Emmy Awards 2015: Die 10 Hingucker – "Game of Thrones" mit Rekord

"Game of Thrones" stellt Rekord auf: Die zehn Hingucker der Emmys

Der auf die Bühne krabbelnde Jon Hamm, die ob ihres Sieges mutig appellierende Viola Davis oder der den Zettel mit dem Namen des Gewinners essende Jimmy Kimmel – die Emmy-Verleihung hatte auch in ihrer 67. Auflage einige Bilder parat, an die man sich auch in einigen Jahren noch erinnern wird.

Sieben Staffeln lang spielte Jon Hamm in "Mad Men" den Werbefachmann Don Draper, sieben Jahre lang wurde er jedes Mal für seine Rolle für einen Emmy nominiert, doch sieben Abendveranstaltungen lang ging er jedes Mal bei der Verleihung des wichtigsten Fernsehpreises der Welt leer aus. Doch als nun Schluss war mit der Serie und Jon Hamm ein letztes Mal nominiert wurde, deutete sich schon an, dass der 44-Jährige endlich seinen Emmy bekommen würde – und er bekam ihn. Statt wie all seine Vorgänger allerdings die Treppe hoch auf die Bühne zu Moderatorin Tina Fey zu nutzen, kletterte Hamm von seinem Platz aus auf die Bühne und krabbelte kurz, bis seine Laudatorin ihm aufhalf.

Viola Davis ist mit ihrer Auszeichnung ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher: Die Schauspielerin gewann als erste Dunkelhäutige überhaupt einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. Sie wurde für "How To Get Away With Murder" ausgezeichnet. Anschließend wies sie darauf hin, wie ungleich die Rollen auch im Jahr 2015 in den USA noch immer verteilt sind. "Das einzige, was farbige Frauen von allen anderen trennt, sind Gelegenheiten", sagte die 50-Jährige in ihrer Dankesrede. "Man kann keinen Emmy für Rollen gewinnen, die es einfach nicht gibt."

Für einen der unterhaltsamsten Momente sorgte Late-Night-Talker Jimmy Kimmel. Als er den Namen des Mannes verlesen sollte, der den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie erhalten sollte, dachte er laut darüber nach, was denn passieren würde, wenn er einfach einen anderen Sieger küren würde. Den Zettel mit dem Namen des Gewinners, den er aus einem Umschlag holte, knüllte er zusammen und kaute darauf herum, sodass vermeintlich keiner nachvollziehen könne, ob er die Wahrheit sagen würde. In Jeffrey Tambor verlas er vermutlich den richtigen Sieger. Der Schauspieler, der für die gleiche Rolle bereits mit einem Golden Globe geehrt wurde, bekam den Preis für die Serie "Transparent", in der er eine Transsexuelle spielt.

Auch andere Bilder werden von dieser Emmy-Verleihung in Erinnerung bleiben – etwa das von Schauspieler Tracy Morgan, der nach seinem schweren Auto-Unfall im vergangenen Jahr erstmals wieder auf der Emmy-Bühne stand, das von Peter Dinklage, wie er sich von Viola Davis für "Game of Thrones" seinen Emmy als bester Nebendarsteller abholte, oder das von Jon Stewart, der für seine "Daily Show" zwei Preise bekam, sich nach dem Ende der Sendung aber sichtlich darüber freut, dass er nun nicht mehr frisch rasiert auftreten muss.

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(spol)