Dschungelcamp: Rolf Scheider ist authentisch und robust

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" : Tschö Walter, hallo Ödnis!

Walter ist raus, und mit ihm der unterhaltsame Wahnsinn. Der Rest war maue Dschungelroutine. Sogar die Moderatoren wirkten ermattet und ungewohnt zahm. Über das nahe Ende ist wohl niemand böse. Aurelio Savina durfte schon vorzeitig ins Hotel.

Letzte Worte des verhinderten Königs

Der Mann ist immer für Überraschungen gut. Obwohl Walter Freiwalds Karriereplan B mit dem Rauswurf aus dem Dschungel vorerst ein jähes Ende fand, gab er sich ungewohnt rational. "Wahrscheinlich liegt es an mir am Ende, dass ich was falsch gemacht habe", sagt er und zieht an seiner Fluppe. "War 'ne schöne Erfahrung." So ganz aufgeben will er dann aber doch nicht. "Noch bin ich nicht vom Markt. Alle drei jungen Mädels haben auf mich gestanden. Die schönsten Momente waren, als ich Show machen konnte. Ich habe die Prüfungen gut gemacht, wenn nicht sehr gut." Da war er wieder, der Walter-Wahnsinn. Sara Kulka machte es nicht eben besser, als sie ihm im Hotel zur Begrüßung zuflötete, dass er "100 Jobangebote" habe. Der König hatte sowas aber schon geahnt. "Ich wurde nicht rausgewählt, ich habe nur zu wenige Anrufe bekommen. Ich bin der Dschungelkönig der Herzen. Ich bin ab sofort für alle Medien frei. Was ich zu bieten hab', muss raus an die Leute. Die lieben mich." To be continued.

Aurelio, der Symapthiensammler

Erst nur rumliegen, dann rumnöhlen und was von Magenkrämpfen quatschen, um schließlich freimütig zu erklären, das sei alles nur Taktik. Es war schon erschreckend genug, dass Aurelio (oder, um es mit King Walter zu sagen, Aurelius) nicht am Mittwoch schon rausflog. Am Donnerstag aber übertrieb er es endgültig. Er warte auf die "wichtige Prüfung", erklärte er geheimnisvoll, und wählte bewusst nicht sich selbst. Die wird er jetzt verpassen. Endlich schickten die Zuschauer den Bonsai-Macho zurück ins Hotel.

Sonja hat ja doch Gefühle

Ungewohnt zahm, ja fast schon mütterlich gab sich Moderatorin Sonja Zietlow bei Jörn Schlönvoigts Dschungelprüfung, bei der er über Planken balancieren und Sterne über einen Teich transportieren musste. Als er einen sicher geglaubten Stern fast verlor, schrie sie hysterisch "Oh nein!" Nach dem erfolgreichen Ende — fünf von fünf Sternen — lobte sie, dass das "richtig spannend" gewesen sei. Jörns Frage an Mutti Sonja war da nur folgerichtig: "Darf ich Mitterschlaf machen?" "Ja, darfst du!"

Gewinner des Tages

Rolfe Scheider kann sich inzwischen ernsthafte Hoffnungen auf die Krone machen. Er ist nicht ganz so farblos wie Jörn, kein bisschen so nervtötend wie Tanja und wirkt alles in allem authentisch und robust. Das gilt auch für Favoritin Maren. Beide sind klar auf Finalkurs.

Verlierer des Tages

Aurelius. Der C-Promi-Himmel stand ihm offen, aber auch dafür braucht es ein Mindestmaß an Entertainer-Qualitäten. Am besten er kümmert sich um seine heiß ersehnte Kampfhund-Farm.

Fazit

Auch beim treuesten Fan stellen sich allmählich Ermüdungserscheinungen ein. Mit Walter ging das letzte Bisschen Rock'n'Roll.

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Hier geht es zur Bilderstrecke: Dschungelcamp, Tag 14: Jörn Schlönvoigt braucht Sauerstoff