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GZSZ-Special auf RTL: Diese Fakten zu GZSZ müssen Sie wissen

Todesfälle, Affären, Komparsen : 30 Jahre GZSZ - 30 Fakten zur RTL-Erfolgsserie

Seit 30 Jahren flimmert „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ bei RTL über den Fernsehbildschirm. Wir haben 30 spannende Fakten zur Serie zusammengesucht. Wussten Sie zum Beispiel, wie viel Make-Up verbraucht wird?

  1. Intro: Das Lied der Serie ist ein Ohrwurm: „Ich seh in dein Herz“ wird im aktuellen Vorspann von der Band Glasperlenspiel gesungen.
  2. Drehort: Obwohl die Serie in Berlin spielt, finden die Dreharbeiten an einem anderen Ort statt. Ziemlich in der Nähe der Bundeshauptstadt: In Potsdam. Genauer gesagt in den Filmstudios Babelsberg. Dort gibt es seit einigen Jahren auch ein Außenset mit 13 Häusern, sieben Laternen, diversen Straßenschildern, sechs Hauseingängen (mit Anschluss ans Studioset) und vielen echten Bäumen. In den Studios entstehen die Aufnahmen zum Beispiel aus dem Jeremias-Krankenhaus, dem Mauerwerk oder den Wohnungen der Hauptdarsteller.
  3. Außendrehs: Bisher gab es weitaus mehr als 3000 Außendrehtage an 2000 Drehorten. Durchschnittlich sind dabei 40 Personen am Set. Der am weitesten entfernte Drehort bisher war Kapstadt. Ein ebenfalls aufwändiger Außendreh war in einem ICE, der stundenlang mit der GZSZ-Crew um Berlin kurvte. Auch auf Mallorca und in Venedig wurde schon gedreht.
  4. Drehzeitpunkt: Die Folgen werden weit vor dem Ausstrahldatum im TV produziert. Nach Angaben von RTL-Sprecher Frank Pick gegenüber dem Express finden die Dreharbeiten sechs bis acht Wochen vorher statt: „Wir haben sechs bis acht Wochen Vorlauf“.
  5. Erster Satz: Der erste Satz der Serie aus dem Jahr 1992 stammt von Charakter Clemens Richter und lautet „Was ist denn?“
  6. Erste Folge: Ausgestrahlt wurde die erste Folge von GZSZ am 11. Mai 1992. Damals im Fokus der ersten Folge: Heiko Richter (gespielt von Andreas Elsholz). Seine Eltern Clemens und Vera Richter (Frank-Thomas Mende und Angela Neumann) haben den Urlaub vorzeitig abgebrochen, weil sie sich getrennt haben.
  7. Serienvorlage: Die Vorlage von GZSZ stammt aus Australien: Von 1977 bis 1981 lief die Seifenoper „The Restless Years“. Bis zur Folge 230 wurden auch die Drehbücher der Serie bei GZSZ adaptiert, seitdem gibt es eigene Drehbücher für die Serie.
  8. Mitsprachrecht: Die Schauspieler können beim Autorenteam Themenvorschläge machen - und eingreifen, wenn ihnen Szenen zu abstrus sind. Das komme aber kaum noch vor, wie Bahro erzählt. „Früher hat man die Rollen verbogen, um Geschichten zu machen. Heutzutage achten wir im Drehbuch darauf: Wird die Figur dabei verletzt? Ist das authentisch?“ Die realistische Rollenentwicklung ist für Ulrike Frank, die bei GZSZ seit 20 Jahren Katrin Flemming spielt, ein Grund für den Erfolg, wie sie dpa verrät: „Wir wollen alle gemeinsam glaubwürdige Geschichten erzählen.“ Die Serie sei immer „frisch und aktuell“ geblieben.
  9. Schauspiel-Cast: In 30 Jahren gab es viele wechselnde Gesichter bei GZSZ. Derzeit stehen rund 30 Hauptcharaktere in der Serie vor der Kamera.
  10. Komparsen: Im Monat werden am Empfang bis zu 450 Komparsen empfangen – alle kommen über Agenturen. Laut RTL-Angaben aus dem Jahr 2019 wirkten bis dahin rund 42.000 Komparsen in der Serie mit.
  11. Bösewichte: Da gibt es viele. Allen voran Jo Gerner (gespielt von Wolfgang Bahro), doch zu ihm gibt es noch einen eigenen Punkt. Bösewichte, die in der Serie für Aufsehen gesorgt haben, waren außerdem: Felix Lehmann, David Brenner, Frederic Riefflin, Laura Weber (jetzt auf der guten Seite), Brenda Schubert oder Kathrin Flemming.
