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Dschungelcamp 2020: Schlagabtausch bei "Das große Wiedersehen"

Schlagabtausch beim „großen Wiedersehen“ : Danni Büchner rechtfertigt Teilnahme im Dschungelcamp mit Geldnöten

Der Dschungel ist vorbei, die Auseinandersetzungen gehen aber weiter. Beim großen Wiedersehen sind Elena Miras und Danni Büchner - mal wieder - aneinandergeraten.

Das Dschungelcamp 2020 ist Geschichte. Am Sonntag kamen die Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe zum großen Wiedersehen zusammen. Natürlich im Fokus: der König Prince. Aber natürlich wurde von den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich der Finger in die Wunde aller Streitigkeiten gelegt.

Als Elena Miras interviewt wurde, wollten die beiden Gastgeber ihr entlocken, was sie denn mit der vielfach angesprochenen Bombe meinte, die sie angeblich im Dschungel platzen lassen wollte. Miras hatte in einigen Folgen angedeutet, dass sie eine Neuigkeit in Sachen Michael Wendler, dessen Freundin Laura und Claudia Norberg ans Tageslicht bringen will. Doch beim Wiedersehen wollte Miras nichts davon wissen. Stattdessen rechnete sie mit TV-Witwe Danni Büchner ab und nannte noch nicht mal ihren Namen. „Zu der Person links von mir habe ich nichts mehr zu sagen“, meinte Miras, um dann doch etwas zu sagen. „Das einzige was ich sage: Jeder, der muss sich noch im Spiegel anschauen können. Ich hoffe, das kann sie auch.“

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Danni Büchner war während der 14 Tage Dschungelcamp mehr und mehr in die Kritik geraten, weil ihre Mitcamper ihr vorwarfen, sie würde den Tod ihres Mannes Jens kommerziell ausschlachten. Dazu bezog die Witwe Stellung. Danni: „Ich bin in einer Situation, in der ich für meine Familie arbeiten muss. Und natürlich muss man viel trauern. Aber mein Gespartes, das ich hatte, hat irgendwann nicht mehr ausgereicht. Und da nimmst du Sachen wahr, auch wenn du emotional gar nicht so stark bist und du das weißt. Aber du musst halt für deine Familie Geld verdienen.“

Und das habe sie mit der Gage für das Dschungelcamp gemacht.

++++26. Januar 2020++++

RTL veröffentlicht Voting-Ergebnisse

Am Ende war das Ergebnis eindeutig: Mit 80,62 Prozent der Stimmen wurde Prince Damien als 14. Dschungelkönig am Samstagabend bei RTL gekürt – Sven Ottke wurde mit 19,38 Prozent Zweiter.

Die drittplatzierte Auswanderer-Witwe Danni Büchner bekam in dem ersten Voting im Finale nur 11,77 Prozent aller Stimmen.

Im Halbfinale am Freitag erhielt zunächst Raúl Richter die wenigsten (12,10 %) Stimmen, danach Markus Reinecke (14,34%)

  • Fotos : Dschungelcamp 2020 – Tag 15: Stars bestehen den „Creek der Sterne“
  • Fotos von Tag 14 : Elena muss gehen, Danni und Damien holen null Sterne
  • Tag 13 im Dschungelcamp : Die Camper im Superheldenkostüm und eine vor Wut tobende Elena

Der erste rausgewählte Kandidat in der diesjährigen Staffel war „Bachelor in Paradise“-Teilnehmer Marco Cerullo. Für ihn riefen am 17. Januar nur 3,09 Prozent der Anrufer an, wie RTL mitteilte. Zwischenzeitlich vorn in der Gunst der Zuschauer lagen Danni Büchner (17. Januar mit 21,67 Prozent), Markus Reinecke (18. Januar mit 25,50 Prozen), Elena Miras (19.und 20. Januar mit 19,42 und 14,96 Prozent), Sven Ottke (22. Januar mit 18,77 Prozent) und Sieger Prince Damien (21. Januar mit 18,47 Prozent, 23. Januar mit 28,28 Prozent, am 24. Januar mit 34,26 Prozent und im Vorfinale am Samstag mit 71,47 Prozent). Interessant: Am 21. Januar wurde Elena Miras aus dem Camp gewählt, dabei lag sie an den vorangegangenen Tagen noch in der Gunst der Zuschauer vorne.

Als die Zuschauer noch über die Dschungelprüfungen abstimmen konnten, also in der ersten Dschungelwoche, riefen die meisten Zuschauer immer mal wieder abwechselnd für Danni Büchner und Elena Miras an. Vom 10. Bis 16. Januar wurde immer jeweils eine von ihnen in die Prüfung gewählt – oder eben auch zusammen. Das Frauen-Duo musste insgesamt fünfmal gemeinsam um die Sterne kämpfen – nie zuvor waren zwei Camper sooft zusammen in der Prüfung.

++++26. Januar 2020++++

Prince Damien gewinnt „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“

Der „Deutschland sucht den Superstar“-Sieger Prince Damien hat auch das RTL-Dschungelcamp gewonnen. Der 29-Jährige bekam am frühen Sonntagmorgen die meisten Zuschauerstimmen im Finale der Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Er kündigte an, 20 000 Euro von seinen 100 000 Euro Preisgeld für die Betroffenen der australischen Buschbrände zu spenden. „Ich möchte Australien was zurückgeben, ich weiß ja, wie die Situation hier ist“, sagte er unter Tränen, als er auf dem Dschungelthron Platz genommen hatte.

Ex-Boxer Sven Ottke (52) landete auf Platz zwei vor Auswanderer-Witwe Danni Büchner, die das Camp im Finale als erste verlassen musste. Der Zweitplatzierte gönnte dem Sänger den Sieg: „Ich freu mich wahnsinnig für Prince“, sagte Ottke. „Er war immer da, er war immer freundlich, er war echt 'ne Bombe. Ganz stark.“

Prince Damien tritt damit in die Fußstapfen von Dschungel-Majestäten wie Costa Cordalis, Brigitte Nielsen und Ingrid van Bergen. Im vergangenen Jahr hatte Reality-Sternchen Evelyn Burdecki die Show gewonnen.

Mit der Kür des neuen Dschungelkönigs geht die Erfolgsshow für dieses Jahr zu Ende. Zum Start hatte es eine große Ethik-Debatte darüber gegeben, ob es in Ordnung ist, eine Unterhaltungsshow im australischen Regenwald zu drehen, während große Teile des Landes in Flammen stehen. RTL hatte zu Beginn angekündigt, 100 000 Euro für die Betroffenen der Buschfeuer zu spenden. In der letzten Folge legte der Sender noch einmal 63 000 Euro drauf - zusätzlich zu Zuschauerspenden. Insgesamt kamen nach Senderangaben so knapp 300 000 Euro zusammen - plus Prince Damiens 20 000 Euro.

++++25. Januar 2020++++

Warum nur eine Frau im Dschungelfinale ist

Die „Danni-Show“, Diskussionen um Claudia Norberg und ihren Ex-Wendler, erstaunliche Enthüllungen über Elena und das Jugendamt und eine lästernde Venusfalle Sonja Kirchberger: In der diesjährigen Staffel des RTL-Dschungelcamps waren es vor allem die Frauen, die Schlagzeilen machten. Gut, Schauspieler Raúl Richter spielt Klavier - und hat aus Elenas Flasche getrunken. Aber sonst? Die Männer hatten im Kampf um Sendezeit im australischen Dschungel und Schlagzeilen in deutschen Medien keine Chance.

So verwundert es nicht, dass mit dem früheren „Bachelor in Paradise“-Kandidaten Marco Cerullo als erster Kandidat ein Mann aus der Show flog. Ex-Minister Günther Krause verschwand sogar schon an Tag eins aus gesundheitlichen Gründen. Auch der frühere Profiboxer Sven Ottke, Ex-„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Darsteller Raúl Richter und Antiquitätenhändler Markus Reinecke konnten sich erst mit der Zeit und bei schwindender Konkurrenz positionieren.

„Selten haben in einem Camp die Männer so eine geringe Rolle gespielt wie diesmal“, sagt auch die Medienwissenschaftlerin Joan K. Bleicher von der Uni Hamburg. Doch trotz allem steuert „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ auf einen männlich dominierten Showdown zu.

Denn nach dem überraschenden Aus der in unberechenbaren Abständen explodierenden Elena Miras wurde ihre Widersacherin, Auswanderer-Witwe Daniela („Kannst Du mich bitte Danni nennen?“) Büchner, die letzte Frau im Camp - ausgerechnet! War sie es doch, die 2020 so polarisierte wie niemand sonst in der Hängematte. Seit Freitagabend ist klar: Sie ist die einzige Frau unter den Top Drei und verhinderte das erste rein männliche Finale in der Geschichte der Show.

Aufmerksamkeit hatte sie zuhauf - aber auch die Sympathien? Die erste Woche bestimmte Büchner quasi im Alleingang. Als Witwe des ehemaligen Campers „Malle“-Jens Büchner sprach sie immer wieder über dessen Tod und ihren Umgang damit. So habe sie ihm am Sterbebett das Versprechen gegeben, im Dschungel mitzumachen.

Auf die Nerven ging sie Camp-Kollegen, den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sowie Zuschauern vor allem, weil sie unentwegt private Schicksalsschläge auflistete, jammerte, alles negativ sah und schlechte Stimmung verbreitete. Mit der Zeit baten sogar Hartwich und Zietlow das Publikum, ihnen Büchner in den Dschungelprüfungen zu ersparen - was wiederum deren Familie zu einem Aufschrei in der Boulevardpresse veranlasste.

Gleich zu Beginn hatten die Zuschauer Büchner zur würdigen Nachfolgerin von Dauer-Prüflingen wie Larissa Marolt, Gisele Oppermann und Georgina Fleur gekürt und wählten sie fortan Tag für Tag hinein in die Ekel-Prüfungen. Büchners Phobien gegen ungefähr alles, was im Dschungel kreucht und fleucht, befriedigten zuverlässig jeglichen Voyeurismus. Eine Prüfung brach sie sogar ab, bevor sie richtig angefangen hatte - Wasser auf die Mühlen derer, die immer wieder für sie anriefen. Die „Danni-Show“ war aus der Taufe gehoben.

Wie kann es nun sein, dass von den präsenten Damen im Camp nur noch eine einzige übrig geblieben ist und (ausgerechnet!) Büchner die Letzte war mit einer Chance auf ein bisschen Gender-Gerechtigkeit?

„Die Männer haben aus meiner Sicht deutlich weniger polarisiert als die Frauen. In den Dschungelprüfungen zeigten sie mehr Leistung“, sagt Medienexpertin Bleicher. „Insofern: The men take it all.“

Ein Blick in die Dschungel-Historie zeigt, dass die polarisierende Nervensäge - hieß sie nun Sarah Knappik, Larissa Marolt oder Hanka Rackwitz - es mit Ausnahme von Désirée Nick zwar weit, aber eigentlich nie auf den Thron schaffte. Sollte nach dieser weiblichsten aller Dschungel-Staffeln tatsächlich ein Mann die Lorbeeren einheimsen?

Boxer Ottke zum Beispiel, oder der sanfte Prince Damien, der es machen könnte wie Peer Kusmagk in der besten aller Dschungel-Staffeln von 2011. Damals ging Kusmagk als lachender, unparteiischer Dritter aus dem hoffnungslos in zwei Lager zerteilten Camp hervor. Für den Prince spricht in diesem Jahr nicht nur, dass er so nett ist. Er ist auch noch weise - stellte er doch kürzlich fest, dass „der Dschungel aus uns einfach kranke Wesen macht“.

Medienwissenschaftlerin Bleicher fällt es insgesamt schwer, Sympathie für einzelne Kandidaten aufzubringen. Ihre vernichtende Prognose: „Entweder scheinen sie psychologische Störungen zu haben, oder sie sind langweilig.“ Im vergangenen Jahr, so befindet sie, war es „deutlich unterhaltsamer“.

Auf die Quoten wirkt sich das bislang allerdings kaum aus. Die halten sich in dieser Staffel stabil bei einem Marktanteil zwischen 20 und 26 Prozent und etwa zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Zuschauern. Am stärksten war der Auftakt vor zwei Wochen mit mehr als sechs Millionen Zuschauern.

