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Neue Vox-Serie "Chicago Fire": Feuerwehrmänner zwischen Flammen- und Gefühlshöllen

Neue Vox-Serie "Chicago Fire" : Feuerwehrmänner zwischen Flammen- und Gefühlshöllen

Wenn sie ausrücken, geht es um Leben und Tod: Die Helden des Chicago Fire Departments 51 riskieren täglich alles, um das Leben der anderen zu retten. Zuschauer können den nervenzerreißenden Alltag der Feuerwehrmänner - darunter US-Schauspieler Jesse Spencer - in der neuen Serie "Chicago Fire" verfolgen.

Es ist ein winziger Augenblick, der den Routineeinsatz zum Inferno macht. Die Tür eines brennenden Wohnhauses klappt zu. Der Luftzug reißt ab. Plötzlich steht Andy Darden, der größte Spaßmacher seines Löschzuges, inmitten eines Feuerballs und verbrennt. "Chicago Fire" beginnt mit einer Tragödie, die sofort klarmacht: Hier geht es nicht um verrußte Helden, die alles unter Kontrolle haben. Hier geht es um Todesgefahr. Tag für Tag. Von Montag (20.15 Uhr) an ist die NBC-Serie auf Vox zu sehen - sie läuft erstmals im deutschen Free-TV.

Man muss zweimal hinsehen, um Hauptdarsteller Jesse Spencer zu erkennen. In der Erfolgsserie "Dr. House" war er Dr. Robert Chase, der blond gelockte Schönling im Diagnostiker-Team des schrulligen Helden. In "Chicago Fire" ist er Lieutenant Matthew "Matt" Casey - mit raspelkurzen Haaren, Hundeblick und muskelbepacktem Oberkörper.

Als Chef des Löschzugs gerät Casey immer wieder mit dem Leiter der Personenrettung, Kelly Severide (Taylor Kinney, laut Klatschmeldungen der "Neue" von Sängerin Lady Gaga), aneinander. Er gibt Severide die Schuld am tödlichen Unfall des Kollegen. In der Feuerwache liegen die Nerven blank. Und dann zieht noch mehr Ärger auf: Eine Sanitäterin rammt einem Kind eigenmächtig eine Spritze ins Herz, um es zu retten.

Auch private Probleme machen der Truppe zu schaffen. Gerade hat Casey seine Verlobung gelöst. "Ich würde Dich morgen heiraten, wenn ich wüsste, dass wir die gleichen Pläne haben", wirft er ihr vor. Sie will keine Kinder: "Ich bin Assistenzärztin. Ich kann keine Familie gründen." Fast alle auf der Wache haben heftige Nöte im Alltag zu bewältigen - vom versteigerten Eigenheim bis zur Medikamentensucht.

Eingestürzte Rohbaudecken, schwere Verkehrsunfälle, Kugeln im Kopf und immer wieder Flammen: "Chicago Fire" zeigt die volle Bandbreite des Feuerwehralltags in Chicago. Zwischen den rauchvergifteten, zerschmetterten und angekokelten Menschen, die es zu retten gilt, bleibt noch Zeit für ein bisschen Komik. Einmal will ein Mieter den Brandort nicht verlassen.

Seine Herdplatte hat das Feuer ausgelöst. Er hat Angst, auf die Straße gesetzt zu werden. Rotzfrech reden die Retter der Vermieterin ein, ihre Mikrowelle sei schuld gewesen: "Ihr Haus wäre beinahe abgebrannt, wenn dieser Mann nicht die Feuerwehr gerufen hätte. Er ist ein Held." Und sein Kollege schwindelt Ehrerbietung: "Sir, ich möchte Ihnen danken. Ich bin noch keinem begegnet, der so tapfer ist." Das sitzt. Der Mann darf bleiben.

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Eine klasse Kameraführung und schöne Regieeinfälle wie Ratten, die aus einem brennenden Haus fliehen, tragen zum Charme von "Chicago Fire" weit mehr bei als das Dauerfeuer an Action und der Plot, den man aus Polizei- und Arztserien kennt. In den USA geht die Serie bereits in die dritte Staffel und gewinnt noch immer Zuschauer dazu.

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(dpa)