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Friedensangebot ausgeschlagen: Heidenreich bricht mit Reich-Ranicki

Friedensangebot ausgeschlagen : Heidenreich bricht mit Reich-Ranicki

Hamburg (RPO). Die Beziehung zwischen Kritikerin Elke Heidenreich und Marcel Reich-Ranicki ist nicht mehr zu retten. Heidenreich hat ein Friedensangebot des Literaturkritikers abgelehnt und mit Reich-Ranicki gebrochen.

"Es ist einfach ein Kapitel zu Ende. Dass er mir in den Rücken gefallen ist, fand ich nicht gut. Ich bin bleibend böse", sagte die Moderatorin in der ARD-Talksendung "Beckmann", die am Montagabend ausgestrahlt wurde.

Der Literaturkritiker habe ihrer Ansicht nach "einfach kein Talent zur Freundschaft". Dieses Manko nehme sie ihm nicht übel, denn "nachdem, was er alles erlebt hat in seinem Leben, ist es wohl schwer, Menschen zu vertrauen und nah an sich ran zu lassen. Ich glaube, dass kann er nicht".

Bis zum Deutschen Fernsehpreis 2008 waren Heidenreich und Reich-Ranicki befreundet, danach kam es zum öffentlich ausgetragenen Konflikt. Sie habe ihn "früher geschätzt" und "Respekt vor seinem Lebenswerk", künftig wolle sie aber "mit ihm nichts mehr zu tun haben", sagte Heidenreich in der Sendung. Auch wenn sie heute "nicht mehr gekränkt" sei, wäre es "ein Verrat zu viel" gewesen: "Zum Beispiel das blöde Gerücht, ich sei beleidigt gewesen, weil ich die Laudatio nicht hätte halten dürfen".

Vor zwei Wochen hatte Reich-Ranicki seiner früheren Freundin ein Friedensangebot gemacht - ebenfalls bei "Beckmann". "Ich bin jederzeit zur Versöhnung bereit", hatte der Literaturpapst damals gesagt.

(DDP)