Dschungelcamp 2020 - wer ist raus? Anastasiya an Tag 12 ausgeschieden

Großer Streit im Dschungelcamp : „Ich stoße bei Elena auf Dynamit“

In der Dschungelprüfung an Tag 12 trennen Prince Damien und Claudia Fischabfälle, Altkleider mit Kakerlaken-Topping und Gammel-Obst.

Miese Brise an Tag 12. Das liegt nicht nur an Box-Opa Sven Ottke, dessen Ausdünstungen offenbar von Detox zeugen, wie Sonja Kirchberger analysiert. Es wird bemüht offensichtlich NICHT gelästert, aber ein Lüftchen weht durch den Dschungel. Riechen können sich zwar alle nicht mehr so wirklich. Nur Raúl macht auf ahnungslos und ist gleichzeitig die Schweiz, er enthält sich in wichtigen Angelegenheiten. „Hier ist irgendwas im Gange und ich versteh’s nicht“, sagt er. Aber Raúl versteht schon, dass da es da welche gibt, die sich nicht riechen können: „Auf der einen Seite: das Danni-Lager mit Claudia und Anastasiya und auf der anderen Seite das Sonja-Lager mit Elena und Markus“, erklärt er im Dschungeltelefon. Gut aufgepasst hat er da nicht. Tatsächlich ist Prince Damien der Anhang des dynamischen Duos. Eigentlich unverkennbar dank stets fröhlich wippender Stahlbraue. Und Markus ist der andere Silberrücken, zu erkennen an einer Frisur, wie ein überfahrenes Pelztier.

Team „War mal Frau von wem“ gegen „Team Sonja“: Der Rest befindet sich irgendwo dazwischen: Raúl, der sich auf keine der Seiten schlagen will, dann Trödel-Markus, der sich mehr und mehr zu dem einen Onkel mausert, der unpassend anzügliche Witze reißt und dennoch aus Pflichtgefühl auf jeden Kindergeburtstag eingeladen wird. Und Sven Ottke, der wohl mittlerweile ein wenig riecht, wie seine Mitcamper feststellen.

Doch gleich zu Beginn fangen die Strukturen an zu bröckeln. Teamleiterin Sonja wurde von den Zuschauern aussortiert. Alle bis auf Elena und Damien nehmen es mit gleichgültiger Gelassenheit. Und Sonja haucht auf ihren letzten Metern im Dschungel: „Elena wünsche ich es am allermeisten, weil sie die einzige authentische Person hier ist.“ Es klingt wie eine Drohung.

Während das Finale wie ein Silberstreif am Horizont so langsam aber sicher zu erahnen ist, erwacht der Kampfgeist der hinterbliebenen Dschungelcamper-Resterampe. Bei allen Hinterbliebenen? Nein, der Prince wähnt sich kurz in einer anderen Show. Gemeinsam mit Claudia trat er an, um die Dschungelprüfung zu meistern und kam schockverliebt wieder. Denn im „Würg-Stoffcenter“ machte nicht nur Dr. Bob seine Aufwartung, sondern auch noch zwei kernige australische Ranger. Zwar blieben die scheuen Annäherungsversuche ohne Wirkung („Are you single? I am single“), aber der erhöhte Puls trieb ihn zu Höchstleistungen. Am Ende stehen „Prinzi“ und „Claudi“ im Fischsaft vor vollen Mülltonnen und holen sechs von acht Sternen.

Und im Camp herrscht trotzdem dicke Luft. Elena befürchtet das Schlimmste, weil die Teilnehmer mittlerweile bereits gegen einige Regeln verstoßen haben. Sven, der das Gespräch mitbekommen hat, rät ihr, lieber nicht darüber zu reden, besser „Piano“, „Piano“ zu bleiben. Zack, die Stinkbombe geht hoch - und Elena befindet sich wieder im Krawallmodus. Dass da ein „beruhig dich doch mal“ nicht deeskalierend wirkt, sollte Sven eigentlich mittlerweile wissen. Ihr könne man nichts sagen. „Ich stoße bei Elena auf Dynamit“, resümiert er unfreiwillig folgerichtig.

Einen kurzen Augenblick der Harmonie beschert die Beute der Schatzsucher Elena, Danni und Markus: Schokocreme und Brot. Dafür holt ein Brief die zuckergeschockten Camper wieder auf den Boden des dreckigen Lagers: Die Bestrafung für diverse Regelverstöße ist da (unter anderem hatte Elena Tonis Concealer eingetütet). Alle müssen ihre Luxusgegenstände abgeben. Für eine Person ist die Trennung jedoch nur kurz: AnastaSIYA Avilova muss das Camp verlassen.