++++25. Januar 2020++++

Wir haben es geschafft, heute ist ENDLICH ist Finale. Für alle die noch nicht im Mittelteil aufgegeben haben, sondern brav weitergeschaut haben. Chapeau. Doch heute ist die Danni-Büchner-Show endgültig vorbei, und das Dschungelcamp auch. Niemand hat in dieser Staffel so polarisiert wie die Büchner-Witwe. Wenn nicht durch Tränen, dann durch Lästern und durch hochstilisierte Freude über Etappensiege, für die man bei Sportfesten eine labbrige Teilnahmeurkunde und einen feuchten Händedruck bekommen hat (Oh mein Gott, Platz 6!!!!! OH MEIN GOTT PLATZ 5!!!!!!!!)

Wer die Show nicht guckt und sich das hier nur durchliest, um am Montag im Büro mit reden zu können. Hier noch einmal die Ausgangssituation für Tag 15:

Malle-Jens-Witwe Danni Büchner, Ex-GZSZ-Charme-Boy Raúl Richter, Trödelgott Markus Reinecke, DSDS-Sieger Prince Damien und Boxweltmeister Sven Ottke sind die Halbfinalisten vom Dschungelcamp 2020. Elena Miras musste gehen, was das Verhältnis zu den Geschlechtern stark ins Ungleichgewicht bugsierte. Danni allein unter Männern.

Und nu? Erstmal Inventur: „Sind ja nur noch Jungs“, stellt Prince Damien fest. „Sorry, ich bin auch noch da“, sagt Danni. „Ja, das meint er ja“, kontert Markus. „Die sind hier die Stiere“, lästert Danni später im Interview. „Wow, so stark.“ Und Männlichkeit bleibt ein Thema.

So stellt Markus fest: „Geil bin ich hier überhaupt nicht.“ Und dass, obwohl er in der realen Welt, den einen oder anderen Popograpscher abbekommt. Sagt er zumindest. Statt heißer Stimmung kommt im Camp also nur die Reibung auf, die entsteht, wenn zwei aneinander geraten - oder wahlweise drei. Denn Markus und Sven haben die Schnauze voll von Danni Büchner. Für Sven ist der Ofen endgültig aus, als er erfährt, dass Danni über ihn und Markus im Interview über sie gelästert hat („Alphamänner“) und für Markus, als Danni ihn mütterlich darauf hinweist, doch bitte den Spüllappen mitzunehmen. Er reagiert pampig. Sie auch.

Beide erklären sich die in ihren Augen unpassende Reaktion mit dem Geschlecht des jeweils anderen: „Frauen sind so“, „Männer können das nicht ab“. Die Mario Barth-Fans unter den Dschungelcamp-Guckern können beruhigt einen Schluck aus ihrer Schultenbräu-Dose nehmen und sich nickend, den Schaum von der Oberlippe wischen.

Immerhin, in der Dschungelprüfung „Creek der Sterne“ müssen sie als Team antreten und holen alle fünf Sterne. Vielleicht, weil Prince Damien, Camper der guten Laune, vorher seinen „Love and Peace, Wir machen uns das Leben schön“-Glitzerstaub verbal auf die Häupter seiner mies gelaunten Kollegen hat rieseln lassen. Völlig unberührt von den Schwingungen, ist er bis dato der einzige Campteilnehmer, der noch kein einziges böses Wort über die anderen verloren hat.

Anders als Danni Büchner, die im Dunkeln besonders gerne munkelt. Bei der Nachtwache mit Raúl lenkt sie das Gespräch auf den schlafenden Prinzen. Unter dem Deckmäntelchen der Anteilnahme plaudert sie brühwarm aus, dass Damien mit 29 Jahren noch immer Jungfrau sei. „Kein Sex?!?“ So fies, wie unangenehm. Wie wird Prince Damien darauf wohl reagieren wird, wenn er sich die Show anschließend nochmal angucken wird?

Noch planen die fünf Hinterbliebenen fürs Finale: Prince Damien will einfach noch eine Nacht im Dschungel schlafen und noch eine Prüfung machen. Und die Krone? Ja, die auch. In dieser Reihenfolge. Markus hätte am liebsten eine Männerrunde für den letzten Tag. Doch sein Traum wird sich nicht erfüllen. Als erster Finalist steht Prince Damien fest, gefolgt von Danni („OH MEIN GOTT“) und Trommelwirbel: Sven. Raúl belegt Platz 5 und muss das Camp verlassen, genauso wie Markus auch. Während Danni und Prince begeistert kreischen, steht Sven Ottke etwas verloren da, während Raúl und Markus sich aufraffen, um zu gehen. Er sieht aus, als wäre er am liebsten mitgegangen.

++++24. Januar 2020++++

Was Elena Miras zum Rauswurf sagt

Sie hatte nicht damit gerechnet, viele Mitcamper nicht, auch für die Zuschauer kam der Rauswurf von Elena Miras an Tag 14 bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ irgendwie überraschend.

Die Krakelerin und Wutbombe nahm es auch nach dem Aus im Dschungelcamp nicht wirklich sportlich. Gegenüber RTL sagte sie: „Ich bin mega überrascht, dass ich gehen musste.“ Im Endeffekt sei es ihr egal. Schließlich „bin ich mir treu geblieben und die Zuschauer haben meine sentimentale Seite kennengelern“.

Jetzt ist sie erstmal froh, ihren Freund Mike Heiter und die gemeinsame Tochter zu sehen. Alles in allem sei Miras „stolz auf sich selbst“ wegen der Leistung im Camp. Das dürften vielleicht einige anders sehen. Man könnte ja mal Danni Büchner oder Sven Ottke fragen.

++++24. Januar 2020++++

Danni weint, Danni lästert

Was für den einen eine erfolgreiche Dschungelprüfung ist, bedeutet für alle anderen wieder kein Abendessen. Und auch andere Kandidaten versuchen sich nach knapp zwei Wochen Mangelernährung, stinkiger Mitbewohner und Camp-Koller, die Lage schön zu reden. Andere versuchen zu kitten, was bereits durch „Respektlosigkeit“ zerstört wurde. Außerdem kommen die Briefe für die verbliebenen Camper an. Gähn. Wie immer werden die Worte „Liebe“ „Stolz“ und „Bleib wie du bist“ inflationär oft gebraucht. Manche heulen, manche nicht und man erfährt, wie Sven Ottkes Kinder heißen - und vergisst es schnell wieder. Viel spannender sind da die Persönlichkeitsentwicklungen, die einige Kandidaten durchlaufen haben.

Danni weint, Danni lästert. Und neuerdings wählt sich Danni auch selbst in die Dschungelprüfung. Spoiler: Ihre Wahl war beschissen. Man sollte meinen, die Dschungelcamper seien mittlerweile ihren Reis und ihre Bohnen so satt, dass sie alles dafür tun würden, Sterne zu holen. Doch es stellt sich raus: Die Bohnendämpfe haben allen die Sinne vernebelt, sodass plötzlich „Miss Nullsterne“ herself beschwingt über die Hängebrücke schreitet, um die Prüfung anzutreten. Ja, sie hat sich selbst gewählt, aber irgendwer sonst muss es ja auch getan haben, oder? Im Camp wird gerätselt, wer da das Zünglein an der Waage war.

Dannis Erfolgshunger besteht nur so lange, bis sie erfährt, dass sie es mit Schlangen zu tun bekommt. Erwartbar, was dann passiert. Kreisch, kreisch, während die Minuten verrinnen und Prince Damien sich in einer Kiste mit Ratten die Käsefüße anknabbern lässt. Dannis geschriene Schlangenbeschwörung bleibt wirkungslos, die Schlangen wollen der Nerv-Büchner einfach nicht den Weg räumen und so vergehen sechs Minuten, ohne dass viel passiert. Zerknirscht entschuldigt sich Danni bei Moderatoren und Co-Prince für die null Sterne.

Was dann passiert, ist bemerkenswert. Auf dem Weg zum Camp vollzieht sich ein Wandel in Dannis Mind-Set. Es fängt an mit: „Das hätte auch jedem anderen passieren können“. Und im Camp angekommen, ist sie plötzlich stolz, auf das was sie da geschafft hat. Denn, so erklärt sie mit geschwellter Brust: „Ich habe nicht abgebrochen. Ich hab’ die beschimpft, die Schlangen.“ Also letztendlich alles supi. Old Bob’s Town - so der Name der Dschungelkulisse - wird der Büchner auf ewig als Triumph in Erinnerung bleiben. Und damit gehen wir alle wohl als Gewinner aus der Sache raus: Sich selbst ein klitzekleines bisschen Anflunkern, das funktioniert erstaunlich gut, weil man es irgendwann selber glaubt.

Neben diesem gelungenen Perspektivwechsel versucht noch jemand anders sich an einer neuen Sichtweise. Sven Ottke zeigt Schwäche und seine verletzliche Seite. Freund- und Feindschaften spielen im Dschungel gerne mal Bäumchen, wechsel’ dich. Doch eins bleibt in dieser Staffel gleich. Die schlechten Schwingungen zwischen Elena und Sven. Sie kann ihn nicht riechen und er kann sie nicht hören. Ein genervter Kommentar von Sven und fünfzehn verbale Kinnhaken von Elena, da hat selbst der Boxweltmeister keine Chance. Weil für Elena Miras alles „respektlos“ ist. Beispiel gefällig: Sven sagt „Mach dich vom Acker“, Elena kontert: „Mach du dich doch vom Acker.“ Streit. Ok, eine verfahrene Situation. Sven, sichtlich entnervt, klagt im Dschungeltelefon sein Leid. Mit solchen Gegnern hatte er es zu seinen Profi-Zeiten nie zu tun. Warum bekommt er keinen Treffer? „Sie ist schon sehr polarisierend“, sagt er altersmilde.

Und dann, vielleicht weil er es wirklich so meint, aber auch vielleicht, weil er einfach K.O ist und die Altersmilde ihn antreibt, entschuldigt er sich bei Elena (für was auch immer) „Das war nicht in Ordnung“, gibt er zu. „Kriegsbeil begraben?“ In diesem Moment fühlt es sich schon ein wenig so an, als hätte Sven Ottke sein Herz Elena Miras auf einem Silbertablett serviert. Und die haut einfach drauf: „Wir waren ja sowieso nie Freunde, deswegen ist ja auch egal.“ Autsch. Ein geschlagener Sven zieht zerknirscht von dannen. Also wieder was gelernt, Entschuldigungen sind aus Elenas Sicht nicht ausreichend, weil „es war respektlos“.

Am Ende, dann die Punktnoten für die Performance der Camper. Die Verkündung des Zuschauervotings fällt dieses Mal so kurz und knackig aus, dass alle kurz in Schockstarre fallen, nachdem das Ergebnis verkündet wurde. „Nee. Doch. Hä.“ Ja, es ist passiert. Die erste Favoritin muss gehen: Es trifft Elena. Wie respektlos.

++++23. Januar 2020++++

„Ich bin vielleicht auch ein wenig langweilig“

Das sind ehrliche Worte nach dem Rauswurf aus dem TV-Dschungel bei „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“. Claudia Norberg, die Ex-Frau von Schlagersänger Michael Wendler, musste das Camp an Tag 13 verlassen und lieferte eine knallharte Analyse zu ihrem TV-Aus. Gegenüber RTL sagte die Blondine: „Ich denke, die Zuschauer haben mich rausgewählt, weil ich so unbekannt bin. Ich bin vielleicht auch ein wenig langweilig.“

Sie hatte aber allerlei Geschichten zu erzählen, die ihr ja vor dem Dschungel per Silbertablett serviert worden waren. Die komplette Geschichte um Laura Müller und Michael Wendler, das Playboy-Shooting der jungen Freundin ihres Ex-Mannes, die Penis-Bilder, die im Netz kursieren sollen. Doch das hat nichts genutzt. Norberg: „Ich bin wirklich eine der Unbekanntesten im Camp gewesen, war immer an der Seite meines Mannes. Ich bin froh, dass ich Platz sieben belegt habe. Ich bin ein bisschen ruhiger als andere Persönlichkeiten. Ich hoffe, dass ich durch dieses Format ein bisschen an Popularität gewinnen konnte.“Jetzt gönnt Norberg Sven Ottke den Sieg und die 100.000 Euro, die man als Dschungelkönig eintütet.

