Ehemaliger „Hart aber fair“-Moderator Warum Frank Plasberg mit seinem Nachfolger abrechnet

Düsseldorf · Frank Plasberg zeigt sich enttäuscht vom neuen „Hart aber fair“-Moderator Louis Klamroth. Er habe 66 Jahre alt werden müssen, „um einen vordergründig so freundlichen Menschen mit einer solchen Vorgehensweise kennenzulernen“. Was hinter Plasbergs Frust steckt.

Moderator Plasberg: „Für mich persönlich ist der Abgang wunderbar gelungen, für die Firma leider nicht“

Moderator Plasberg: „Für mich persönlich ist der Abgang wunderbar gelungen, für die Firma leider nicht“

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Der ehemalige „Hart aber fair“-Moderator Frank Plasberg hat sich enttäuscht über seinen Talk-Nachfolger Louis Klamroth geäußert. Seit seinem Abschied von der Sendung habe er kaum Kontakt zu Klamroth gehabt, teilte Plasberg in einem Interview mit dem Branchendienst DWDL.de mit. „Ich musste 66 Jahre alt werden, um einen vordergründig so freundlichen Menschen mit einer solchen Vorgehensweise kennenzulernen“, sagte der Journalist in dem Gespräch.

Louis Klamroth: Moderator bei "Hart aber fair" - Porträt
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Das ist Louis Klamroth

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Foto: ZDF/ZDF/Axel Martens

Dem Interview war der Bruch zwischen Louis Klamroth und der bisherigen „Hart aber fair“-Produktionsfirma „Ansager & Schnipselmann“ vorausgegangen. Geschäftsführer des Düsseldorfer Unternehmens sind Jürgen Schulte und Frank Plasberg. Auch nach Plasbergs Abschied als Moderator der Talkshow blieb die Produktionsfirma für die Sendung verantwortlich. Doch damit wird nun Schluss sein: Am nächsten Montag, 11. Dezember, wird „Ansager & Schnipselmann“ die ARD-Talkshow zum letzten Mal produzieren. Ab 2024 übernimmt die Produktionsfirma „Florida Factual“, deren Mitgesellschafter Klamroth ist.

Wie groß Plasbergs Enttäuschung über den neuen Moderator ist, wird an gleich mehreren Stellen in dem Interview deutlich. „Wir hatten zuvor lange nach einem Nachfolger gesucht – und Louis Klamroth war vor allem unsere Wahl“, sagte Plasberg. Er habe sich geschworen, seinem Nachfolger nichts nachzurufen. „Das hat bisher auch sehr gut geklappt, obwohl mir das immer schwerer fällt“, so der 66-Jährige weiter. Er kommt schließlich zu dem Schluss, dass der Abgang für ihn persönlich wunderbar gelungen sei – „für die Firma leider nicht“.

An dem Produzentenwechsel selbst sei laut Plasberg nichts auszusetzen – es sei klar, dass Verträge endlich seien, sagte er. „Das wussten wir, das wussten die Mitarbeiter. Das ist völlig fair. Ärgerlich ist die Art und Weise“, so Plasberg. Denn: Dass Klamroth die Zusammenarbeit nicht fortsetzen wolle, habe er seinerzeit nur dem WDR und nicht „Ansager & Schnipselmann“ mitgeteilt.

Das ist Frank Plasberg: Alle Infos zum TV-Journalisten und Moderator
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Das ist Frank Plasberg

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Foto: dpa/Horst Galuschka

Schon im November hatte „Ansager & Schnipselmann“-Geschäftsführer Schulte im Gespräch mit unserer Redaktion durchblicken lassen, dass ihn der Verlust des Produktionsauftrags schmerzt. Schulte sagte: „Am 11. Dezember wird für unser Team, das „Hart aber fair“ knapp 23 Jahre auf Sendung gebracht hat, eine Ära zu Ende gehen. Da bricht etwas auseinander. Das wird sicher kein leichter Tag.“

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