GNTM 2018: Catwalk mit Glatze und Dusch-Shooting auf fahrendem Anhänger

"Germany's Next Topmodel": Mit Glatze auf den Laufsteg

Die Woche hält für die Nachwuchsmodels einiges bereit: Am Anfang steht ein freizügiges Shooting, danach geht es zu einem der wichtigsten Castings von "Germany's Next Topmodel". Und am Ende werden die beiden Models gekürt, die mit Heidi Klum zur Amfar-Gala nach New York fahren dürfen.

Diese Woche hat für die Nachwuchsmodels einiges bereitgehalten: Am Anfang stand ein freizügiges Shooting. Und am Ende wurden die beiden Models gekürt, die mit Heidi Klum zur Amfar-Gala nach New York fahren dürfen.

Beim Shooting geht es wieder mal recht unbekleidet zu. Im Bikini räkeln sich die Nachwuchsmodels unter einer kalten Dusche, die auf einem Anhänger montiert über den Hollywood Boulevard im Zentrum von Los Angeles gefahren wird. Ein ähnliches Shooting gab es im vergangenen Jahr, danach landeten pikante Fotos in deutschen Boulevardmedien. "Man muss lernen, damit umzugehen", sagt Heidi Klum lakonisch.

Einige können das schon ziemlich gut. Sally, Jennifer und Trixi begeistern Fotograf Christian Anwander und Klum mit ihrem Selbstbewusstsein. Toni ist hingegen zurückhaltend, Zoes Posen kommen nicht gut an - trotz Klums klugem Ratschlag: "Jetzt dusch mal wie ein Topmodel!" Fotograf Anwander wird deutlich: "Wenn ich mit dir ein ganzes Katalogshooting machen müsste, könnte ich mir auch gleich die Kugel geben."

Klaudia dagegen kann trotz anfänglicher Skepsis ("Das ist eine Dusche, die von oben kommt, ich bin aber mehr so ein Seiten-Duscher") überzeugen. Und Pia ist zwar schwer erkältet - und das ist "nicht so gut", weiß Jennifer - zieht das Shooting aber trotzdem durch. Dafür gibt es naturgemäß Applaus und einen spitzen Kommentar von Sara: "Wenn Pia krank ist, dann braucht sie auch sehr viel Aufmerksamkeit."

Außerdem steht das berühmt-berüchtigte Casting für einen Damenrasierer an. Und das ist natürlich wie immer sehr nah dran am echten Leben: Die Models sollen sich als YouTube-Star im Badezimmer präsentieren. Der Job ist wichtig: Das Model, das diesen Job bekommt, ist nach GNTM-Regeln eigentlich sicher im Finale.

Entsprechend bissig geht es beim Casting zu. Zoe und Christina streiten sich um eine Bürste mit Massagefunktion, die in ihrem Video eine besondere Rolle spielen soll. Julianna weiß das einzuordnen: "Es kommt auf die Performance an, nicht auf die Bürste." Die Videos sind teilweise selbst für Fremdscham-erprobte Zuschauer schwer zu ertragen.

In schwarzen Badeanzügen sitzen die Models auf oder in der Badewanne und preisen Quietscheentchen, Badekappen und Schwämme an. Dass die Beine dabei eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten, vergessen die meisten. Am Ende gewinnt Christina, die im Spot dann Folgendes verkünden darf: "Deutschland wird stoppelfrei." Glückwunsch!

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Eine schmerzhafte Lektion

In Los Angeles wartet indes ein echter Schocker. Julia Bauer, Chefredakteurin des Promiportals bunte.de, hat sich die Profile der Models in den sozialen Medien angeschaut und die peinlichsten Fotos zu Collagen zusammengebastelt. Heidi Klum, die selbst in ihren Profilen nicht gerade zurückhaltend ist, hat dabei natürlich nur das Beste im Sinn: "Die Mädels sollten vorsichtiger mit ihrer Privatsphäre umgehen." Tja, sie wird sich wohl an Aristoteles orientiert haben, der den weisen Satz gesagt haben soll: Lernen tut weh.

Anschließend gibt es noch Einzelinterviews. Klaudia zeigt sich dabei selbstbewusst, steht zu ihrem Dessous-Foto und überzeugt Bauer, ebenso Trixi und Pia. Jennifer hingegen ist zu langweilig, Zoe zu trotzig. Und Sally erzählt von einem Cybermobbing-Fall: Sie hat ein Oben-Ohne-Foto an einen Freund geschickt, dem sie vertraute. Doch der stellte es ins Internet - und wie wir wissen: "Das Internet vergisst nicht."

Doch es wird noch schlimmer. Anstatt damit sensibel umzugehen, kündigt die Chefredakteurin am Ende an: "Ich werde drei Geschichten veröffentlichen, und deine ist dabei." Außerdem werden Zoes und Klaudias Profile auf dem Portal ausgewalzt. Zoes Familie reagiert im Telefongespräch dankenswerterweise ziemlich gelassen: "Lass dich nicht narrisch machen."

Als wäre das alles nicht aufregend genug, steht auch noch eine Entscheidung an. Dazu bekommen die Models Glatzenperücken und überdimensionierte Kleider angezogen. Sara erinnert entfernt an einen Staubwischer, Pia an ein flauschiges Küken. Bei der Entscheidung geht es dann wenig überraschend zu: Zoe aus Team Thomas schafft es nicht in die Top 9, der Rest ist weiter. "Es ist ein Job, man muss liefern können", kommentiert Heidi Klum.

Besonders können sich aber Toni und Klaudia freuen: Sie fliegen direkt nach der Entscheidung mit Heidi Klum nach New York, um die Amfar-Gala zugunsten der Aids-Hilfe zu besuchen. Auch das ist ein Hinweis aufs Finale: Mindestens eines der Gala-Gastmodels war in den vergangenen Staffeln dann auch unter den Top 3. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das auch in diesem Jahr so ist.

(kess)
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