++++23. Januar 2020++++

Bei Elena brennen mittlerweile alle Sicherungen durch - Wendler-Ex muss gehen

Tag 13 im Dschungel und bei Reality-TV-Profi Elena Miras brennen die Sicherungen durch. Dabei könnte alles so schön sein. AnastaSIYA Avilova ist raus. Ein Mitglied der Danni-Gang weniger. Markus Reinecke, Sven Ottke und Raul Richter holen in der Dschungelprüfung sechs Sterne. Genug zu Essen gibt es also auch. Aber langsam. Bevor jemand voreilige Schlüsse zieht, sollte er die ganze Geschichte kennen. Denn Raul hat seinen Teil der Dschungelprüfung mit unlauteren Mitteln absolviert. Er hatte Elenas Trinkflasche.Elena merkt es, da sind die drei Prüflinge noch unterwegs. In 30 Metern Höhe spielen Sven und Markus Superhelden. Der Ex-Boxer im Kakerlaken-Kostüm als Cockroach-Man, der „Superhändler“ als Captain Australia. Raul ist nicht nur ein Dieb, er muss auch nichts beitragen. Liegt gemütlich in einer Kiste. Ja, bäuchlings. Ja, mit Würmern, Kakerlaken und Ameisten. Und am Ende fällt er aus zehn Metern Höhe in die Tiefe und muss dabei einen Stern festhalten. Aber sonst: nichts. Als sich also Sven und Markus mit ihren schnell absolvierten Parcour sechs von sieben Sternen gesichert haben (einen lässt Sven fallen) und jubelnd ins Camp zurückgekehrt sind, ist endlich Zeit für die wirklichen Probleme.

Elena hat da bereits die erste Verarbeitungsstufe hinter sich. „Wie ekelhaft ist das denn? Oh nein, wie ekelhaft“, ruft sie in den Dschungel. Und geht mit der Situation so gut um, wie es ein Kind in der Trotzphase eben kann. „Ich hab ziemlich Durst, ich kann nichts trinken“, sagt sie. Prince Damien, Claudia Norberg und sogar Danni Büchner bieten ihr nacheinander eine Tasse an. „Ich bin kein Objekt, ich bin immer noch ein Mensch“, gibt Elena die einzig angemessene Antwort. Sie entscheidet nichts mehr zu trinken, bis sie umfällt – oder von RTL eine neue Flasche bekommt. „Warum muss ich eine Lösung finden, wenn ich keine Schuld habe?“

Das alles ahnt Raul bei seiner Rückkehr noch nicht. Doch er wird es schnell erfahren. Kurz darf er sich für die erfolgreiche Dschungelprüfung feiern lassen, dann unterbricht Elena die allgemeine Freude. „Raul, du hast meine Flasche mitgenommen, danke dafür“, sagt sie. „Ja, sorry, tut mir Leid“, antwortet er. Und wird von Sven gerettet. Der lacht erst „so provokativ“ über Elenas Aufstand. Und ruft ihr dann noch ein „Mach dich vom Acker“ hinterher. Einen Satz, den Elena danach immer wieder wiederholt. Bis sie weinend auf ihrem Bett zusammenbricht. Das sieht am Ende so bemitleidenswert aus, dass sogar ihre Intim-Feindin Danni Büchner sie tröstet.

Irgendwann sitzt Elena da und ritzt ihren Namen in ihre neue Flasche. Und schafft es dann sogar mit Prince Damien zu streiten, weil er beide Seiten verstehen kann. Und damit eigentlich der Einzige ist, der überhaupt noch irgendetwas versteht. Als Prince dann auch noch mit Sven und Raul im Wald verschwindet und Markus sie dezent darauf hinweist („Dein Prince wird abtrünnig“), ist bei Elena alles vorbei: „Nach heute bin ich einfach eine komplette Einzelgängerin hier drin.“ Sven rettet sich in Küchenpsychologie. „Manchmal glaubt sie, sie wäre Lady Di oder so etwas“, mutmaßt er.

Fällt Ihnen etwas auf? Genau, Claudia spielt bei diesem Chaos keine Rolle. Das quittieren auch die Anrufer und wählen sie aus dem Camp. Der Wahnsinn kann also weitergehen.

++++22. Januar 2020++++

Tag 12 im Dschungel - Großer Streit im Camp: „Ich stoße bei Elena auf Dynamit“

Miese Brise an Tag 12. Das liegt nicht nur an Box-Opa Sven Ottke, dessen Ausdünstungen offenbar von Detox zeugen, wie Sonja Kirchberger analysiert. Es wird bemüht offensichtlich NICHT gelästert, aber ein Lüftchen weht durch den Dschungel. Riechen können sich zwar alle nicht mehr so wirklich. Nur Raúl macht auf ahnungslos und ist gleichzeitig die Schweiz, er enthält sich in wichtigen Angelegenheiten. „Hier ist irgendwas im Gange und ich versteh’s nicht“, sagt er. Aber Raúl versteht schon, dass da es da welche gibt, die sich nicht riechen können: „Auf der einen Seite: das Danni-Lager mit Claudia und Anastasiya und auf der anderen Seite das Sonja-Lager mit Elena und Markus“, erklärt er im Dschungeltelefon. Gut aufgepasst hat er da nicht. Tatsächlich ist Prince Damien der Anhang des dynamischen Duos. Eigentlich unverkennbar dank stets fröhlich wippender Stahlbraue. Und Markus ist der andere Silberrücken, zu erkennen an einer Frisur, wie ein überfahrenes Pelztier.

Team „War mal Frau von wem“ gegen „Team Sonja“: Der Rest befindet sich irgendwo dazwischen: Raúl, der sich auf keine der Seiten schlagen will, dann Trödel-Markus, der sich mehr und mehr zu dem einen Onkel mausert, der unpassend anzügliche Witze reißt und dennoch aus Pflichtgefühl auf jeden Kindergeburtstag eingeladen wird. Und Sven Ottke, der wohl mittlerweile ein wenig riecht, wie seine Mitcamper feststellen.

Doch gleich zu Beginn fangen die Strukturen an zu bröckeln. Teamleiterin Sonja wurde von den Zuschauern aussortiert. Alle bis auf Elena und Damien nehmen es mit gleichgültiger Gelassenheit. Und Sonja haucht auf ihren letzten Metern im Dschungel: „Elena wünsche ich es am allermeisten, weil sie die einzige authentische Person hier ist.“ Es klingt wie eine Drohung.

Während das Finale wie ein Silberstreif am Horizont so langsam aber sicher zu erahnen ist, erwacht der Kampfgeist der hinterbliebenen Dschungelcamper-Resterampe. Bei allen Hinterbliebenen? Nein, der Prince wähnt sich kurz in einer anderen Show. Gemeinsam mit Claudia trat er an, um die Dschungelprüfung zu meistern und kam schockverliebt wieder. Denn im „Würg-Stoffcenter“ machte nicht nur Dr. Bob seine Aufwartung, sondern auch noch zwei kernige australische Ranger. Zwar blieben die scheuen Annäherungsversuche ohne Wirkung („Are you single? I am single“), aber der erhöhte Puls trieb ihn zu Höchstleistungen. Am Ende stehen „Prinzi“ und „Claudi“ im Fischsaft vor vollen Mülltonnen und holen sechs von acht Sternen.

Und im Camp herrscht trotzdem dicke Luft. Elena befürchtet das Schlimmste, weil die Teilnehmer mittlerweile bereits gegen einige Regeln verstoßen haben. Sven, der das Gespräch mitbekommen hat, rät ihr, lieber nicht darüber zu reden, besser „Piano“, „Piano“ zu bleiben. Zack, die Stinkbombe geht hoch - und Elena befindet sich wieder im Krawallmodus. Dass da ein „beruhig dich doch mal“ nicht deeskalierend wirkt, sollte Sven eigentlich mittlerweile wissen. Ihr könne man nichts sagen. „Ich stoße bei Elena auf Dynamit“, resümiert er unfreiwillig folgerichtig.

Einen kurzen Augenblick der Harmonie beschert die Beute der Schatzsucher Elena, Danni und Markus: Schokocreme und Brot. Dafür holt ein Brief die zuckergeschockten Camper wieder auf den Boden des dreckigen Lagers: Die Bestrafung für diverse Regelverstöße ist da (unter anderem hatte Elena Tonis Concealer eingetütet). Alle müssen ihre Luxusgegenstände abgeben. Für eine Person ist die Trennung jedoch nur kurz: AnastaSIYA Avilova muss das Camp verlassen.

Das ist okay, schließlich blieb das TV-Sternchen mit der Piepsstimme immer ein wenig Statist im „Game of Trash“, auch wenn wir gerne noch mehr Lifehacks wie „Ich bügele extra schlecht, damit mein Freund das macht“ gehört hätten.

++++21. Januar 2020++++

Rausgeworfene Sonja Kirchberger rechnet mit Konkurrenten im RTL-Dschungel ab

Über ihren Auszug staunten am Montagabend zahlreiche Zuschauer von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Wenige Stunden nach ihrem Rauswurf hat sich Schauspielerin Sonja Kirchberger zu Wort gemeldet und wie erwartet mit einigen Mitcampern knallhart abgerechnet. In einem Interview mit RTL sagte Kirchberger: „Es ist ein Camp der Scheinheiligkeit“. Natürlich wäre Kirchberger noch gerne im australischen Dschungel gewesen. Aber sie musste sich den Zuschauern beugen, diese wollten die „Venusfallen“-Schauspielerin nicht mehr sehen und wählten sie raus. Der Grund liegt für Kirchberger auf der Hand: „Ich konnte nicht anders, als dass ich sage, was ich fühle und denke. Und ja, das kam wahrscheinlich nicht so gut an. Und deswegen bin ich raus. Wenn wir uns schon alle wirklich […] hingeben, dann können wir vielleicht auch unsere Masken ablegen und sagen, was wir fühlen und denken, ohne dass es gleich ein Streit wird, sondern eine gesunde Auseinandersetzung. Aber das ist nicht so gut angekommen.“

Sie hofft nun, dass Elena Miras neue Dschungelkönigin wird. Denn sie sei am authentischsten von allen Campern. „Alles andere ist so scheinheilig“, sagte die Schauspielerin, deren Frust nach dem Auszug sichtbar tief sitzt. Dass sie Witwe Danni Büchner für ihr Verhalten kritisiert hat, war für Klartext-Kirchberger ein logischer Schritt: „Ich habe Danni kritisiert – das bereue ich nicht.“

++++21. Januar 2020++++

Tag 11 im Dschungel: Campen oder Nichtcampen – das ist hier die Frage

Vor dem Start des RTL-Dschungelcamps war die Erregung groß: Darf man eine Promi-Unterhaltungsshow von dem Ort senden, an dem grade die schlimmsten Feuer seit Jahren wüten? Ist das Dschungelcamp in Zeiten von verbrannten Kängurus und Koalas, vernichteten Wäldern und zerstörten Häusern noch zeitgemäß? Ohne diese Frage beantworten zu wollen, steht hingegen fest: Das Dschungelcamp bei RTL ist auf Sendung – seit mittlerweile elf Tagen. Und spätestens dieser elfte Tag lässt die Frage aus einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen: Ist Australien überhaupt noch der richtige Ort für das Dschungelcamp?

Symptomatisch dafür steht die Schatzsuche, auf die Sonja Kirchberger, Danni Büchner und Markus Reinecke gehen. „Das wird ein Chaos“, sagt Sonja, weil sie befürchtet, dass die drei Kandidaten nicht miteinander harmonieren. Damit liegt sie falsch. Aber nur, weil diesem Chaos ein anderes Chaos in die Quere kommt: die Natur, der Klimawandel oder wie auch immer man es nennen will, was diese zwei TV-Wochen in Australien bisher abgebildet haben. Es fängt an zu regnen und es donnert. Laut. Ein Ranger im Tarn-Outfit tritt vor die Kameras und bringt die drei Promis zurück ins Camp. Dort müssen sie und die anderen Kandidaten in den Dschungeltelefonen Schutz suchen. Schon wieder.