  12. Lieblinge: Die Geschmäcker sind dort natürlich verschieden, aber Charaktere, die stets auf der „guten Seite“ stehen, gab es in 30 Jahren GZSZ en masse. Zum Beispiel: Max Krüger alias Tuner (Thomas Drechsel), John Bachmann (Felix von Jascheroff), Maren Seefeld (Eva-Mona Rodekirchen), Sandra Ergün (Maike von Bremen), Verena Koch (Susan Sideropoulos) oder Cora Hinze (Nina Bott), um nur einige Namen von Serien-Lieblingen zu nennen.
  13. Tiere: Auch tierisch ging es zur Sache bei GZSZ, in 30 Jahren spielten vier Hunde, ein Pferd, ein Pony und eine Maus mit.
  14. Jo Gerner: Über Hans-Joachim Jo Gerner streiten sich die GZSZ-Fans. Ist er eher Bösewicht oder Liebling? Fakt ist: Der Charakter, der von Wolfgang Bahro gespielt wird, ist aus der Serie nicht mehr wegzudenken. Seit Folge 185 im Jahr 1993 ist Bahro als Gerner zu sehen und hat heute so einiges mitgemacht. RTL kündigte nun für die Special-Folge an, dass es in der Jubiläumsfolge für Gerner einige „lebensgefährliche Situationen“ zu überstehen gilt. Ein Serientod wäre aber nicht nach Bahros Geschmack. „Ich würde mir beim Ausstieg wünschen, dass Gerner mit seiner Yacht in Richtung Sonnenuntergang fährt. Dann explodiert die Yacht. Alle denken, Gerner sei tot.“ Doch wie das so ist bei einem Seriencharakter, der sogar schon einmal lebendig begraben wurde und überlebt hat, wäre die Geschichte hier nicht zu Ende. „Dann sieht man aus dem Meer ein Periskop herauskommen und weiß, dass Gerner mit einem U-Boot die Flucht gelungen ist. Da denkt sich der Zuschauer dann: „Er hat es also wieder geschafft...“
  15. Tod: In 30 Jahren GZSZ gab es bisher 67 Todesfälle, die in der Serie mehr oder weniger behandelt wurden. Fans der älteren Folgen dürfte da zum Beispiel der Brand im „Daniels“ einfallen. Dort starb Charakter Sonja Wiebe bei einer Explosion. Infolgedessen starb auch Kai Scholl (Kai’s Corner). Besonders tragisch im Jahr 2011 war der Tod von Verena Koch (Susan Sideropoulos), sie wurde von Philip Höfer überfahren und hinterließ ihren Freund Leon Moreno und Sohn Oskar. Erst 2019 gab es den letzten Tod: Damals verlor Alexander Cöster (gespielt von Clemens Löhr) bei einem Verkehrsunfall sein Leben.
  16. Lob: Gab es 2008 von Kanzlerin Angela Merkel über die Serie. „Es ist wichtig, dass junge Menschen sich für junge Menschen einsetzen“, sagte Merkel damals, als in der Serie das Thema Drogenmissbrauch behandelt wurde. Auch die damalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, spielte in einer Folge sich selbst.
  17. Gast-Auftritte: Beim Gastauftritt von Gerhard Schröder gab es einen Zuschauer-Rekord. Am 22. Juni 1998 schauten 6,73 Millionen Menschen die 1500. Folge - das war damals Rekord! Im Rahmen dieser Episode hatte der damalige Ministerpräsident Niedersachsens und spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder einen Gastauftritt. Weitere prominente „GZSZ“-Gäste waren unter anderem Thomas Gottschalk, Hape Kerkeling und eine Band, die 1994 durch ihren Auftritt sogar einen Hype auslöste: die niederländische Boygroup „Caught in the Act“ („Love is Everywhere“). Aber auch die „Backstreet Boys“ zeigten sich in einer Folge GZSZ.
  18. Specials: Zur 1500. Folge kam Kanzler Gerhard Schröder, die 5000. Folge wurde gefeiert, die 6.666 auch. Zahlreiche Jubiläen, an denen sich auch meistens etwas Besonderes in der Serie ereignete. Zur 6666 wurde ein Special gedreht, zum Geburtstag 2018 ebenfalls ein 90-minütiger Film auf Mallorca. Insgesamt gab es in der Geschichte der Serie 20 besondere Jubiläen, die gefeiert wurden.
  19. Kostüme: Einem RTL-Sprecher zufolge stehen am Set in Potsdam insgesamt 25.800 Kostümteile zur Verfügung, darunter 480 Paar Schuhe, davon 400 Paar Damenschuhe.