Das ist okay, schließlich blieb das TV-Sternchen mit der Piepsstimme immer ein wenig Statist im „Game of Trash“, auch wenn wir gerne noch mehr Lifehacks wie „Ich bügele extra schlecht, damit mein Freund das macht“ gehört hätten.

++++21. Januar 2020++++

Rausgeworfene Sonja Kirchberger rechnet mit Konkurrenten im RTL-Dschungel ab

Über ihren Auszug staunten am Montagabend zahlreiche Zuschauer von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Wenige Stunden nach ihrem Rauswurf hat sich Schauspielerin Sonja Kirchberger zu Wort gemeldet und wie erwartet mit einigen Mitcampern knallhart abgerechnet. In einem Interview mit RTL sagte Kirchberger: „Es ist ein Camp der Scheinheiligkeit“. Natürlich wäre Kirchberger noch gerne im australischen Dschungel gewesen. Aber sie musste sich den Zuschauern beugen, diese wollten die „Venusfallen“-Schauspielerin nicht mehr sehen und wählten sie raus. Der Grund liegt für Kirchberger auf der Hand: „Ich konnte nicht anders, als dass ich sage, was ich fühle und denke. Und ja, das kam wahrscheinlich nicht so gut an. Und deswegen bin ich raus. Wenn wir uns schon alle wirklich […] hingeben, dann können wir vielleicht auch unsere Masken ablegen und sagen, was wir fühlen und denken, ohne dass es gleich ein Streit wird, sondern eine gesunde Auseinandersetzung. Aber das ist nicht so gut angekommen.“

Sie hofft nun, dass Elena Miras neue Dschungelkönigin wird. Denn sie sei am authentischsten von allen Campern. „Alles andere ist so scheinheilig“, sagte die Schauspielerin, deren Frust nach dem Auszug sichtbar tief sitzt. Dass sie Witwe Danni Büchner für ihr Verhalten kritisiert hat, war für Klartext-Kirchberger ein logischer Schritt: „Ich habe Danni kritisiert – das bereue ich nicht.“

++++21. Januar 2020++++

Tag 11 im Dschungel: Campen oder Nichtcampen – das ist hier die Frage

Vor dem Start des RTL-Dschungelcamps war die Erregung groß: Darf man eine Promi-Unterhaltungsshow von dem Ort senden, an dem grade die schlimmsten Feuer seit Jahren wüten? Ist das Dschungelcamp in Zeiten von verbrannten Kängurus und Koalas, vernichteten Wäldern und zerstörten Häusern noch zeitgemäß? Ohne diese Frage beantworten zu wollen, steht hingegen fest: Das Dschungelcamp bei RTL ist auf Sendung – seit mittlerweile elf Tagen. Und spätestens dieser elfte Tag lässt die Frage aus einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen: Ist Australien überhaupt noch der richtige Ort für das Dschungelcamp?

Symptomatisch dafür steht die Schatzsuche, auf die Sonja Kirchberger, Danni Büchner und Markus Reinecke gehen. „Das wird ein Chaos“, sagt Sonja, weil sie befürchtet, dass die drei Kandidaten nicht miteinander harmonieren. Damit liegt sie falsch. Aber nur, weil diesem Chaos ein anderes Chaos in die Quere kommt: die Natur, der Klimawandel oder wie auch immer man es nennen will, was diese zwei TV-Wochen in Australien bisher abgebildet haben. Es fängt an zu regnen und es donnert. Laut. Ein Ranger im Tarn-Outfit tritt vor die Kameras und bringt die drei Promis zurück ins Camp. Dort müssen sie und die anderen Kandidaten in den Dschungeltelefonen Schutz suchen. Schon wieder.

Bereits am Wochenende regnete es so stark, dass die Brücken und das gesamte Camp überflutet und die Promis in die Dschungeltelefone evakuiert wurden. Vorher das genaue Gegenteil: Das traditionelle Camp-Lagerfeuer fiel aus, weil es im australischen Busch zu trocken war. So macht das doch keinem Spaß! Weder den Promis, aber noch viel wichtiger: auch nicht den Zuschauern. Ständig hocken die Kandidaten zusammengepfercht im Dschungeltelefon rum. Langweilig. Alle verkriechen sich in ihren Klamotten und versuchen das letzte Fitzelchen Stoff, das noch nicht klamm ist, zu erfühlen. Langweilig. Bei der Nachtwache einen Gasherd bewachen. Langweilig.

Das ungewohnte Klima in Australien ist für das Dschungelcamp längst kein unterhaltendes Element mehr, sondern ein störendes. Buschbrände, sintflutartige Unwetter, Sandstürme im Landesinneren, Golfballgroße Hagelkörner in der Hauptstadt. Da steht die Frage im Raum, ob das Sende-Format in Australien überhaupt noch Sinn macht. „To camp or not to camp“ sozusagen – um wenigstens einmal ein Zitat aus Hamlet in einem Text über das RTL-Dschungelcamp unterzubringen. Wenn auch in leicht abgewandelter Form.