Bereits am Wochenende regnete es so stark, dass die Brücken und das gesamte Camp überflutet und die Promis in die Dschungeltelefone evakuiert wurden. Vorher das genaue Gegenteil: Das traditionelle Camp-Lagerfeuer fiel aus, weil es im australischen Busch zu trocken war. So macht das doch keinem Spaß! Weder den Promis, aber noch viel wichtiger: auch nicht den Zuschauern. Ständig hocken die Kandidaten zusammengepfercht im Dschungeltelefon rum. Langweilig. Alle verkriechen sich in ihren Klamotten und versuchen das letzte Fitzelchen Stoff, das noch nicht klamm ist, zu erfühlen. Langweilig. Bei der Nachtwache einen Gasherd bewachen. Langweilig.

Das ungewohnte Klima in Australien ist für das Dschungelcamp längst kein unterhaltendes Element mehr, sondern ein störendes. Buschbrände, sintflutartige Unwetter, Sandstürme im Landesinneren, Golfballgroße Hagelkörner in der Hauptstadt. Da steht die Frage im Raum, ob das Sende-Format in Australien überhaupt noch Sinn macht. „To camp or not to camp“ sozusagen – um wenigstens einmal ein Zitat aus Hamlet in einem Text über das RTL-Dschungelcamp unterzubringen. Wenn auch in leicht abgewandelter Form.

Wie wäre es also damit, Australien einfach mal Australien sein lassen und das Dschungelcamp kurzerhand nach Deutschland zu verlegen? Wald gibt es hier auch und so kalt ist es im Januar inzwischen gar nicht mehr. Es gibt weniger Brände und Überschwemmungen, und für die Dschungelprüfungen könnten Kellerasseln statt Mehlwürmern und Frühstücksbuffet-Wespen statt Feuerameisen herhalten. Zugegeben: Krokodile, Schlangen, giftige Spinnen und andere so richtig gefährliche Tiere sucht man in der heimischen Flora und Fauna vergebens. Aber Avocados findet man da auch nicht. Und so lange der Deutsche die noch bequem im Supermarkt kaufen kann, sollte der Import doch auch in den anderen Fällen kein Problem sein. Außerdem: So ein Umzug in die Heimat würde Flug- und Produktionskosten sparen. Geld, das RTL vielleicht an anderer Stelle schlau einsetzen könnte. So lange es nicht noch eine weitere, neue Abwandlung von „Der Bachelor“ ist.

Aber zurück in die australische Realität. Da werfen Sonja und Markus Mit-Schatzsucherin Danni vor, sie schlachte ihre Geschichte als trauernde Witwe in der Öffentlichkeit aus. Danni weist das empört von sich – sie habe davon im Camp doch nur ein einziges Mal erzählt. So ein Schwachsinn! Bei jeder Gelegenheit erwähnt die Büchner-Witwe ihren verstorbenen Mann „Malle Jens“. Klar ist ihr Schicksal traurig, das sehen auch Markus und Sonja so. Aber endlich sagt ihr mal jemand ins Gesicht, wie sehr sie mit ihren ständigen Wiederholungen die Nerven der Camper und Zuschauer strapaziert. „Ein großartiges Gefühl“, findet Sonja. Zurecht.

Da ist es schon fast ein bisschen schade, dass Sonja an Tag elf aus dem Camp fliegt. Sie sorgte gerade zuletzt mit ihrer direkten Art und der fehlenden Scheu vor Konfrontationen wenigstens für etwas Sprengstoff im Langweiler-Camp. Ebenfalls keine guten Nachrichten gibt’s aus der Dschungelprüfung. Da scheitern gleich vier Kandidaten (Markus, AnastaSIYA Avilova, Sven Ottke und Raul Richter) gemeinsam daran, sich gegenseitig Fischabfälle, Kuhurin und Co. zuzuwerfen. Zwei enttäuschende Sterne sind das Ergebnis.

Das Schlusswort hat heute Elena Miras. Das verdient sie sich mit ihrer Ankündigung, nicht länger über die Wendler-Bombe reden zu wollen. Nein, dabei geht es nicht um das kursierende Nacktfoto bei Twitter (An dieser Stelle ein Hinweis für alle, die es noch nicht gesehen haben: Lasst es). Doch das Erlöschen ihres bis dato größten Dauerbrenner-Thema stimmt Elena nachdenklich. Am Lagerfeuer sitzend, sagt sie: „Ich schwöre: In diesem Moment, wo ich Holz angucke wie es verbrennt, weiß ich: Mein Leben hat so keinen Sinn.“

++++18. Januar 2020++++

Tag 10 im Dschungelcamp: Sonja und Prince Damien - keine Baumeister

Tag zehn im Dschungel und schon vor der Liveübertragung müssen die RTL-Zuschauer einiges an Nerven beweisen, bei der „großen Dschungelparty“ stellen sich etliche ehemalige Dschungel-„Stars“ unterschiedlichen Prüfungen und Spielchen und nutzen so den letzten Strohhalm an Aufmerksamkeit, den RTL den ehemaligen Camp-Bewohnern anbietet.

Da ist die Schalte rüber nach Australien schon beinahe eine Wohltat. Am Lagerfeuer gehen den Campern allerdings bei der Halbzeit die Gesprächsthemen aus, so dass Danni einen Schwank aus der Jugend der anderen einfordert. Ein derart ernstes Thema, wie Anastasiya dann aber auspackt, wird sie nicht erwartet haben. Das Model gesteht: „Ich hatte von 16 bis 19 einen so schlimmen Freund, der hat mir so viele Komplexe gemacht. Er hat immer gesagt ich bin fett, hässlich und so. Ich habe mich dann sehr ausgehungert, weil ich mich immer so fett fühlte. Aber ich war ja nicht fetter als jetzt. Die Komplexe hatte ich dann noch sehr lange! Das war keine Liebe, das war Abhängigkeit. Das war Horror pur.“ Auch habe ihr Exfreund sie geschlagen, sagt sie. Da fehlen Danni und Sven die Worte. Doch Anastasiya kann inzwischen wieder lachen und blickt positiv in die Zukunft.

Doch auch in die nahe Zukunft? Denn in der muss sie, wenn die Zuschauer es wollen, noch ein paar Tage im australischen Dschungel ausharren. Und genau bei diesem Gedanken wird einer Mitcamperin Angst und Bange: Elena ringt mit sich, ob sie das Projekt nicht lieber beenden soll. „Mein Körper sagt mir, dass ich gehen will. Das ich nicht mehr kann. Ich bin erschöpft und ich bin müde. Ich versuche die Anderen zu motivieren, bin aber selbst nicht motiviert“, klagt sie im Dschungeltelefon. Unter ihren Mitbewohnern hat kaum jemand ein offenes Ohr für sie, nur Prince Damien hört ihr zu und macht ihr Mut. „Jetzt ist Zeit dich selber zu motivieren, nicht die anderen. Wenn nichts mehr geht: trotzdem weiter machen. Das ist wahre Stärke! Und du bist stark! Deine Tochter und dein Freund werden so stolz sein“, motiviert er.

Da haben zwei zueinander gefunden, denen zuvor eine Bezugsperson weggebrochen war. Denn sowohl Elena als auch Prince Damien verstanden sich gut mit Sängerin Toni, die das Camp verlassen musste.

Bei der Dschungelprüfung treten Sonja und der Prince zusammen an. Zunächst hochmotiviert. Sie werden in verschiedene Kammern gesperrt und der Mann muss ein Werkzeug suchen und weiterreichen, mit der die Frau schließlich die Sterne lösen kann. Die Freude ist jedoch schnell verflogen. Die größte Herausforderung waren weder die Schlangen, die Krokodile oder die Ameisen, sondern die Werkzeuge. Denn die beiden Hobby-Heimwerker beweisen, dass sie in der Vergangenheit wohl mehr Zeit im Nagelstudio als im gut sortierten Baumarkt verbracht haben. Während Sonja nicht weiß, welches Werkzeug sie genau benötigt, sucht sich Prince Damien zu Tode – und es verstreicht Minute um Minute. Ergebnislos werden einige Werkzeuge ausgetauscht, doch das richtige ist nicht dabei. Also neuer Versuch eine Kammer weiter. „Wie sieht es aus?“, fragt Damien und meint die Schraube. „Schlecht“, antwortet Sonja und meint wohl eher ihre Gefühlslage. Das beschreibt den Erfolg der Prüfung ziemlich gut. Mit Müh und Not löst Sonja in letzter Sekunde einen Stern. Immerhin. Doch für gute Stimmung im Camp sorgt das natürlich nicht, alle ärgern sich über das Ergebnis. Alle, bis auf Danni. „Jetzt sehen die anderen mal, dass das gar nicht so einfach ist“, grinst sie süffisant. Aber natürlich nicht vor den anderen.

Was fehlt nach so viel Aufregung noch? Ach ja, einer muss noch das Camp verlassen. Normalerweise. Die Moderatoren bauen Spannung auf, Raúl und Anastasiya bekommen ein „vielleicht“. Doch dann die große Überraschung: Keiner geht, weil Günther frühzeitig das Camp verlassen musste.

++++18. Januar 2020++++

Das passiert an Tag neun

Das ist Dschungel: Starkregen, der das Camp (und Teile der Camping-Mannschaft) überschwemmt. Gefährliche Spinnen. Känguru-Schwanz zum Abendbrot. Lagerfeuer. Es ist also nicht so, dass nichts los wäre. Nur bei den Campern nehmen Diskussionen an diesem Tag kaum Fahrt auf.

Aber immer der Reihe nach: Nachdem die Camper ihr von Elena Miras und Danni Büchner erspieltes Neun-Sterne-Dinner mit Gemüse, Litschis und Känguru-Schwanz (Raúl Richter: „Es schmeckt wie Rinderfilet“) genossen haben, wird die nächtliche Lagerstätte von einer Spinnen-Invasion heimgesucht. „Uah, das ist die Tödliche! Das ist auf jeden Fall so eine!“, ist sich DSDS-Sternchen Toni Trips beim Anblick der ersten Spinne sicher. Zweimal rücken danach Ranger an, um das Getier zu entfernen. Bei diesem handelt es sich übrigens laut den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich tatsächlich um die giftige Trichternetzspinne. „Ich setze mich nirgendwo mehr hin”, beschließt denn auch Raúl, der mit Toni Nachtwache gehalten hat.

Nun muss er sich aber auch erstmal um Danni Büchner – wen auch sonst – kümmern. Die ist im australischen Dauerregen nach eigener Aussage „überflutet“ worden, weshalb nun alles nass, ihr Bett nicht nutzbar und Danni völlig am Ende ist. „Ich werde mir den Tod holen”, ist sie überzeugt – und sicher, dass es mal wieder nur sie getroffen hat. Tatsächlich treffen die Auswirkungen des Starkregens jedoch nicht nur sie, sondern alle Camper, die deshalb kurzerhand ins Dschungeltelefon evakuiert werden.

Kurz darauf muss sich die Truppe von Mitcamper Marco Cerullo verabschieden: Er wurde als Erster von den Zuschauern aus dem Dschungel gewählt. „Da war der schwache Marco wohl zu schwach“, lautet sein trauriges Fazit. Deutschland sei nicht gemacht dafür, wenn ein Mann Schwäche zeige. Anders lautet die Analyse von RTL-Superhändler Markus Reinecke, der feststellt: „Ne Lücke wird er nicht reißen.” Schließlich habe Marco die meiste Zeit nur geschlafen.

Das Wetter hat derweil auch positive Auswirkungen: Nach dem Dauerregen ist es wieder erlaubt, ein Lagerfeuer zu zünden, die akute Brandgefahr wegen der Dürre in Australien ist im Gebiet rund um das Camp gebannt. „Jetzt ist richtig Dschungelfieber“, freut sich Sänger Prince Damien, während die Camper mit Feuerstein und Klopapier das Feuer entzünden.

