Kandidatencheck Dem Dschungelcamp fehlen die A-Promis

Meinung | Düsseldorf · Am 13. Januar startet das Dschungelcamp bei RTL. Nicht dabei in diesem Jahr: Stars, die man wirklich kennt. Ist die Kultshow nur noch die Star-Resterampe?

Dschungelcamp Kandidaten - Diese Promis sind dabei - Bilder
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Dschungelcamp 2024 – das sind die Kandidaten

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Foto: dpa/Pascal Bünning

Kennen Sie den deutschen Designer Mike Meiré? In Fachkreisen ist er möglicherweise bekannt, viral ging er aber vor einigen Jahren im WDR, als er seine alte Schule besuchte und feststellte, es habe sich nichts verändert, alles sei so geblieben wie damals, als er die Schulbank drückte. Jedenfalls – um auf den Punkt zu kommen – prägte er einen Satz, der dieses Jahr gut zum Dschungelcamp und seinen Kandidatinnen und Kandidaten passt: „Wo ist der Merger?“. Übersetzt ins Neudeutsche hieße das etwa: „Und das soll alles sein?“

Der Merger wird bei den Teilnehmern in der neuen Staffel, die am 13. Januar bei RTL startet, jedenfalls nicht direkt ersichtlich. Wo sind die Topstars à la Brigitte Nielsen, Desiree Nick, Olivia Jones oder sogar dem Wendler, der damals noch kein Verschwörungstheoretiker war?

Diese Kandidatinnen und Kandidaten gehen in den Dschungel:

So weit, so gut – oder so weit, so schlecht?

Bis auf Semmelrogge, Cordalis, Effenberg und vielleicht auch Markus Mörl ist die wirkliche Promidichte beim nächsten Dschungelcamp – das wieder unter „Normal-Bedingungen“ in Murwillumbah in Australien gedreht wird – leider gering. Und das ist schade für das Format, so begibt es sich nämlich auf das Niveau der „Nachmacher-Shows“ wie „Promis unter Palmen“, „Kampf der Realtiystars“, „Die Alm“, „Die Burg“, „Promi Big Brother“ oder wie sie alle heißen. Bisher war eigentlich klar: Nur im Dschungel sind die echten Promis. Die Kandidatenwahl in diesem Jahr belegt, dass es nicht mehr so ist.

Aber: Braucht der Dschungel denn wirklich die Topstars, die die Zuschauer zusammentrommeln? Oder ist es vielleicht besser, wenn nur an einer Hand abzählbare Stars im Dschungel leben, und der Rest aus Otto-Normal-Leuten besteht, die vielleicht einige Hunderttausend Follower bei Instagram haben. Vielleicht ist es auch lustiger, sich an C-Promis wie Chris Töpperwien oder Bastian Yotta zu erfreuen.

Interessant dürfte auch der Moderatorenwechsel von Daniel Hartwich auf Jan Köppen sein. Köppen ist der Allrounder für RTL, moderiert Shows wie „Ninja Warrior Germany“, „Take me out“ oder „Das RTL-Turmspringen“. Keine Sorge: Sonja Zietlow, die nun ihren dritten Co-Moderator erlebt (vor Hartwich stand Dirk Bach bis zu seinem Tod vor der Kamera), ist natürlich dabei.

Was Mike Meiré zum Dschungel sagen würde? „Die werden jetzt 100 Jahre alt, nächstes Jahr. Ich kann mich doch daran nicht mehr erlabern. Es muss doch weitergehen.“

Es wird die 16. Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“.

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