys in Deutschland den Markt für Damenhygiene revolutionieren und benötigen dafür 300.000 Euro für zehn Prozent der Unternehmensanteile.

Scansation aus München

Einen digitalen Shoppingbegleiter wollen die Gründer Andreas Klett (35) und Leo von Klenze (35) bei DHDL vorstellen. Mit ihrem Produkt Scansation soll das Shopping schneller und smarter möglich sein. Dabei handelt es sich um eine kostenfreie App, mit der beim Einkaufen alle Produkte selbst eingescannt und gespeichert werden können. Wenn der Einkauf beendet ist, fotografiert der Kunde seine Produkte im Einkaufswagen – und die App erstellt einen QR-Code, den das Kassenpersonal einlesen und abrechnen kann. Das zeitlich aufwendige Umpacken vom Einkaufswagen aufs Band und wieder zurück entfällt. Die App wird anonym genutzt, so dass der Supermarkt die Daten nicht persönlich zuordnen kann. Aber der Supermarkt weiß, dass der anonyme Käufer zum Beispiel immer gerne bestimmte Nudeln kauft. Mit dieser Information kann er passende Angebote auf das entsprechende Handy schicken. Um den Handel mit Scansation zu erobern, benötigen die Gründer Vertriebshilfe und 500.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Elimba aus Bornheim

Als Elias El Gharbaoui (23) während einer mehrmonatigen Südamerika-Reise zum ersten Mal an einer traditionellen Kakao-Zeremonie teilnahm, hat ihn das Thema nicht mehr losgelassen. Zurück in Deutschland und inspiriert durch die Inkas hat sich Elias an die Entwicklung seines eigenen Kakaos gemacht. Heraus kam Elimba, eine Kakao-Kugel, die aus der Edelkakaosorte Criollo hergestellt wird. Dabei werden ungeröstete ganze Kakaobohnen verwendet, denn so bleiben sämtliche Inhaltsstoffe erhalten. "Roher Kakao ist super gesund, enthält viele Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und gilt sogar als Superfood”, so Elias El Gharbaoui. Um sein Produkt deutschlandweit auf den Markt zu bringen, benötigt er 50.000 Euro und einen kompetenten Partner. Er bietet zehn Prozent der Firmenanteile.

Die neue Folge von „Die Höhle der Löwen“ wird diesen Dienstag, 12. November, um 20.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt.

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Diese Gründer stellen sich in Folge zehn vor:

ELIXR aus Freiburg im Breisgau

Das Ehepaar Jenny (36) und Philipp (35) Rathgeber ist schon seit einiger Zeit begeistert vom Ölziehen - einem neuen Detox-Trend. Dafür nimmt man einen Esslöffel Pflanzenöl, schwenkt es fünf bis zehn Minuten im Mund und spuckt es anschließend aus. „Ölziehen ist ein über Jahrtausende bewährtes Schönheitsritual aus dem Ayurveda und man sagt ihm die hervorragendsten Dinge nach“, sagt Jenny. Es soll etwa das Immunsystem stärken und Karies vorbeugen. Sonderlich toll schmeckt das nicht, deshalb haben die Beiden mit ELIXR eigene Öle auf den Markt gebracht. Sie planen bereits zwei weitere Seifen und naturreine ätherische Öle. Damit sie ihre Ziele erreichen, wollen Jenny und Philipp 75.000 Euro und bieten den Löwen 20 Prozent der Firmenanteile.

Judith Williams ist überzeugt und setzt sich gegen ihre Kollegen Dümmel und Maschmeyer durch. Sie bietet dem Paar 150.000 Euro für 25 Prozent.

binky box aus Leinfelden-Echterdingen

Als Vater von zwei Kindern weiß Sebastian Stahl (39): Wenn nachts das Kind schreit, hat oft der fehlende Schnuller Schuld. Also müssen die Eltern aufstehen, den Schnuller suchen und hoffen, dass das Kind wieder einschläft. Die binky box kann ohne Bohren am Bettchen angebracht werden und hat Platz für maximal fünf handelsübliche Schnuller. Durch den nachtleuchtenden Rahmen findet das Kind die richtige Stelle und kann sich nun bei Bedarf selbst einen Schnuller ziehen, der Nächste rückt automatisch nach. Aktuell vertreibt der Gründer das Produkt im Online-Shop. Um es flächendeckend zu vermarkten, will Sebastian Stahl 75.000 Euro und ist bereit, den „Löwen“ 17 Prozent seiner Firmenanteile zu überlassen.

Der Gründer geht leer aus - die „Löwen“ zweifeln, ob das Produkt auf dem Markt Chancen hat.

