Game of Thrones: Kritik der ersten Folge der fünften Staffel

"Game of Thrones": "The Wars to Come" : Behutsamer Auftakt der neuen Staffel

Endlich: Die fünfte Staffel der Erfolgsserie "Game of Thrones" ist im deutschen Pay-TV gestartet. Die erste Folge "The Wars To Come" ließ es allerdings ruhig angehen.

  • Worum geht es in der Folge?

Liest sich wie eine einfache Frage, ist bei "Game of Thrones" aber immer eine Mammutaufgabe. Natürlich durfte der Handlungsstrang rund um die trauernden Lannisters nicht vernachlässigt werden. Familienoberhaupt Tywin wurde umgebracht, natürlich sinnt Tochter Cersei auf Rache. Um auch ihren Bruder und Liebhaber Jaime davon zu überzeugen, versucht sie ihm die Schuld an Tywins Tod zu geben.

"Königsmörder" Tyrion Lannister befindet sich derweil nicht in besserer Verfassung. Nach seiner Flucht ertränkt er seinen Kummer in Alkohol, Verbündeter Lord Varys versucht ihn wieder aufzubauen. Auch Daenerys Targaryen hat Probleme: Es gibt Widerstand in der von ihr besetzten Stadt, sie verliert an Respekt. Und zu guter Letzt: Bei Jon Snow (im Deutschen "Schnee") an der "Mauer" ist mehr oder minder Alltag eingekehrt. Die Wildlinge wurden mithilfe eines weiteren potentiellen Königs, in diesem Fall Stannis Baratheon, besiegt. Nun will eben dieser Snows Hilfe: Er soll den Anführer der Wildlinge, Mance Rayder (im Deutschen Manke Rayder), überzeugen, sie im Kampf gegen den herrschenden König zu unterstützen. Ansonsten droht der Tod für Rayder...

  1. Was war besonders spannend?

Spannend war vor allen Dingen die Wiederkehr der altbekannten Figuren aus dem "Game of Thrones"-Universum. Oder um es anders auszudrücken: Es war eine typische erste Folge einer TV-Staffel. Viele Themen wurden einfach nochmal aufgefrischt, einige Aha-Effekte dürfte die Episode also trotz mangelnder Neuigkeiten zu bieten haben — außer man hat sich zur Vorbereitung akribisch durch die vorherigen vier Staffeln gearbeitet.

  1. Wurde der Plot zumindest ein wenig weitergeführt?

Ja. Dabei stand vor allen Dingen Daenerys Targaryen, also die Drachenkönigin, im Fokus. Die junge Anführerin hat ihre beiden "Haustiere" nämlich nicht mehr im Griff.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten für sie: Lord Varys überzeugt Tyrion davon, Daenerys zu besuchen. Der geschasste Lannister soll sie mit seiner politischen Expertise auf den Thron führen — so der Plan. Es scheint also, dass die Khaleesi nun endlich mit den restlichen Figuren zusammengeführt werden soll.

  1. Konnte die Episode überzeugen?

Überzeugen konnte sie schon, fesseln aber nicht. Es gab viele Erklärungen, wenig Fortschritt. Dies liegt aber in der Natur der Sache: Die Serie erzählt von so vielen komplexen Figuren, dass eine gewisse Epik in der Erzählweise — besonders am Anfang einer Staffel — unmöglich zu vermeiden ist.

Hier geht es zu allen Infos und Fakten der fünften Staffel.

Wer die fünfte Staffel "Game of Thrones" zeitnah schauen möchte, kommt an einem "Sky"-Abo nicht vorbei. Der Pay-TV-Sender zeigt die Folgen kurz nach Erstausstrahlung auf "SkyGo". Die erste Folge wurde in der Nacht zum 13. April online gestellt.

Hier geht es zur Infostrecke: Alle Infos zu den Episoden der fünften Staffel

(cfk)
Mehr von RP ONLINE