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Von Lady Gaga bis Beyoncé: Frauen regieren die Musikszene

Von Lady Gaga bis Beyoncé : Frauen regieren die Musikszene

Düsseldorf (RPO). Sie wissen, was sie wollen. Und sie scheinen es auch zu bekommen. Eine junge Generation an Sängerinnen mischt die kommerziell erfolgreiche Musikszene auf - als Hauptdarsteller statt schmückendem Beiwerk. Rihanna, Lady Gaga oder Beth Ditto sind individuelle Gesamtkunstwerke und haben die Männer in Sachen Innovation längst überholt.

Als diese Frau die Musikwelt erschütterte, polarisierte sie sofort: Lady Gaga trug mehr als schräge Kostüme, die man zwischen Erotik, Kunst und Nonsens kaum einordnen konnte. Ihren Durchbruch hatte sie mit "Paparazzi". Anfangs wurde sie oft belächelt, ihre Musik noch heute nicht jedermanns Geschmack. Unstrittig ist jedoch ihr Erfolg: Inzwischen ist Lady Gaga die erfolgreichste Künstlerin der Gegenwart. Ihre Videos sind im Internet mehr als eine Milliarde Mal angeklickt worden. Einsamer Rekord. Innerhalb von zwei Jahren schaffte sie es im Juli auf Platz sieben der Forbes-Liste der Spitzenverdiener in der Branche - vor Madonna.

Rihanna als Powerfrau in Latex

Rihanna hat einen Wandel hinter sich, der sie zur starken Solo-Künstlerin machte: Sie fing als Popsternchen ohne herausstechende Eigenschaften an. Da half es auch nicht, eines ihrer Alben mit "Good Girl Gone Bad" zu betiteln.

Doch dann kam Chris Brown, es folgten Schlagzeilen über die Prügel, die Rihanna von ihm bezogen hat. Die Sängerin reifte und zerbrach nicht daran. Mit "Rated R" folgte ein Album, auf dem sich Rihanna mit den Erlebnissen um ihren Ex-Freund auseinandersetzte. Sie wählte für das Video ein heißes, aber auch starkes Latex- und Leder-Outfit: "I may be dumb, but I'm not stupid in love", singt sie.

Vorreiterinnen: Madonna und Minogue

Bei Kylie Minogue brauchte es fast ein Jahrzehnt, um aus der niedlichen Popsängerin der 80er-Jahre die große Diva des Glamour-Pop zu machen. Die 42-Jährige ließ sich auch von ihrer Krebs-Erkrankung nicht zurückwerfen, sie bewies Power und innere Größe. Die Australierin lieferte einem Hit nach dem nächsten.

Genauso wie Kylie Minoque könnte man Madonna als eine der Übermütter der neuen Sängerinnen-Riege bezeichnen. Sie hat vorgemacht, wie man sich etablieren kann. Wenn man dort angekommen ist, wo die unangefochtene Queen-Mom des Pop steht, kratzen Adoptionen in Afrika und jugendliche Lover nur noch wenig am Image. Und es dürfte ihr auch egal sein.

Hätte sich Beth Ditto immer nach der Meinung der Masse gerichtet, würde die imposante Sängerin der Band "Gossip" heute wohl niemand kennen. Sie schert sich ebenfalls nicht um vermeintliche Erfolsgarantien der Showbranche. Die übergewichtige Emanze punktet mit Charisma und Stimme. Die Zeiten, in denen Sängerinnen dem allgemeinen Schönheitsideal entsprechen müssen, sind vorbei.

Und die Frauen der Musikszene dürfen rotzig-frech sein. So wie Katy Perry oder Lilly Allen. Auch die Deutsche Lena Meyer-Landrut, unsere Gewinnerin des Eurovision Song Contest, passt in die Schublade der erfolgreichen jungen Frauen mit erfrischendem Eigensinn. Das ist die wichtigste Vorraussetzung dafür, mit breiten Schultern die Musikszene zu erobern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die neue starke Frauenriege im Musikgeschäft