Achja, und dann ist ja auch noch Dschungelprüfung. Verlauf und Ergebnis sind schnell erzählt, muss doch erstmals nicht Danni Büchner antreten, sondern Markus Reinecke. Ohne viel Drama absolviert er die Prüfung mit dem Namen „Ge-Fahrstuhl“ – jene Prüfung die Danni Büchner vor einigen Tagen bereits nach 13 Sekunden abgebrochen hatte. Von einem Aufzug aus geht es in drei Zimmer, wo es gilt, jeweils in drei Minuten zwischen Krokodil, Kröten und Schlangen die Sterne zu sammeln. Ruhig meistert Markus die Aufgabe – und bringt acht von zehn Sternen nach Hause.

Und so neigt sich auch dieser Tag der 14. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ dem Ende zu. Schnell verkünden Sonja Zietlow und Daniel Hartwich noch, dass Toni Trips das Camp verlassen muss und schon ist Schluss - und das ohne große menschliche Dramen. An einem langweiligen Dschungel-Setting hat es heute jedoch nicht gelegen.

++++18. Januar++++

Marco Cerulla zweifelt an sich selbst

War er zu schwach? Mochten die zuschauer seine verletzliche Seite nicht? Marco Cerulla musste an Tag 8 das Dschungelcamp verlassen. Die Zuschauer hatten ihn als Ersten rausgewählt. Jetzt fragt sich das Model: Lag es daran, dass er zu viel Schwäche gezeigt hat?

In einem Interview mit RTL sagte er nach seinem Rausschmiss: „Ich hab' schon sehr gelitten.“ Er freue sich jetzt darauf Christina, seine Freundin wiederzusehen. Im Nachhinein denkt er, er hätte besser nicht so viele Gefühle zeigen sollen. „Schwäche will keiner sehen“, ist sein Fazit aus der Show.

Immer wieder kullerten bei Marco die Tränen, wenn er sich mit seinen Mitcampern unterhielt, wie zuletzt mit Sonja Kirchberger. Diese attestierte ihm sogar, er sei sehr sensibel. „Fast zu sensibel.“

+++++18.Januar+++++

Therapiesitzung im Starkregen - Sonja Kirchberger spielt die Hobbypsychologin

Tag acht im Dschungel – und vorbei sein könnte die Zeit der Langeweile. Doch zunächst einmal müssen alle evakuiert werden. In Australien regnet es so stark, dass die Campbewohner im Dschungeltelefon ausharren müssen.

Aber die Sendung muss weitergehen. Schließlich beginnt so langsam die heiße Phase. Die Zeit der Psychospielchen. Oder wie Danni es beschreibt: „Der Konkurrenzkampf beginnt. Die suchen einen, dem sie den Schwarzen Peter unterschieben können.“ Klar, dass die 41-Jährige das nicht auf sich sitzen lassen möchte und emotional zurückschießt. Schließlich ist es der letzte Tag, an dem die Zuschauer entscheiden, wer in die Prüfungen muss. Und vor allem, wer rausfliegt. Bedeutet das etwa das Ende der großen Danni-Show?

Zeit also für alle anderen Mitcamper, auch ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zum Beispiel für Sonja Kirchberger, die zur großen Psychologie- und Philosophieoffensive bläst. Während der Nachtwache hält sie Prince Damian einen Monolog über das „Experiment der Menschlichkeit“, das Danni von Anfang an angenommen habe. Und als Marco offen seine Selbstzweifel äußert, therapiert Sonja ihn kurzerhand selbst. „In dir sitzt alter Schmerz, der hoch möchte. Du bist in einer starken Transformation. Du gehst sehr stark in dich hinein. Du hast eine große Traurigkeit hinter den Augen. Daran muss man arbeiten, woher die kommt“, analysiert sie. Und bilanziert schließlich: „Du bist sehr sensibel. Fast zu sensibel.“ Nach diesen Worten ist es um Marco geschehen und er muss die Flucht ergreifen. Dramatischer Abgang mit Tränen in den Augen. Irgendwie sensibel.

Den Stein ins Rollen zur Therapiestunde bringt allerdings Sven, als er ein Gespräch unter Männern schnell abbügelt. Er habe nie Selbstzweifel gehabt. Nie. Nie. Nie. Noch ein Mal mehr, und wir hätten es ihm fast geglaubt. Doch vor laufenden Kameras darf man als ehemaliger Profiboxer ja schließlich keine Gefühle zeigen. Nie.

Mit der Dschungelprüfung geht zunächst auch die große Danni-Show weiter. Zusammen mit Elena muss sie munter Fragen beantworten, während die beiden in Bottiche mit ekligem Inhalt getunkt werden. Perfekte Voraussetzungen eigentlich für eine weitere Prüfung mit magerer Ausbeute. Doch trotz teils eklatanter Wissenslücken (Wie heißt die CDU-Chefin Annegret mit Nachnamen?) greifen die beiden am Ende neun Sterne ab. Dafür wissen sie immerhin, wer die erste Ausgabe der Show gewann und wie die erfolgreichste RTL-Soap heißt. Respekt.

Erst dreht Danni am Rad, dann dreht sich wieder alles um sie. Auch den Mitcampern ist inzwischen bewusst, dass Danni eine „sehr geschäftstüchtige Frau“ ist, die sich exzellent in Szene setzen kann. Doch ein Mittel dagegen scheinen sie nicht zu finden. Bis auf Elena, die uns mit emotionalen Worten an ihren Sorgen teilhaben lässt. Es geht um ihr Kind. „Mich hat man beim Jugendamt gemeldet nach dem Sommerhaus, weil ich eine schlechte Mutter sei. Es gibt ein laufendes Verfahren. Diesen Monat bekomme ich Bescheid. Ich weiß nicht, ob alles gut ist“, sagt sie traurig. Ein offenes Ohr hat wieder einmal Sonja, doch bei den bewegenden Worten hat die Hobbytherapeutin keine passende Antwort parat und stöhnt immer nur geschockt.

Aufgrund der Regenfälle ist es dem Moderatoren-Duo gar untersagt, zur Verkündung der Entscheidung ins Camp zu gehen. Also wird via Dschungeltelefon kommuniziert. Am Ende muss Marco das Camp verlassen, seine Selbstzweifel dürften nach dieser Enttäuschung wohl nicht weniger werden. Immerhin hat der sensible Marco die Entscheidung mit Fassung getragen, ganz ohne Tränen.

++++17. Januar++++

Dschungelcamp-Macher trauern am Sendungsende um langjähriges Crew-Mitglied

Am Ende der Dschungelcamp-Sendung am Donnerstag haben sich die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich mit besonderen Worten von den Zuschauern verabschiedet. Sie trauern um einen verstorbenen Kollegen.

Die Macher von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ trauern um Kameramann Manni Friebe, der im Alter von 62 Jahren am Mittwoch gestorben ist. In der Sendung vom Donnerstag nahm das Team Abschied von Friebe, der seit dem ersten Camp 2004 Mitglied der Sendungscrew war. „Normalerweise plaudern wir doof an dieser Stelle oder machen blöde Witzchen, danach ist uns heute nicht“, sagte Moderator Daniel Hartwich kurz vor dem Ende der Sendung, sagte danach: „„Den sehr traurigen Grund sehen Sie gleich.“

Am Ende der Sendung blendete RTL eine Trauertafel mit dem Namen und dem Geburts- und Todesdatum von Friebe ein. Auf Facebook wurde die Tafel auch gepostet. Darunter war zu lesen: „Unser ganzes Team trauert um einen großartigen Kollegen. Kameramann Manni war seit der ersten Staffel mit vor Ort in Australien. Ruhe in Frieden.“ Der Sender RTL erklärte: „Die Einblendung war ein Gedenken an einen großartigen Kollegen, der seit der ersten Staffel dabei war.“

++++ 17. Januar++++

Großer Ärger bei Dschungelprüfung mit Danni Büchner

Es ist nicht so einfach mit dem diesjährigen Dschungelcamp. Zugegebenermaßen: Die Hauptdarstellerin Danni Büchner liefert große Schauspielkunst. Sie weint, sie schreit, sie lacht, sie würgt. Was zum Star fehlt? Sie bringt ihre Rolle einfach nicht authentisch rüber.

Dennoch scheinen die Zuschauer nicht genug von ihr zu bekommen. Und schicken sie Tag für Tag in die Dschungelprüfung. Bereits zum vierten Mal mit ihrer Lieblingsfeindin Elena Miras. Bei „Kaffee und Fluchen“ geht es um den Sendungsklassiker: Eklige Dinge essen.

Elena und Danni essen sich gemeinsam durch die klassische Tierteil-Palette von Schweinehoden und Fliegenlarven über Kakerlaken bis hin zu Fischaugen und Entenzungen. Zur Abwechslung in Kuchen- und Teilchen-Form gepresst. Die eine bleibt tapfer (Elena), die andere verzweifelt (Danni). „Ich schwöre, das schmeckt gut“, ruft Elena Kamelanus kauend. „Ich will nach Hause“, antwortet Danni.

Doch Danni wäre nicht Danni, wenn sie nicht für eine Überraschung gut wäre. Den letzten Gang, warmen Kuh-Urin, trinkt sie vor den Augen der verblüfften Elena in einem Zug weg. Sichert für ihre hungrigen Mitcamper damit einen von insgesamt nur zwei Sternen. Und provoziert den bislang skurrilsten Streit dieser Dschungelcamp-Staffel.

„Das Pipi durfte ich leider nicht probieren“, sagt Elena erst noch gefasst. „Bei diesem Spiel geht es um Teamarbeit. Zusammen“, ergänzt sie dann schon mit gekränktem Unterton. Was mit einem Glas Kuh-Urin begann, entwickelt sich zum handfesten Streit. Elena wirft Danni falsches Spiel vor. „Wenn die Kameras kommen, dann macht das so ‚Klick‘ bei dir“, sagt sie.

Im Camp erzählen beide ihre Pipi-Story. „Ich wollte einfach was Gutes zurückgeben, weil sie so viel für mich getan hat. Und das ist auch falsch? Ich hab keinen Bock mehr“, sagt Danni. Elena erzählt derweil Läster-Schwester Sonja Kirchberger, dass sie keinen Urin trinken durfte. Und man fragt sich: Reichen sieben Tage Dschungel für solche Streitigkeiten? Sind die immer so? Oder spielen alle ihren eigenen schlechten Film?

Wenn ja, ist Dannis Drehbuch („Ich bin hier, weil ich es meinem verstorbenen Mann versprochen habe“) das beste. Ob man es glaubt oder nicht. Das liegt vor allem an der Langeweile, die weiterhin den Rest des Camps durchströmt.

Die RTL-Eigengewächse Marco Cerullo, Prince Damian und Raul Richter spielen an Tag sieben überhaupt keine Rolle. Wendler-Ex Claudia Norberg und Anastasiya Avilova nur als zweifelnde Sidekicks von Danni. Bleiben Sven Ottke in der Rolle des ahnungslosen Harmonie-Ankers im Camp („Wer denkt denn, du spielst ein falsches Spiel Danni?“) sowie Elena und Sonja, die sich vor allem dadurch definieren, dass sie Danni Schauspielerei vorwerfen. Eigentlich aber nur sauer sind, dass sie nicht selbst für die Hauptrolle besetzt wurden. Wohl auch aus Langeweile macht in dieser Runde „Superhändler“ Markus Reinecke halbherzig mit.

So haben sich die Camper im Dschungelcamp 2020 verändert.

Dass der Streit mit Danni die einzige Chance ist, überhaupt noch Sendezeit abzukriegen, merkt dann auch DSDS-Kandidatin Toni Trips. Und beginnt am Lagerfeuer mit ihr ein Gespräch darüber, wer jetzt zu wem respektlos ist. Beim gemeinsamen Besuch im Dschungeltelefon bekommt Toni, was sie erhofft hat. Danni wird sauer und stürmt wütend heraus („Das Gesabbel muss ich mir echt nicht anhören“). Mission erfüllt.

Achso. Danni und Elena müssen wieder zusammen in die Dschungelprüfung. Und… umarmen sich ausgelassen? Vielleicht gibt es ja doch noch einen neuen Film. Ein wenig Hoffnung wird ja noch erlaubt sein.

Sendetermine, Kandidaten, Übertragung - die wichtigsten Infos zum Dschungelcamp 2020 gibt es hier.