Keimster aus Leipzig

Michael Gebhardt (31) und Erik Renk (31) sind bereits seit der Schule befreundet und beide beschäftigt das Thema Ernährung. Ihre Idee: Ein Basismüsli mit gekeimten Getreidesorten. Denn im Gegensatz zu einem normalen ungekeimten Korn können die Nährstoffe leichter vom Körper aufgenommen und umgesetzt werden. Sie enthalten mehr Aminosäuren, Vitamine, Proteine und sekundäre Pflanzenstoffe. Ihr Sortiment besteht derzeit aus verschiedenen Mischungen und Einzelprodukten in zwei verschiedenen Größen. Um noch schneller wachsen zu können, wollen die Gründer 300.000 Euro und würden im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Ralf Dümmel investiert 300.000 Euro - bekommt dafür aber 30 Prozent der Firmenanteile.

no rats on board aus Wädenswil (Schweiz)

Die Geschwister Jaqueline (22) und Simon (20) Burkhardt stellen mit „no rats on board“ ein Rattenstopper für Boote, Yachten und Schiffe vor. Als gute Schwimmer und Kletterer gelangen die kleinen Nager über die Festmacherleinen an Bord. Dort können sie durch Anknabbern von Leitungen in kürzester Zeit großen Schaden anrichten. Mit der Erfindung ihres Vaters soll das nun nicht mehr passieren, denn durch das Anbringen der kreisförmigen Vorrichtung wird den Ratten der Weg über die Leinen versperrt. Zusätzlich bieten die Gründer den Rattenstopper in einer für Frachter geeigneten Größe an. Um den Bootsmarkt damit zu erobern, wollen die Geschwister ein Investment von 150.000 Euro und bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

Die Gründer sehen nur ein Nischenprodukt und lehnen ab.

DE CANA - Panela aus Frankfurt am Main

Anna Elisabeth Segovia (32) bringt den „Löwen“ ein süßes Geheimnis den kolumbianischen Anden mit: „Die Panela ist wohl der natürlichste und leckerste Zucker, den Deutschland je gesehen hat.” Die Geschäftsidee der Frankfurterin ist stark mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden. „Ich möchte die Bauern dabei unterstützen in Frieden zu leben und eine faire und vor allem legale Einkommensquelle zu generieren”, sagt die Gründerin. DE CANA - Panela wird aus Zuckerrohr gewonnen, der auf den gleichen Hochebenen Feld an Feld neben dem berühmten und mehrfach preisgekrönten kolumbianischen Kaffee wächst. Panela wird so hergestellt, so dass die Vitamine und Mineralien der Zuckerrohrpflanze dem Endprodukt erhalten bleiben. Um ihr Produkt DE CANA - Panela deutschlandweit bekannt zu machen, will Anna Elisabeth Segovia 200.000 Euro und würde dafür 25 Prozent ihrer Firmenanteile den „Löwen“.

Dagmar Wöhrl schlägt zu und gibt der Gründerin 200.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile.

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Diese Gründer stellen sich in Folge neun vor

Drive Dressy aus München

Die Brüder Laurenz und Leonhard Krieger möchten mit ihrem Start-up Drive Dressy Mode in das Auto bringen. Die Münchner haben einen Autositzbezug entwickelt, den sogenannten Fashion-Seat-Cover. Dieser lässt sich passgenau und leicht über den Originalsitz an- und abziehen. Eine integrierte Airbag-Naht gewährleistet, dass sich im Falle eines Unfalls der Airbag problemlos entfalten kann. Mit dem 3D-Konfigurator kann der Nutzer seine Bezüge individuell gestalten - ob ein ganzes Set oder auch nur für die Kopfstützen. Zukünftig soll es auch möglich sein, dass die Kunden ihre eigenen Designs hochladen können. Um den Markt erfolgreich zu erobern, sind die Brüder auf der Suche nach einem geeigneten Partner. Wird ein Löwe auf das Angebot 15 Prozent der Firmenanteile für 500.000 Euro einsteigen?

Der Abend endet für die Gründer ohne Deal.

Drillstamp aus Biberach

"Meine Erfindung ist so eine große Hilfe im Alltag, dass sie in keinem Haushalt fehlen sollte”, ist sich Alexander Jentzmyk sicher. Jeder, der schon mal ein Bild, Regal oder eine Lampe anbringen wollte, kennt das Problem mit dem umständlichen Markieren der Bohrlöcher. "Wenn es dann mal wieder nicht funktioniert hat, dann bohre ich ein weiteres Loch und die Wand sieht aus wie ein Schweizer Käse”, so der Erfinder. Mit Drillstamp soll damit jetzt Schluss sein. Das kleine Hilfsmittel wird in die Aufhängeöse eingeschoben, auf der gewünschten Höhe an der Wand positioniert und durch leichten Druck gegen die Wand erscheint die entsprechende Markierung. So soll punktgenaues Bohren einfach möglich sein. Wird ein "Löwe” 100.000 Euro in den Drillstamp investieren? Im Gegenzug bietet Alexander Jentzmyk 25 Prozent seiner Firmenanteile an.

