Grill den Henssler: Steffen heiratet Helga und besiegt Boris Becker

"Grill den Henssler" mit Boris Becker : Henssler heiratet Zuschauerin Helga — für 20 Minuten

Es wäre auch fast ein bisschen unfair gewesen: Da Steffen Henssler in der aktuellen Folge seiner Kochshow gegen das Ehepaar Boris und Lilly Becker antreten musste, holte er sich Verstärkung aus dem Publikum. Die Zuschauerin redete zwar nicht viel, half dem Koch aber dennoch.

Die Aufregung war ihr deutlich anzusehen. So ein bisschen ging ihr Arm auch wieder runter, als Helga, die zusammen mit ihrem Mann im Publikum der Vox-Show "Grill den Henssler" saß, bemerkte, dass sie wirklich gleich zusammen mit dem Star-Koch einen seiner Gänge kochen würde — doch da hatte sich der 43-Jährige die Zuschauerin schon ausgeguckt.

Um nicht alleine gegen das Doppel Boris und Lilly Becker, Tennis-Legende und Model, anzutreten, holte sich Henssler für die Vorspeise Verstärkung aus dem Publikum im Kölner Studio. Einzige Bedingung: Sie müsse älter als 50 Jahre und verheiratet sein. Eine Zuschauerin überbot gleich noch eine andere Marke: Sie sei auch schon seit 50 Jahren verheiratet.

Moderatorin Ruth Moschner wollte im Ehepaar-Special, in dem auch die Schauspieler Andrea Sawatzki und Christian Berkel antraten, allerdings nur verheiratete Partner zusammen kochen lassen — weshalb sie das Duo wenige Sekunden nach dem ersten Kennenlernen gleich verheiratete. Mit einem Bund Karotten als Brautstrauß-Ersatz in der rechten Hand willigte Helga in die Ehe auf Zeit (für die Vorspeise gab es ein Limit von 20 Minuten) ein.

Zwar gab sich die Zuschauerin ob ihrer Aufregung wortkarg, bereicherte die Sendung dennoch — zumal ihr an der Seite Hensslers ein Sieg gegen die Beckers gelang. Die suchten sich als Vorspeise Grünen Borschtsch aus, und während Henssler seine Assistentin zur Freude des Publikums bestimmt rumkommandierte ("Gib Gas!", "Nicht einschlafen!"), schnibbelte sie Kartoffeln und Kräuter.

Gemeinsam gelang dem Paar in einer für Henssler fast perfekten Sendung (er gewann alle drei Spiele und verlor nur bei der Nachspeise gegen Sawatzki) ein 18:16-Sieg. Die Juroren Heinz Horrmann (Gastro-Kritiker), Natalie Lumpp (Sommelière) Reiner Calmund (Genießer) bewerten jeden Gang, wissen allerdings nicht, wer die Speise auf dem Teller vor ihnen gekocht hat. Zudem gibt es zwischen den Gängen Spiele, die im weitesten Sinne mit Essen zu tun haben.

Am Ende setzte sich der Profi mit 91:74 durch. Als Hauptgang kochte Berkel Steinbutt mit Spinat und Zwiebelsauce, als Dessert gab es von Sawatzki Mandeltörtchen, Himbeeren, Mango und Zitronen-Crème-fraîche, die die Jury mit 21:20 von 30 möglichen Punkten für die Schauspielerin bewertete.

Damit blieb der Henssler auch in der dritten Show der sechsten Staffel unbesiegt. Zuvor hatte er bereits gegen Tom Beck, Eva Mona Rodekirchen und Erdogan Atalay sowie Menderes Bagci, Helena Fürst und Sophia Wollersheim gewonnen.

In nun 38 Sendungen seit 2013 gewann der Hamburger 31 Duelle mit den Promis, zwei Shows endeten Unentschieden, fünf gingen an die Promis. Seine erste Niederlage kassierte Henssler gegen das Team um Moderatorin Sonya Kraus, "Let's Dance"-Juror Joachim Llambi und Schauspieler Axel Stein. Anschließend besiegte auch das Team um Schauspielerin Janine Kunze, Reality-TV-Star Detlef Steves und Model Jana Ina Zarrella den Henssler, ebenso beim Muttertags-Special der vierten Staffel Panagiota und Evdokia Petridou, Detlef und Nicole Steves sowie Lilli und Dana Schweiger.

Auch das Staffel-Finale gegen Moderatorin Annett Möller, Musikerin Sabrina Setlur und die ehemalige First Lady Bettina Wulff verlor Henssler. Seine bisher letzte Pleite kassierte er im Finale der fünften Staffel, als Moderator Marco Schreyl, Komikerin Hella von Sinnen und Schauspielerin Jana Pallaske mehr Punkte holten als der Star-Koch.

"Grill den Henssler" wird seit dem 29. September 2013 auf Vox ausgestrahlt, ab der dritten Staffel ersetzte Natalie Lumpp in der Jury Enie van de Meiklokjes. Henssler tritt immer gegen mindestens drei Prominente an — sowohl die Gäste als auch der Star-Koch bekommen für ihre Siege Geld, das sie für den guten Zweck spenden.

(spol)
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