Wie wäre es also damit, Australien einfach mal Australien sein lassen und das Dschungelcamp kurzerhand nach Deutschland zu verlegen? Wald gibt es hier auch und so kalt ist es im Januar inzwischen gar nicht mehr. Es gibt weniger Brände und Überschwemmungen, und für die Dschungelprüfungen könnten Kellerasseln statt Mehlwürmern und Frühstücksbuffet-Wespen statt Feuerameisen herhalten. Zugegeben: Krokodile, Schlangen, giftige Spinnen und andere so richtig gefährliche Tiere sucht man in der heimischen Flora und Fauna vergebens. Aber Avocados findet man da auch nicht. Und so lange der Deutsche die noch bequem im Supermarkt kaufen kann, sollte der Import doch auch in den anderen Fällen kein Problem sein. Außerdem: So ein Umzug in die Heimat würde Flug- und Produktionskosten sparen. Geld, das RTL vielleicht an anderer Stelle schlau einsetzen könnte. So lange es nicht noch eine weitere, neue Abwandlung von „Der Bachelor“ ist.

Aber zurück in die australische Realität. Da werfen Sonja und Markus Mit-Schatzsucherin Danni vor, sie schlachte ihre Geschichte als trauernde Witwe in der Öffentlichkeit aus. Danni weist das empört von sich – sie habe davon im Camp doch nur ein einziges Mal erzählt. So ein Schwachsinn! Bei jeder Gelegenheit erwähnt die Büchner-Witwe ihren verstorbenen Mann „Malle Jens“. Klar ist ihr Schicksal traurig, das sehen auch Markus und Sonja so. Aber endlich sagt ihr mal jemand ins Gesicht, wie sehr sie mit ihren ständigen Wiederholungen die Nerven der Camper und Zuschauer strapaziert. „Ein großartiges Gefühl“, findet Sonja. Zurecht.

Da ist es schon fast ein bisschen schade, dass Sonja an Tag elf aus dem Camp fliegt. Sie sorgte gerade zuletzt mit ihrer direkten Art und der fehlenden Scheu vor Konfrontationen wenigstens für etwas Sprengstoff im Langweiler-Camp. Ebenfalls keine guten Nachrichten gibt’s aus der Dschungelprüfung. Da scheitern gleich vier Kandidaten (Markus, AnastaSIYA Avilova, Sven Ottke und Raul Richter) gemeinsam daran, sich gegenseitig Fischabfälle, Kuhurin und Co. zuzuwerfen. Zwei enttäuschende Sterne sind das Ergebnis.

Das Schlusswort hat heute Elena Miras. Das verdient sie sich mit ihrer Ankündigung, nicht länger über die Wendler-Bombe reden zu wollen. Nein, dabei geht es nicht um das kursierende Nacktfoto bei Twitter (An dieser Stelle ein Hinweis für alle, die es noch nicht gesehen haben: Lasst es). Doch das Erlöschen ihres bis dato größten Dauerbrenner-Thema stimmt Elena nachdenklich. Am Lagerfeuer sitzend, sagt sie: „Ich schwöre: In diesem Moment, wo ich Holz angucke wie es verbrennt, weiß ich: Mein Leben hat so keinen Sinn.“

++++18. Januar 2020++++

Tag 10 im Dschungelcamp: Sonja und Prince Damien - keine Baumeister

Tag zehn im Dschungel und schon vor der Liveübertragung müssen die RTL-Zuschauer einiges an Nerven beweisen, bei der „großen Dschungelparty“ stellen sich etliche ehemalige Dschungel-„Stars“ unterschiedlichen Prüfungen und Spielchen und nutzen so den letzten Strohhalm an Aufmerksamkeit, den RTL den ehemaligen Camp-Bewohnern anbietet.

Da ist die Schalte rüber nach Australien schon beinahe eine Wohltat. Am Lagerfeuer gehen den Campern allerdings bei der Halbzeit die Gesprächsthemen aus, so dass Danni einen Schwank aus der Jugend der anderen einfordert. Ein derart ernstes Thema, wie Anastasiya dann aber auspackt, wird sie nicht erwartet haben. Das Model gesteht: „Ich hatte von 16 bis 19 einen so schlimmen Freund, der hat mir so viele Komplexe gemacht. Er hat immer gesagt ich bin fett, hässlich und so. Ich habe mich dann sehr ausgehungert, weil ich mich immer so fett fühlte. Aber ich war ja nicht fetter als jetzt. Die Komplexe hatte ich dann noch sehr lange! Das war keine Liebe, das war Abhängigkeit. Das war Horror pur.“ Auch habe ihr Exfreund sie geschlagen, sagt sie. Da fehlen Danni und Sven die Worte. Doch Anastasiya kann inzwischen wieder lachen und blickt positiv in die Zukunft.