++++16. Januar 2020++++

Das sagt Wolfgang Schäuble zu Günther Krauses Einzug ins Dschungelcamp

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble bedauert die Teilnahme von Günther Krause am RTL-Dschungelcamp. In der ARD-Talksendung „Maischberger. Die Woche“ beendete er den vorgegebenen Satz: „Dass Günther Krause, mit dem ich vor 30 Jahren den Einigungsvertrag ausgehandelt habe, am Dschungelcamp teilgenommen hat...“ mit „...hat mir weh getan“.

Krause, inzwischen 66 Jahre alt, war mit Schäuble Verhandlungsführer beim deutsch-deutschen Einigungsvertrag 1990 und danach Bundesverkehrsminister. Er war der erste Politiker, der an der Sendung „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ (IBES) teilnahm. Krause musste jedoch bereits am zweiten Tag das Camp wegen gesundheitlicher Probleme wieder verlassen. Er war der erste Prominente, der von Anfang für alle Prüfungen des Formates gesperrt war.

++++15. Januar 2020++++

Tag 6: Dschungellagerkoller – und Legat liest Kafka

Nur eine Stunde dauert das Dschungelcamp an Tag sechs – es ist die bislang kürzeste Folge der Staffel. Und, wenn man mal ganz ehrlich ist: Das ist auch gut so. Denn wie in jedem Jahr gehen in dieser Phase zwischen Einzugs-Euphorie und Dschungelkronen-Schlussspurt den Showmachern die Ideen und den Kandidaten die Puste aus. Daher die Zusammenfassung von Folge sechs auch hier in aller Kürze:

  • Elena Miras und Danni Büchner versagen in der Dschungelprüfung – schon wieder. Schuld daran ist hauptsächlich Danni – schon wieder. Das Ergebnis: zwei mickrige Sterne. Der Hunger im Camp wächst.
  • Die anderen Kandidaten haben genug von der jammerlappigen und selbstdarstellerischen „Danni-Show“ der Büchner-Witwe. Es formiert sich Widerstand gegen die Sendeminuten-Abgreiferin Nummer eins. Sonja Kirchberger gibt die Rädelsführerin.
  • Thorsten Legat liest 20 Minuten lang Kafka – aber nicht die Texte des Schriftstellers, sondern nur dessen Namen: „Kafka, Kafka, Kafka…“ Dass das hier Erwähnung findet, sagt schon alles über Spannung und Qualität von Folge sechs.

Sie sehen: Das Dschungelcamp am Mittwochabend ist alles andere als eine schöne Bescherung. Da nützt es auch nichts, dass die Dschungelprüfung „Verlies Navidad“ heißt. Und um noch eine dritte Weihnachtsanspielung unterzubringen: Elena geht draus keinesfalls als „Oh, du Fröhliche“ hervor.

Denn schon vor der Dschungelprüfung in dem düsteren Verlies mit allerlei Getier ist sie die Blasseste der dahinvegetierenden Dschungelcamper. Auf dem Rückweg muss sie sich setzen, Schwindelanfall. Der Grund für Elenas Zustand liegt auf der Hand: „Wir sind alle müde, so wenig Essen, langsam wird es ernst.“ Der Dschungellagerkoller greift um sich.

Gibt es noch Hoffnung? Für den Moment nein. Das Einschalten lohnt wohl erst wieder an dem Tag, an dem nicht mehr die Zuschauer entscheiden, wer (also Danni Büchner und Elena Miras) in die Dschungelprüfung muss. Das wäre gleich in mehrfacher Hinsicht positiv: Weniger Sendezeit für die nervtötende Danni, mehr Sterne und Essen für die Camper, weniger Lethargie und Dschungellagerkoller – mehr Unterhaltung für die Zuschauer!

++++15. Januar 2020++++

Tag 5: Der Prince besteigt den Thron - „Ich mache jetzt groß“

Ja ja, es war langweilig. Aber was lange währt, wird endlich gut. Denn das Dschungelcamp ist wie ein Harzer Roller, das muss erstmal reifen. An Tag 5 haben die Protagonisten nun ihre Rolle im Camp gefunden. Jeder weiß nun, was er zu tun hat: lästern.

Gleich zu Beginn die große Erleichterung, der Prince besteigt den Thron. „Ich mache jetzt groß“, sprach’s und verschwand. Der Haufen ist weg, lange lebe der Haufen. Doch die Freude verbreitete sich nicht im Volke. Danni ist das alles zu viel Nähe, außerdem wollte sie gerade Zähneputzen. Und überhaupt sucht sie ihren Hut: „Scheiße“. Im Dreck schlafen muss sie auch noch. Wie gut, dass sie als einzige Campbewohnerin in den Genuss einer Ablenkung kommt. Dschungelprüfung. Die Hoffnung auf Essen treibt’s an.

Blöd nur, dass alle draußen die drinnen lieber hungern sehen wollen. Du bist nicht du, wenn du hungrig bist, lautet eine bekannte Werbebotschaft. Im Dschungel kehrt erst der leere Magen das wahre Ich nach außen. Und Danni kehrt erwartungsgemäß ohne Stern vom „Gefahrstuhl“ zurück. Als sie die Schlange erblickte, spie sie den verbotenen Satz hinaus.

Mit der Aussicht auf kein Essen beginnen die Spielchen. Zielscheibe Danni: „Es wird halt nicht besser, wenn man sich darin suhlt“, predigt Raúl. „Danni ist nicht richtig. Sie ist falsch. Sie zeigt nicht ihr wahres Ich“, offenbart Elena und Sonja Kirchberger unterstellt Danni falsche Tränen.

Danni heult sich bei Sven Ottke aus, beklagt zu wenig Unterstützung der anderen Camper und beschwert sich über die Zuschauer: „Die geben jeden Tag 50 Cent für mich aus. Die Idioten.“ Man wolle sie leiden sehen. Moment. Sind die Prüfungen nicht eigentlich dazu da, dass die Teilnehmer über sich hinauswachsen können? Egal.

Zeit für Ablenkung. Im vergangenen Jahr veranstaltete der Yotta einen Grundkurs in „Postkarten-Phrasen dreschen und dabei irgendwas mit den Armen machen“, in diesem Jahr bietet die hohe Ü50-Dichte nur eines an: Seniorenturnen mit Boxweltmeister. Auf den Rücken legen, Beine hoch und die Knochen knacken lassen. Sonja Kirchberger ist begeistert, träumt davon, dass „Svenni“ ihr eine private Gymnastikstunde verpasst. „Ich würde gerne mal mit Svenni so richtig trainieren. Ich liebe das, wenn ich meinen Körper spüre.“ Dass es nicht erotischer wird, spürt auch der Trainer höchstpersönlich: „Das war mein Highlight des Tages“, sagt der Boxweltmeister. Richtig so, denn wenn du nichts erwartest, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden.

Und so kam es, dass zehn von elf Dschungelcampern irgendwann fröhlich Bohnenwasser schlabbern und die Konsistenz loben. Als Raúl und Anastasiya dann sogar noch eine Zitrone beim Rätselspiel ergattern, träumen alle von einem besseren Leben.

Einzig für Claudia Norberg haben sich die Lebensumstände im Dschungel verbessert. Denn in den eigenen vier Wänden erwarten sie zwei Teenager und ihr Mann, von dem sie de facto zwar getrennt ist, der immer noch zusammenlebt. „Warum“, fragt Sven völlig entgeistert. „Völlig pervers, die ganze Nummer.“ Er rät zu einer Scheidung und einem Anwalt. Doch warum Claudia überhaupt mit dem Wendler verheiratet war, fragt keiner.

Und so endet Tag 5 wie er angefangen hat: Danni wird auch für die nächste Dschungelprüfung nominiert, gemeinsam mit Elena. Trotz der Androhung der Moderatoren, dass Thorsten Legat dann Kafka lesen werde. Wir freuen uns auf beides.

++++14. Januar 2020++++

Die Wendler-Bombe ist eine große Luftnummer

Glaubt man den Erzählungen von Claudia Norberg, lief die Trennung von ihrem Ex Michael Wendler wie folgt ab: Man habe sich nach 29 Ehejahren einfach auseinander gelebt. Es habe "Differenzen" gegeben und dann habe sich der heute 47-Jährige in eine andere verliebt - die 28 Jahre jüngere Laura Müller. "Die neue Frau war der Trennungsgrund", sagte Claudia Norberg an Tag eins im Camp, das Auseinandergehen sei aber komplett einvernehmlich verlaufen.

Doch dann der Auftritt von Mitcamperin Elena Miras. Die meint, dass es zwei Versionen von der Geschichte gebe und geht damit seit dem Einzug im australischen Urwald hausieren. In chronologischer Reihenfolge:

  • "Ich stehe auf der Seite von Laura und Michael."
  • "Das wird eine kleine, vielleicht auch eine größere Bombe, die platzen wird. Es tickt schon!“
  • „Du hast gesagt, Laura ist gekommen und er hat dich verlassen. Aber das war ja gar nicht so. Der Grund war etwas völlig anderes. Da ist etwas passiert und deswegen habt ihr euch getrennt."
  • "An ihrer Stelle hätte ich auch richtig Schiss, dass die Wahrheit ans Licht kommt."

Welche Wahrheit? Das fragen sich die Zuschauer jetzt schon seit Tag eins - auch weil Elena das Thema immer wieder ausgräbt. Dabei ist die Wendler-Bombe nichts als eine große Luftnummer. Es ist schon seit Monaten bekannt, was aus Sicht des Schlagersängers zum Ehe-Aus mit Claudia Norberg geführt hat. Denn der Wendler nahm im Juli 2019 gemeinsam mit Teenie-Freundin Laura Müller am "Sommerhaus der Stars" teil. Dort sagte er auf Claudia Norberg bezogen: "Und dann nachher hat sie es gemacht.“ Mit-Kandidatin Kate Merlan, die damalige Freundin von Ex-„Caught In The Act“-Sänger Benjamin Boyce, fragte: „Dich betrogen oder was?“. Und der Wendler nickte.

Claudia Norberg hat sich zu diesen Fremdgeh-Vorwürfen bis heute nicht geäußert. Ob sich das im Dschungelcamp 2020 noch ändert? Elena Miras zumindest wird es wohl weiterhin versuchen.

++++14. Januar 2020++++

Tag 4: Der Fisch stinkt vom Kopf her

„Der Fisch stinkt vom Kopf her“ – diese Redewendung besagt, dass die Ursache eines Problems auf der oberen Ebene, also bei der Führung, zu finden ist. Im Falle des RTL-Dschungelcamps heißt sie aber zunächst einmal genau das, was dort Wort für Wort steht: An Tag vier stinkt der Fisch vom Kopf her – und zwar vom Kopf von Kandidatin Elena Miras.

Die muss gemeinsam mit Danni Büchner zur Dschungelprüfung „Heißer Stuhl“ antreten. Dabei sitzt Elena auf einem Brett über einem Becken voller stinkender Fischabfälle. Der Bikini sitzt zwar, Elena allerdings nicht sehr lange. Denn bei der Dschungelprüfung sind Feingefühl und Köpfchen gefragt – etwas, mit dem die kreischenden Kandidatinnen am Montagabend nicht wirklich aufwarten können. Und so plumpst Elena ein ums andere Mal in den Ekel-Bottich. Bedanken darf sich die fischig vom Kopf her stinkende Schweizerin dafür bei der mal wieder kopflos, panisch auftretenden Danni Büchner. Mehr oder minder nach dem Motto „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“ erspielen Elena und Danni immerhin fünf von elf Sternen.

Der nächste, der zutage bringt, dass er nicht mehr der frischeste Dschungelcamper ist, ist Sven Ottke. Der 52-Jährige sinniert übers Älterwerden. „Dann merkst du, dass der Körper das nicht mehr hergibt, was in deinem Kopf vorgeht. Die Differenz zwischen Körper und Geist wird immer größer“, stellt er fest und befindet: „In meinem Kopf bin ich jung.“ Dass das nur bedingt stimmen kann, zeigt der Ex-Boxer allerdings in der nächsten Szene."

Denn Sven Ottke bringt es nach inzwischen vier Tagen immer noch nicht zustande, sich die Namen seiner zehn Mitcamper zu merken. Für ihn heißen die anderen Kandidaten laut seiner eigenen Aufzählung unter anderem Helmut, Michael, Anna-Lena und „die, die von ihrem Ehemann verlassen wurde“. Außerdem gibt es da noch „den, der mit Prince Damien Nachtwache gemacht hat“. Immerhin ein richtiger Name war dabei. Bravo.