Ralf Dümmel schlug zu – und stieg mit 100.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile ein.

Convercycle aus Frankfurt

Luftverschmutzung, Parkplatzmangel, Stau - es gibt viele Gründe, über Auto-Alternativen nachzudenken. Eine der beliebtesten Alternativen ist sicherlich das Fahrrad. Doch wie transportiert man größere Einkäufe oder andere Lasten? David Maurer-Laube, Robert Kratz und Hubertus Osterwind von Convercycle haben eine Lösung parat: Ihr Fahrrad hat einen Kofferraum. Das 2in1-Fahrradkonzept kombiniert ein Citybike mit einem Lastenfahrrad. Der Umbau des Convercycle ist mit einem Handgriff erledigt: das Citybike verwandelt sich mit einer Rotation des Rückrads nach außen in ein Lastenfahrrad und mit einer Drehung in die andere Richtung wieder zurück. Um die Produktion und den Vertrieb voranzutreiben, benötigen sie 500.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent der Firmenanteile.

Da wollte keiner der Löwen so recht ran – trotz Lob. Die Gründer gingen leer aus.

WeeDo aus Hamburg

Kinder lieben es auch im Winter, draußen zu spielen. Damit auch der Schneeanzug Spaß bringt, hat die gelernte Schneiderin Antje Risau die "WeeDo Funware"-Schneeanzüge entwickelt. Nicht nur ihre besonderen Designs heben sich von der Masse ab, sondern auch die vielen Features sind besonders. Zum Beispiel lassen sich dank des "Mitwachssystems” Ärmel und Beine in der Länge regulieren. Der Taillenzipper ermöglicht einen schnellen Toilettenstopp, ohne gleich den ganzen Schneeanzug ausziehen zu müssen. Die Handschuhe gehen nicht verloren, weil sie am Anzug befestigt sind. Die verstellbaren Kapuzen können auch über dem Helm getragen werden. Außerdem schützen die Schneeanzüge die Kinder beim Fallen, weil sie an Ellenbogen, Knien und Po durch extra Polster geschützt sind. Um die "WeeDo"-Welt noch weiter auszubauen, benötigt die Designerin Antje Risau ein Investment von 100.000 Euro und würde dafür 20 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Gehen die "Löwen” auf den Deal ein?

Georg Kofler bot 100.000 Euro für 30 Prozent der Anteile.

PLANTBREAK aus Heinsberg

Seinen großen Traum, Fußball-Profi zu werden, musste Max Rongen nach einer Verletzung an den Nagel hängen. Seine neue Leidenschaft hat er im Fitness- und Ernährungsbereich gefunden und hat neben der Schule zwei Ausbildungen absolviert: Er ist Fitnesstrainer und Ernährungsberater. Die Suche nach einem gesunden Fitness-Riegel blieb erfolglos und so erfand Max kurzerhand PLANTBREAK. Seine Backmischungen für die veganen, kalorienarmen Fitness-Riegel sollen ganz ohne Süßungsmittel und Zusatzstoffe auskommen. Mit 16 Jahren hat Max Rongen das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Ralf Rongen gegründet. PLANTBREAK ist auf ihn angemeldet. „Wenn ich volljährig bin, wird das Unternehmen auf meinen Namen überschrieben und dann bin ich der alleinige Eigentümer”, so Max Rongen. Doch vorher wagt er sich mit gerade einmal 17 Jahren zusammen mit seinem Vater in die "Höhle der Löwen”. Das Vater-Sohn Gespann ist auf der Suche nach einem erfahrenen Partner für den großen Roll-Out. Wird der junge Gründer die geforderten 50.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile von den "Löwen” bekommen? "Ein Deal würde mich auf jeden Fall vom Schüler zum Unternehmer machen”, hofft Max Rongen.

Ralf Dümmel bot die 50.000 Euro - für 25 Prozent der Firmenanteile.

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Folge acht - die Produkte und die Deals

Wingbrush aus Köln

Der Zahnarzt Louis Bahlmann hat mit seinen Schulfreunden Burak Dönmezer und Marc Schmitz eine besondere Interdentalbürste erfunden. Sie soll besonders gut die Zahnzwischenräume erreichen. „Einfach am Zahnzwischenraum ansetzen, zusammendrücken, fertig – einfacher und schneller war es noch nie“, sagt Burak Dönmezer. Es ist bereits die zweite und neuste Produktentwicklung der Gründer. Sie haben auch eine Zahnseide entwickelt, die bei Kontakt mit dem Zahn aufquillt, dadurch verbessert sich die Reinigungsleistung. Während die Interdentalbürste bereits erhältlich ist, steht der Markteintritt für die Zahnseide noch bevor. Bahlmann und seine Kollegen wollen 400.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile – und hoffen, dass die Löwen „zubeißen“.

Ralf Dümmel investiert in die Interdental-Zahnbürste Wingbrush.

Gafferwand aus Prislich