Doch auch in die nahe Zukunft? Denn in der muss sie, wenn die Zuschauer es wollen, noch ein paar Tage im australischen Dschungel ausharren. Und genau bei diesem Gedanken wird einer Mitcamperin Angst und Bange: Elena ringt mit sich, ob sie das Projekt nicht lieber beenden soll. „Mein Körper sagt mir, dass ich gehen will. Das ich nicht mehr kann. Ich bin erschöpft und ich bin müde. Ich versuche die Anderen zu motivieren, bin aber selbst nicht motiviert“, klagt sie im Dschungeltelefon. Unter ihren Mitbewohnern hat kaum jemand ein offenes Ohr für sie, nur Prince Damien hört ihr zu und macht ihr Mut. „Jetzt ist Zeit dich selber zu motivieren, nicht die anderen. Wenn nichts mehr geht: trotzdem weiter machen. Das ist wahre Stärke! Und du bist stark! Deine Tochter und dein Freund werden so stolz sein“, motiviert er.

Da haben zwei zueinander gefunden, denen zuvor eine Bezugsperson weggebrochen war. Denn sowohl Elena als auch Prince Damien verstanden sich gut mit Sängerin Toni, die das Camp verlassen musste.

Bei der Dschungelprüfung treten Sonja und der Prince zusammen an. Zunächst hochmotiviert. Sie werden in verschiedene Kammern gesperrt und der Mann muss ein Werkzeug suchen und weiterreichen, mit der die Frau schließlich die Sterne lösen kann. Die Freude ist jedoch schnell verflogen. Die größte Herausforderung waren weder die Schlangen, die Krokodile oder die Ameisen, sondern die Werkzeuge. Denn die beiden Hobby-Heimwerker beweisen, dass sie in der Vergangenheit wohl mehr Zeit im Nagelstudio als im gut sortierten Baumarkt verbracht haben. Während Sonja nicht weiß, welches Werkzeug sie genau benötigt, sucht sich Prince Damien zu Tode – und es verstreicht Minute um Minute. Ergebnislos werden einige Werkzeuge ausgetauscht, doch das richtige ist nicht dabei. Also neuer Versuch eine Kammer weiter. „Wie sieht es aus?“, fragt Damien und meint die Schraube. „Schlecht“, antwortet Sonja und meint wohl eher ihre Gefühlslage. Das beschreibt den Erfolg der Prüfung ziemlich gut. Mit Müh und Not löst Sonja in letzter Sekunde einen Stern. Immerhin. Doch für gute Stimmung im Camp sorgt das natürlich nicht, alle ärgern sich über das Ergebnis. Alle, bis auf Danni. „Jetzt sehen die anderen mal, dass das gar nicht so einfach ist“, grinst sie süffisant. Aber natürlich nicht vor den anderen.

Was fehlt nach so viel Aufregung noch? Ach ja, einer muss noch das Camp verlassen. Normalerweise. Die Moderatoren bauen Spannung auf, Raúl und Anastasiya bekommen ein „vielleicht“. Doch dann die große Überraschung: Keiner geht, weil Günther frühzeitig das Camp verlassen musste.

++++18. Januar 2020++++

Das passiert an Tag neun

Das ist Dschungel: Starkregen, der das Camp (und Teile der Camping-Mannschaft) überschwemmt. Gefährliche Spinnen. Känguru-Schwanz zum Abendbrot. Lagerfeuer. Es ist also nicht so, dass nichts los wäre. Nur bei den Campern nehmen Diskussionen an diesem Tag kaum Fahrt auf.

Aber immer der Reihe nach: Nachdem die Camper ihr von Elena Miras und Danni Büchner erspieltes Neun-Sterne-Dinner mit Gemüse, Litschis und Känguru-Schwanz (Raúl Richter: „Es schmeckt wie Rinderfilet“) genossen haben, wird die nächtliche Lagerstätte von einer Spinnen-Invasion heimgesucht. „Uah, das ist die Tödliche! Das ist auf jeden Fall so eine!“, ist sich DSDS-Sternchen Toni Trips beim Anblick der ersten Spinne sicher. Zweimal rücken danach Ranger an, um das Getier zu entfernen. Bei diesem handelt es sich übrigens laut den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich tatsächlich um die giftige Trichternetzspinne. „Ich setze mich nirgendwo mehr hin”, beschließt denn auch Raúl, der mit Toni Nachtwache gehalten hat.