Ein weiterer Fisch im trüben Teich der Dschungelcamper ist Marco Cerullo. Der versteht die Regel, dass nachts immer zwei Camper die Feuerstelle bewachen müssen, einfach nicht. Aber nicht im Sinne von „die Regel hinterfragen“, sondern mehr im Sinne von „häää?“. „Sobald es hell ist, ist die Nacht doch rum. Ist das richtig?“, fragt der ratlose Marco. Dann versucht er noch „zwischen den Zeilen“ zu lesen, nur um am Ende zu diesem Ergebnis zu kommen: „Tag ist dann, wenn die Sonne untergeht.“ Alles klar.

Doch nicht nur in Australien, auch in Deutschland stinkt der Fisch vom Kopf her. Anders ist nicht zu erklären, dass die Zuschauer schon wieder – zum vierten Mal in Folge – Danni Büchner in die Dschungelprüfung wählen. Dabei sagt sie sogar in die Kamera, dass sie sich über jede Sendeminute, in der sie ihre nervtötende „Danni-Show“ abziehen kann, freut. Und die Zuschauer tun ihr auch noch den Gefallen anstatt mal für etwas Abwechslung zu sorgen.

Genau das ist es, was dem Dschungelcamp bei seiner inzwischen 14. Staffel fehlt: Abwechslung. Und damit gilt „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ immer mehr auch für „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ als Ganzes. Die Showmacher lassen sich kaum Neuerungen einfallen, es ist immer das gleiche – völlig egal, ob Dschungelprüfung, Schatzsuche oder schlecht gescriptete Streitereien. Klar: Der Mensch sehnt sich nach Beständigkeit. Aber das Dschungelcamp ist nicht mehr be-, sondern rückständig. Es fehlt an frischen Ideen und neuen Konzepten, die den immer offensichtlicher schwindenden Schwung zurückbringen könnten.

Der einzige Lichtblick in dieser langweiligen Staffel ist bislang Ex-Camper Thorsten Legat: Der fehlt zwar in Folge vier und lief auch in den Tagen zuvor nur ein paar Mal grinsend oder mit Motto-Shirts durchs Bild – aber immerhin waren seine Auftritte mal etwas, mit nicht unbedingt zu rechnen war. Als Innovation für die Dschungelcamp-Rettung geht das Legat-Comeback natürlich trotzdem nicht durch. Denn wenn man mal ganz ehrlich ist: Auf die flachgründigen Sprüche des Ex-Kandidaten passt der in diesem Text viel beschworene Ausspruch ja irgendwie auch.

++++13. Januar 2020++++

War Anastasiyas Entschuldigung im Dschungelcamp eine Lüge?

Während die D-Promis im Dschungelcamp ihre eigenen Süppchen köcheln, versucht mal wieder ein übriggebliebener Z-Promi von außen den Brei zu verderben. Die Rede ist von Ennesto Monté, Ex-Freund von Dschungel-Camperin Anastasiya Avilova. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Teilnahme bei der Nackt-Show "Naked Attraction" und machte dort vor allem durch eine Penis-Vergrößerung von sich Reden. Außerdem ersteigerte er eine Beziehung mit der Dschungel-Fürstin Helena Fürst und war mit ihr im "Sommerhaus der Stars" zu sehen. Zum Dschungelcamp hat es noch nicht gereicht - ganz im Gegensatz zu seiner neuesten Verflossenen Anastasiya.

Das Model und Reality-TV-Sternchen war acht Wochen mit Ennesto Monté zusammen. Nach der Trennung dichtete sie ihm öffentlichkeitswirksam eine Beziehung mit Danni Büchner, der Witwe des Kult-Auswanderers "Malle Jens", an. Im Dschungelcamp entschuldigte sie sich dafür bei ihrer Mitcamperin Danni. Alles eine Farce - behauptet jetzt Ennesto Monté: „Anastasiya würde jetzt die Kratzer ausfahren lassen, ihre Krallen. Das ist Anastasiya. Sie ist sehr emotional, sehr temperamentvoll.“ Zum Beweis, dass ihre demütige Entschuldigung nicht ernst gemeint gewesen sein könne, fasst er sich im RTL-Video an den Rücken und lacht anzüglich: „Ich habe immer noch einige Kratzer von ihr, weil sie so eine Wilde ist.“

Dass der Zoff zwischen Anastasiya und Danni im Dschungelcamp noch einmal hoch kocht, ist unwahrscheinlich. Beide Camperinnen wirken so, als ob sie damit abgeschlossen haben. Da kann sich Ennesto Monté noch so sehr wünschen, wieder im Mittelpunkt zu stehen: „Die sollen aufeinander losgehen.“ Dafür muss er sich schon eine neue Ex-Freundin suchen.

Das sind die Promis mit den meisten Dschungelprüfungen.

++++13. Januar 2020++++

Tag 3 im Dschungelcamp: Die große „Danni-Büchner-Show“ – und täglich grüßt das Dschungeltier


Dritter Tag, selbes Bild: Danni Büchner. Wer beim RTL-Dschungelcamp einschaltet, kommt auch in der dritten Folge einfach nicht an der Witwe des Kult-Auswanderers „Malle Jens“ vorbei. Die schnappt sich Sendeminute um Sendeminute und strapaziert die Zuschauernerven mit kreischender Hysterie, kleinkindlichem Herumgejammer und vor allem kaum auszuhaltender Selbstdarstellung. Oder wie sie selbst sagt: „Das wird hier noch eine Danni-Show.“

Füllhorn ihrer Selbstbestätigungs-Kur ist ihre erneute Wahl in die Dschungelprüfung. Zum zweiten Mal wurde sie von den Zuschauern hineingewählt, insgesamt ist es am Sonntagabend schon ihr vierter Kampf um die Sterne. Es läuft also eigentlich alles wie immer: Die Zuschauer suchen sich die Kandidatin aus, die am zuverlässigsten versagt – um das bestellte Scheitern in der Dschungelprüfung dann gemütlich von der Couch aus zu beobachten. Das Problem: Danni Büchner redet sich die eigene Unbeliebtheit einfach schön. „Das ist doch gut, das ist meine Zeit, meine Sendezeit“, sagt die Fünffachmutter. „Der Zuschauer beschäftigt sich also mit mir – das hat ja auch was. Also scheine ich ja nicht so uninteressant oder langweilig zu sein.“ Eigentlich will man ihr allein schon wegen dieser Aussagen gar nicht erst den Gefallen tun, sich überhaupt weiter mit ihr zu beschäftigen. Doch es geht leider nicht anders. Schuld daran sind gleich zwei Personengruppen.

Zum einen die Zuschauer, die Danni Büchner in die Dschungelprüfung wählen. Danni sieht den Ausflug ins „Albtraumschiff“ als ihre „Bühne“ für den „Soloauftritt“ – und die Wahl als Aufforderung, sich noch mehr in den Mittelpunkt zu spielen. Dafür hat sie in der Prüfung elf Minuten Zeit. Und die nutzt sie. Ziellos und meckernd irrt und taumelt sie durch die Tiergehege mit Kamelen, Schlangen, Spinnen und Echsen. Sie schreit und jammert, während ihr Kakerlaken in den Nacken regnen. Am Ende hat sie vier von elf Sternen in ihrem Beutel. Wie auch immer das passiert ist.

Die anderen, die schuld sind, an dieser unnötigen, dritten Ausgabe von „Täglich grüßt das Dschungeltier“ mit Danni Büchner in der Hauptrolle, sind die restlichen Dschungelstars im Camp. Obwohl „Dschungelstatisten“ wohl treffender wäre. Denn die anderen Camper tun nicht wirklich etwas, um der nervtötenden Danni mal etwas Sendezeit streitig zu machen. Hier die spannendsten Beichten der anderen Camper: Marco hat Angst vor Heuschrecken. Toni Trips ist als Teenie von zu Hause ausgerissen. Prince Damien war noch nie verliebt. Sven Ottke ist als Kind mal aus dem Kindergarten rausgeflogen – der alte Bad Boy. Das ist aber immer noch besser als Raúl Richters Geständnis, dass er Klavier spielt – und zwar schon länger.

Die einzige, die zwischen Dannis dauerhaftem Genörgel, Generve und Geheische nach Aufmerksamkeit mal für etwas Abwechslung sorgt, ist Full-Time-Drama-Queen Elena Miras. Die hatte schon am Vortag angedeutet, mehr über die Trennung von Schlagerstar Michael Wendler und seiner Ex-Frau beziehungsweise Dschungelkandidatin Claudia Norberg zu wissen. Um sich weitere Sendezeit zu sichern, stellt sie am Sonntagabend noch einmal klar, wie dicke sie mit der neuen Adoptiv-Teenie-Freundin des Wendlers sei. „Die Laura hat mich angerufen und wollte, dass sie nicht immer als die Böse dargestellt wird. Klar, mache ich dann meine Schnauze auf“, sagt Elena

Claudia Norberg versucht derweil weiter ihre Geschichte von der einvernehmlichen Trennung nach einer auseinandergelebten Ehe zu erzählen. Doch Elena besteht darauf, ungefragt eine Lanze für Wendlers Neue Laura Müller zu brechen: „Du hast gesagt, Laura ist gekommen und er hat dich verlassen. Aber das war ja gar nicht so. Das war ja gar nicht der Grund für die Trennung. Der Grund war etwas völlig anderes. Da ist etwas passiert und deswegen habt ihr euch getrennt.“ Natürlich lässt Elena die angekündigte „Bombe“ noch nicht platzen – schließlich könnte sie sonst ja noch schneller langweilig werden als ohnehin schon

Die Zuschauer gönnen ihr etwas mehr Sendezeit: Elena darf in die nächste Dschungelprüfung. Vielleicht ist sie dann ja zu beschäftigt, um den nächsten verzweifelten Vorstoß in die Bekanntheits-Sphären der Wendler-Welt zu starten. Der einzige Haken ist, dass sie nicht allein in die Dschungelprüfung geht. Und so ist zu befürchten, dass es auch in der nächsten Folge wieder heißt: Die große „Danni-Büchner-Show“ – und täglich grüßt das Dschungeltier.

++++12. Januar 2020++++

Tag 2 im Dschungelcamp: „Ich stehe auf der Seite von Laura und Michael“

Noch sind alle gut genährt und ausgeschlafen. Bis zur ersten Dschungelprüfung. Die Zuschauer haben gewählt, es trifft Elena Miras und Danni Büchner. Und endlich ist sie da, die schlechte Stimmung im Camp. „Bum bum, in ein paar Tagen sieht die Welt ganz anders aus“, ätzt Danni gegen die locker-flockige Urlaubsstimmung der anderen. Zur Prüfung müssen die beiden trotzdem. „Grauen Under“ heißt das Vergnügen. Doch bevor es in die Ekelgrotte geht, klären Danni und Elena erst, wer oben und wer unten ist. In elf Minuten können sie elf Sterne ergattern, die Danni ertaucht und Elena in der oberen Etage entgegennimmt.

Es sind elf Minuten pure Bedürfnisbefriedigung für alle, die wirklich hauptsächlich für die Prüfung einschalten. Die beiden gönnen sich die volle Zeit und schaffen es, keinen einzigen Stern nach draußen zu schaffen. Danni, schon vor dem Einstieg in die Grotte ein Nervenbündel, wittert in jeder Kabine Krokodile, und auch Elena kann sie trotz „Die haben mehr Angst vor dir...“-Beschwörungen nicht überreden, abzutauchen. Elena selbst, die sich vorher noch „Platzangst“ attestierte, bleibt erstaunlich ruhig. Wohl auch, weil bei Agoraphobie die Angst auf weiten Plätzen ausgelöst wird. Kein Stern, kein Essen. Dafür wissen die Zuschauer jetzt vermutlich, wen sie auch durch die nächsten acht Prüfungen schicken werden. Danni darf wieder ran.

