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Dschungelcamp 2022: RTL wirft Kandidatin Janina Youssefian raus - das sagt die Ex-Kandidatin

Rassistische Entgleisung : RTL wirft Janina Youssefian aus dem Dschungelcamp - das sagt die Ex-Kandidatin

Der Dschungel ist um einen Skandal reicher. RTL hat „Teppichluder“ Janina Youssefian nach einer rassistischen Äußerung aus der Show genommen. Was genau passierte, schilderte der Sender am Montagabend. Auch Youssefian hat sich zu Wort gemeldet.

Im südafrikanischen Dschungelcamp hat es den ersten Rauswurf gegeben - vorzeitig. Wie RTL am Montagabend mitteilte, ist Janina Youseffian nicht mehr im Rennen. Sie hatte Konkurrentin Linda Nobat nach der Dschungelprüfung rassistisch beleidigt und muss nun die Heimreise antreten. RTL schritt sofort ein und nahm sie aus dem Rennen. Wie der Sender auf seinem Facebook-Kanal bekannt gab, wurde der Vertrag mit Youssefian umgehend gekündigt und sie soll zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ die Heimreise antreten.

Was war passiert? Wie in der Sendung am Montag bekannt wurde, waren Youssefian und Nobat nach ihrer Dschungelprüfung massiv in Streit geraten. Es schaukelte sich hoch, beide rutschten immer weiter unter die Gürtellinie, bis Youssefian Nobat an den Kopf warf: „Dann geh doch zurück in den Busch, wo du hingehörst“. RTL nahm die Äußerung in die Sendung auf und teilte den Rauswurf am Abend mit. Lina Nobat, die in den bereits ausgestrahlten Folgen immer wieder mit Youssefian aneinandergeraten war, sagte: „Das bestätigt das, was ich die ganze Zeit über sie gedacht habe.“ Und auch die anderen Camp-Teilnehmer hatten eine klare Meinung zu der rassistischen Entgleisung. „Das geht so nicht, so was bleibt heutzutage nicht mehr ohne Folgen“, sagte Jasmin Herren. Und Modezar Harald Glööckler war ebenfalls fassungslos: „Da denk ich mir, geht's noch? Unsäglich peinlich.“

Youssefian hatte zwar noch versucht, sich zu entschuldigen: „Es tut mir leid, wenn das rassistisch rüberkam. Das war nicht so gemeint.“ Aber Nobat hatte die Entschuldigung nicht angenommen. Dann folgten umgehend die Konsequenzen: Die 39-Jährige wurde von Mitarbeitern aus dem Camp herausbegleitet. „RTL duldet ein derartiges Verhalten nicht“, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Youssefian äußerte sich am frühen Dienstagmorgen auf ihrer Instagram-Plattform und bedauerte den Vorfall: „Ich möchte mich öffentlich für meine Äußerungen entschuldigen. Es tut mir aufrichtig leid, dass ich im Dschungelcamp so sprachlich entgleist bin. Mein Verhalten und meine Äußerung Linda gegenüber sind nicht zu entschuldigen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder im Leben eine zweite Chance verdient hat. Es gibt für mich kein schwarz-weiss“. Youssefian schrieb, dass sie den Rauswurf von RTL akzeptieren werde, legte aber offen, dass sie auch die Wortwahl von Kontrahentin Nobat nicht nachvollziehen konnte: „Auch wenn Rassismus nichts im Fernsehen zu suchen hat oder in unserer Gesellschaft gehören, genau so wenig Beleidigungen in so ein Format. Es wäre richtig gewesen uns beide rauszunehmen.“

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Es ist nicht der erste vorzeitige Rauswurf. Im Jahr 2008 wurde DJ Tomekk aus dem Rennen genommen, nachdem ein Video kurz vor Beginn des Dschungelcamps auftauchte, in dem er den Hitlergruß zeigte. Auch dort handelte der Sender umgehend und disqualifizierte den Musiker.

Nach dem Rauswurf von Youssefian und dem feststehenden Nicht-Wiedereinzug des an Corona-erkrankten Sängers Lukas Cordalis, sind noch zehn Stars im Rennen um den Titel des Dschungelkönigs oder der Dschungelkönigin.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So lief Tag vier im Dschungelcamp

(mja)