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Dschungelcamp: Larissa Marolt mit Einsatz, Pech, Angst und Spinnen

TV-Kritik zum Dschungelcamp 2014, Tag 3 : "Das ist wie in 'nem schlechten Horrorfilm irgendwie"

Am dritten Tag im Camp sorgt Larissa Marolt für Überraschungen. Sie schlägt sich bei der Dschungelprüfung wacker. Sie kann neuerdings über Hängebrücken laufen, ohne zu kreischen. Und ja, es geht noch irrer.

Meistens ist Privatfernsehen für den Zuschauer relativ einfach zu konsumieren. Der Sympathieträger ist sympathisch, der Böse ist ein ziemlich fieser Möpp, die Zicke irgendwie zickig und niemand fällt aus der Rolle.

Im Dschungelcamp ist auch das anders.

Denn neuerdings gibt es diese Larissa-Momente. Diese kleinen Szenen, zu denen man am liebsten nochmal zurückspulen möchte. War Larissa da wirklich gerade irgendwie sympathisch? Hatte man wirklich gerade so etwas wie Mitleid mit ihr? Aber dann beendet die Österreicherin die Verwirrung sofort mit einem dieser Sätze (oder Kreischlaute), die den Impuls auslösen, gleich runter zum Auto zu laufen und die Vignette von der Windschutzscheibe zu reißen, um sich selbst per Radikalamputation davor zu schützen, dieser Frau versehentlich einmal zu nahe zu kommen.

Das ist gut so, denn sonst fiele es wirklich schwer, mit Larissa nicht wenigstens ein kleines Bisschen Mitleid zu haben. Denn ihre Tapferkeit in der Dschungelprüfung wird nicht belohnt. Bei einer beherzten Kletterpartie an einer Felswand holt sich sich die 21-Jährige deutlich mehr blaue Flecken als Sterne. Und im Camp will ihr natürlich niemand glauben, dass sie sich diesmal wirklich Mühe gegeben und für die mageren vier Sterne tatsächlich gelitten hat.

Gewinner des Tages: Winfried Glatzeder beweist sein psychologisches Talent. Mit einfachsten Tricks (klassische Konditionierung mit Hilfe von Zigaretten) gelingt es ihm, Larissa zumindest sekundenweise zu besänftigen.

Verlierer des Tages: Corinna Drews möchte auch mal was sagen und lästert über ihren Ex-Mann Jürgen, der angeblich wenig Kontakt zum gemeinsamen Sohn hat. Die anderen Campbewohner sind entweder desinteressiert oder ungläubig. Der Wendler hat nämlich schonmal beobachtet, wie nett Jürgen Drews mit seinem Dackel umgeht.

Spruch des Tages: Mola Adebisi, selbsternannte Stimme der Vernunft im Camp, findet es nicht gut, dass der Wendler gegenüber Melanie über "doofe Ossis" gelästert haben soll. "Meine Meinung ist ganz klar, sowas darf man auf keinen Fall sagen", findet Mola. "Ich habe sehr, sehr gute Freunde in Halle an der Saale."

Trending Schimpfwort: #Pissbirne

Beste Actionszene: Larissa kämpft gegen Spinnen, die mit bloßem Auge beinahe zu erkennen sind. Erst versucht sie, sie mit einem Feuerhaken zu erschlagen, dann greift sie zu einer noch furchtbareren Waffe: dem Parfüm von Michael Wendler. Es heißt "DJ Love". "Das ist wie in 'nem schlechten Horrorfilm irgendwie", sagt Melanie.

Offene Fragen: Was machen eigentlich Marco Angelini (Sonja Zietlow: "War der von Anfang an im Camp?"), Tanja Schumann und das Geschlechtsteil von Winfried? Von allen Dreien sah man diesmal wenig.

Die besten Sprüche aller Staffeln gibt es hier zum Nachlesen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Eine Spinne treibt Larissa Marolt in den Wahnsinn

(jco)