Kolumne: Wissensshow: "Galileo" aus Nordkorea

Kolumne: Wissensshow : "Galileo" aus Nordkorea

Nordkorea gilt als der isolierteste Staat der Welt. "galileo"-Moderator Stefan Gödde (38) reiste für zwei Wochen in die Diktatur von Kim Jong Un. Seine Reportage "Das geheime Land - Leben in Nordkorea" läuft an diesem Sonntag. Er habe bei den Dreharbeiten zu diesem Spezial "groteske Szenen" erlebt. "Zufällig im Park tanzende Menschen entpuppten sich als Schauspieler und Opernsänger, die extra für unsere Kameras eine regelrechte Operette inszenierten", sagte Gödde.

Ein fünfköpfiges Filmteam um Gödde war im August in den diktatorischen Staat gereist. Die Behörden hätten ihnen drei "Aufpasser" zur Seite gestellt, die die Auswahl der Drehorte und Gesprächspartner kontrollierten. "Dass die Hotelzimmer von Journalisten verwanzt werden, gilt unter ausländischen Beobachtern als ausgemacht. Und so mussten wir häufig Codewörter verwenden, wenn wir innerhalb unseres Teams über bestimmte Dinge sprechen wollten", erklärte Gödde. Die für ihn spannendste Frage sei gewesen, ob die Menschen wirklich dem Führerkult erlegen seien. "Mein Eindruck ist: Ja! Die Propaganda-Maschinerie in Nordkorea funktioniert perfekt. Die Bevölkerung lebt wie unter einer Käseglocke, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dieses Phänomen mit eigenen Augen zu sehen, war faszinierend, aber natürlich auch sehr bedrückend."

"Galileo"-Spezial, ProSieben, So. 19.05 Uhr

(RP)