  20. Maske: Auch in der Maske gibt es einen ordentlichen Verschleiß. Dort werden an den Drehtagen, die übrigens größtenteils zwischen 7 Uhr und 18.45 Uhr stattfinden, jährlich durchschnittlich 8000 Wattestäbchen und 23 Kilo Deckpuder verbraucht, 1 bis 2 Liter Kunstblut, 6 Liter Nagellack und 10 Liter Nagellackentferner.
  21. Bars/Restaurants: Sind immer wieder Drehorte und Ort der Begegnung in der Serie. Selbst Joe Gerner versuchte sich als Restaurantchef und betrieb den „Fasan“. Aktuell gibt es in der Serie das Vereinsheim, den Kiosk sowie das Mauerwerk als Örtlichkeiten.
  22. Sex: Wesentlicher Bestandteil der Serie. Alleine Jo Gerner kommt auf mindestens acht One-Night-Stands und Affären. Hier gibt es aber keinen Spoiler, was in der Jubiläumsfolge passieren wird.
  23. Schwangerschaften: 24 Schwangerschaften wurden in der Serie behandelt, einige endeten auch mit einer Fehlgeburt oder einer Abtreibung.
  24. Themenfelder: Die Serie spiegelt das gesellschaftliche Leben wider. Anfangen von Kaufsucht bei Sandra Ergün (Maike von Bremen), Magersucht bei Lilly Seefeld (Iris-Mareike Steen), der Alkoholsucht von Kathrin Flemming-Gerner (Ulrike Frank), Rassismus, Körperliebe, Mobbing, hat die Serie in den 30 Jahren viele Stränge behandelt, in denen auch die Schattenseiten des Lebens gezeigt wurden.
  25. Quoten: Die ersten Folgen von GZSZ waren ein Flop. Nicht mal 1.5 Millionen Zuschauer wollten die Serie sehen. Mittlerweile hat sich das geändert und GZSZ ist das Serien-Zugpferd im deutschen Fernsehen. 2003 und 2004 schalteten bis zu sechs Millionen Menschen ein. Die Folge vom 10. Mai 2022 lag bei 2,38 Millionen Zusehern. Die beste Einschaltquote der Seriengeschichte fuhr GZSZ am 24. Juni 2002 mit Folge 2500 ein, 7,14 Millionen sahen zu.
  26. Corona: Die Pandemie machte auch der Serie einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. In der ersten Hochzeit der Pandemie stellten die Macher die Produktion um, intime Szenen wurden gestrichen, der Abstand der Schauspieler vergrößert. Behandelt wurde das Thema Corona in der Serie hingegen nicht. Seit Januar 2021 darf in der Serie wieder geknutscht werden.
  27. Zuschauerandrang: Der Drang der Zuschauer, ihre Stars von GZSZ zu kontaktieren, ist riesig. Einmal veröffentlichte RTL, dass rund 200 Anrufe am Tag eingehen, in denen nach Charakteren aus der Serie verlangt wird. 20.000 Fanbriefe trafen im Jahr 2014 ein. Mittlerweile sind vermutlich auch die Anfragen über Social Media stark gestiegen.
  28. Playboy: In regelmäßigen Abständen sind die Schauspielerinnen von „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ auch im Magazin „Playboy“ zu sehen. Iris Mareike Stehen zierte erst kürzlich das Cover – zum zweiten Mal. Uta Kargel, Mariella Ahrens, Isabell Horn, Ulrike Frank, Franziska von der Heide, Simone Hanselmann und Tanja Wenzel, Ina Paule Klink, Anne Brendel waren auch allesamt nackt zu sehen.
  29. Musik: GZSZ-Stars sangen 1998 und 2003 die meistverkauften Hits des Jahres: Ende der 90er wurde „GZSZ“ zur gefeierten Jugendserie, die Schauspieler sammelten Bravo Ottos und wurden zu Teeniestars, die plötzlich sogar Lieder rausbrachten. „Mir war das fast peinlich, dass das so ein Schema wurde“, erinnert sich Bahro. Aber die Hits stürmten die Charts. Oliver Petszokat („Oli P.“) landete gleich zwei Nummer-1-Hits, seine Debüt-Single „Flugzeuge im Bauch“ war nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die am meisten verkaufte deutschsprachige Single 1998. Auch Jeanette Biedermann und Yvonne Catterfeld starteten durch „GZSZ“ als Sängerinnen durch. Catterfelds Nummer-1-Hit „Für dich“ war 2003 ebenfalls die meistverkaufte deutschsprachige Single des Jahres.
  30. Auswanderer: Kanada ist der Sehnsuchtsort der Darsteller, die in der Serie auswandern. Allein sieben Charaktere zog es nach dorthin. Heute lebt der Sohn von John Bachmann fiktiv dort, deshalb reist Bachmann in der Serie ab und an nach Kanada.

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