Gut, dass das alles nur zweitrangig ist. Wichtiger, als das was im Dschungel passiert, ist das, worüber geredet wird. In diesem Fall: Pikante Details, was da genau mit dem Wendler, seiner Laura und Ex Claudia Norberg war. Die verrät jetzt: „Ja, die neue Frau war der Trennungsgrund. Das war nicht angenehm.“ Sonja und Raúl nicken mitfühlend. Auftritt Elena, die was weiß, was sonst niemand weiß. „Es ist auch krass, warum das so ist“, flüstert sie bedeutungsschwanger Pritschennachbarin Danni zu. Und dann der Satz, mit dem wohl niemand gerechnet hätte, als Elena noch im „Sommerhaus der Stars“ wohnte und mit den beiden nicht allzu gut zurechtkam: „Ich stehe auf der Seite von Laura und Michael.“ Es gebe zwei Versionen. „Das wird eine kleine, vielleicht auch eine größere Bombe, die platzen wird. Es tickt schon!“. Für Tag 2 bleibt’s dann aber noch beim Teaser, schließlich muss Elena ja Argumente haben, eine Runde weiterzukommen.

Nach dem frühzeitigen Abgang von Ex-Verkehrsminister Günter Krause gibt es wohl keinen Nachrücker, auch wenn Torsten Legat sich mehrfach in den Bildausschnitt schummelt, als Zietlow und Hartwig gerade erklären, wieso sich Anastasiya bei Danni entschuldigt hat. Genau, da war doch noch was. In Kürze: Anastasiya ist bekannt geworden als Freundin von Ennesto Monte, hauptberuflich Schlagersänger und seinerseits bekannt geworden, weil er sich vor der Teilnahme bei „Naked Attraction“ „Klein-Ennesto“ ein bisschen größer zaubern ließ. Danni und Ennesto sind gut befreundet. Nach der Trennung von Anastasiya streute diese das Gerücht, dass Danni Schuld sei. Stimmte wohl nicht so ganz, wie sie im Dschungel zugab.

Anlässe zu streiten gibt es also genug. Alle Hoffnungen für Gesprächsnachschub in der Kaffeeküche liegen dabei auf Krawalltante Elena, die schon bewiesen hat, wie Ausrasten im Reality TV richtig geht. An Tag 2 war sie ungewohnt empathisch und gelassen unterwegs - hoffentlich nur, um ihre Kräfte zu bündeln.

++++11. Januar 2020++++

Neues zum Fall Krause

Das schnelle Aus des ehemaligen Bundesverkehrsministers Günther Krause hat auch die zweite Folge von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ am Samstagabend auf RTL dominiert. Der bekannte Politiker war nach nur 24 Stunden im Camp aus der TV-Sendung genommen worden – auf ärztlichen Rat. Wie RTL zeigte, erlitt der „Architekt der Einheit“ einen Schwächeanfall, wurde von Rangern aus dem Camp geholt und unmittelbar danach in ein Krankenhaus gebracht. Von dort meldete er sich während der Sendung zu Wort und gab Entwarnung. „Mir geht es heute schon besser als gestern. Ich hoffe, dass ich morgen wieder unter die normalen Leute kann. Ich wurde vor und im Dschungelcamp auf Herz und Nieren untersucht und alles war immer bestens“, sagte der Minister a.D. Trotzdem sei bei ihm gestern der Crash gekommen. „Scheinbar ist das Dschungelcamp doch etwas anstrengender als Campingurlaub. Ich würde gerne wieder zurück ins Camp gehen, aber es geht nicht.“

+++++11. Januar 2020++++

Als wir statt der Tiere den Wald verließen

Darf Deutschland das Dschungelcamp gucken, während der Dschungel brennt? Wenn die neue Staffel so läuft wie die Auftaktfolge am Freitagabend, lautet die Gegenfrage: Wozu?

Bevor Sonja Zietlow beinahe ernst wird, aber wirklich nur beinahe, denn mehr nimmt man ihr nicht ab, ruft sie uns zu: Juhuu. Es sind die ersten Worte der Moderatorin, und sie sollen uns zu verstehen geben: Australien mag brennen, aber du, lieber Zuschauer, bekommst auch in Staffel 14 das Dschungelcamp, das du von uns gewohnt bist. Danach erklärt sie, warum es okay ist, dass RTL das Dschungelcamp ausstrahlt, und warum es okay ist, dass wir uns das ansehen. Die australische Version von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ laufe seit 5. Januar, sagt Zietlow, und solle man betroffener sein als die Betroffenen? Sie verschweigt uns, dass das australische Dschungelcamp wie in jedem Jahr in Südafrika produziert wird.

Daniel Hartwich hat noch einen Grund fürs bedenkenlose Gucken vorzutragen. Australien sei schließlich nicht der einzige Brandherd, und sie wollten selbstverständlich helfen, deshalb habe RTL schon mal 100.000 Euro gespendet. Zietlow setzt noch einen drauf und liest ein Statement der australischen Botschafterin in Berlin vor, die ihre Dankbarkeit für die Fortsetzung der Produktion äußert. Selbst unserem mürben Freitagabend-Gehirn bleibt nicht verborgen, dass einer Vertreterin Australiens selbst die Aufnahmen deutscher Viertelpromis im Dschungel natürlich lieber sind als die Aufnahmen brennender Koalabären.

Aber wir spüren an diesem Freitagabend, dass da etwas nicht stimmt. Der Erfolg der Selbsterniedrigungsshow mit überwiegend Minimalstbekanntheiten beruht darauf, dass die Kandidaten zwar in den Dschungel gehen, die Zuschauer aber in den Dschungel fliehen. Die Campbewohner haben viel zu viel Zeit, um sich nicht irgendwann mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Wir, die Zuschauer, hingegen wollen über die kleinen Probleme der Kandidaten - die Toiletten, die Mahlzeiten, die Schlafgelegenheiten - die großen Probleme vergessen, die eigenen und die der Welt.

Doch an diesem Tag beginnen wir zu ahnen, dass das nicht mehr lange funktionieren wird. Heute bedroht das Feuer vielleicht nur unsere neben Länderspielen und Tatort beliebteste TV-Sendung, aber morgen bedroht es vielleicht schon unser eigenes Haus. In der Werbepause berichtet Ilka Eßmüller in der Vorschau aufs Nachtjournal, dass sich zwei Feuer zu einem Megafeuer zusammenschlossen hätten.

Um eine Bedrohung, die größer wird, zumindest vorübergehend zu vergessen, muss die Droge stärker werden, die wir einnehmen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir haben das alle schon viel zu häufig gesehen und wir haben es schon besser gesehen. Die Leute, die etwas richtigzustellen haben. Die Leute, die aus dem Schatten eines früheren Partners treten wollen. Die Leute, die einfach nur dabei sind, weil das ihr Beruf ist, regelmäßig bei so was dabei zu sein. Es gibt keine Stars, es gibt bloß einige, die mal so was waren wie Stars (Sven Ottke, Sonja Kirchberger). Die meisten aber gehören zum Heer der namenlosen Bachelor-DSDS-Teilnehmer.

Wie sie vom Ranger aus dem Hotelschlaf gerissen werden. Wie sie im Hubschrauber in den Dschungel geflogen werden. Wie sie dann auf dem Weg ins Lager schon einmal Sterne gewinnen können. Das alles langweilt uns. Der Gang über die Wackelbrücke zieht sich bis ins Unendliche. Wir regen uns bei Twitter ein wenig über den übermotivierten Motivator Sven Ottke auf. Als Elena - Nachname egal - beim Schlüpfen in die Campkluft sagt, sie werde ihren Vertrag lesen, sobald sie zu Hause ist, um dann zu sehen, was sie gegen die aufdringliche Rangerin machen kann - da lächeln wir kurz in uns hinein.

Gegen 23.40 Uhr halten wir den Atem an. Eine Bildstörung. Nur kurz glauben wir, dass sich etwas Aufregendes zuträgt. Es geht dann einfach weiter. Mit der Dschungelprüfung, die auf „Dinner For One“ anspielt. Ein Zebrafell liegt vor der langen Tafel. Zietlow sagt: „Die gleiche Kotzedur wie jedes Jahr.“ Elena sagt: „Freude... Freude ist jetzt nicht vorhanden.“ Gegessen werden müssen Kakerlaken, Schweinevagina und Truthahnhoden. Wir überlegen, ob zumindest die Truthahnhoden neu sind. Das Team der zwölf beschränkt Haftbaren hat schon vorher kaum eine Gelegenheit ausgelassen, keinen Stern zu gewinnen. Der Lohn dafür, dass die meisten von ihnen gleich alles wieder ausspucken, sind drei Sterne. Am Samstag darf es Daniela Büchner, die Witwe des früheren Kandidaten Jens Büchner, zusammen mit Elena in der Dschungelprüfung versuchen. Es läuft auf eine Katastrophe hinaus.

Doch da ist immerhin Günter Krause. Er war Verkehrsminister unter Helmut Kohl, arbeitete zuvor als DDR-Vertreter an der deutschen Wiedervereinigung mit. Dann musste er zurücktreten und ließ sich weitere Dinge zu Schulden kommen, eines führte zu einer Verurteilung.

RTL hat ihn als ersten ins Camp geschickt, weil seine Gesundheit es nicht zulässt, auch nur irgendeine Prüfung zu absolvieren. Im Lager sehen wir ihn, wie er alleine herumläuft, T-Shirts faltet und trotzdem schwitzt. Später spricht er alle auf Russisch an, die auch nur halbwegs nach osteuropäischer Migrantin aussehen. Wir fühlen mit diesem Mann, dessen Zeit offenbar mehr als abgelaufen ist, und der trotzdem von sich sagt: „Als ehemaliger Bundesminister muss ich eine Führungspersönlichkeit sein.“ Als Ranger in der Nacht nach etwas im Camp suchen, glaubt er an eine Schlange, und sagt einen Satz, der die künftige Lage der Menschheit gut zusammenfasst: „Wenn es dunkel ist, sind wir strategisch im Nachteil.“

Doch noch in der ersten Folge beruft Dr. Bob ihn ab, weil sein Zustand so bedenklich ist wie der des Planeten. Die nächsten zwei Wochen darf er im Hotel verbringen. Als er das Camp verlässt, verlassen wir es ein wenig mit.

+++++10. Januar 2020+++++

Diese Tipps hat Evelyn Burdecki parat

Ab Freitagabend kämpfen wieder zwölf mehr oder weniger prominente Menschen in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um die Dschungelkrone. Jemand, der bestens weiß, was die Kandidaten vor Ort erwartet, ist Evelyn Burdecki. Im vergangenen Jahr wurde die Düsseldorferin zur Dschungelkönigin gewählt und hat daher ein paar Tipps für die angehenden TV-Camper.

Die wichtigste Frage ist natürlich, welche Strategie die besten Chancen auf den Titel bietet. Doch da wiegt Evelyn Burdecki schnell ab. „Es gibt keinen Tipp, wie man Zuschauer für sich gewinnt!“ Sie selbst sei vor einem Jahr ohne einen Plan in das Camp gegangen. „Ich war einfach ich selbst, Evelyn, wie sie leibt und lebt.“ Sie habe immer gesagt, was sie denke und sich nicht verstellt. Diese authentische Art brachte ihr zwar auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Blitzbirne“ ein, verhalf ihr aber letztlich auch zum Sieg. Deshalb ihr Rat an die neuen Kandidaten: „Bleibt wie ihr seid, kämpft für den Sieg und bleibt fair“

Die größte Herausforderung im Camp war für Evelyn Burdecki der langweilige Alltag. Denn abseits der Prüfungen und Schatzsuchen gibt es im Camp nicht viel zu tun. Wer die Düsseldorferin im vergangenen Jahr erlebt hat, wird sich aber sicher nicht über ihren Ratschlag zur Bekämpfung der Langeweile wundern: „Reden, Reden, Reden“, sagt sie. Wobei das natürlich voraussetzt, dass man bei den berühmten Lagerfeuergesprächen auch etwas zu erzählen hat.

Das dürfte zum einen sicher für Sonja Kirchberger gelten, die auf eine lange Film- und Fernsehkarriere zurückblicken kann. Zum anderen wird auch Günther Krause die eine oder andere spannende Geschichte erzählen können. Denn mit ihm ist nicht nur der erste Politiker, sondern gleichzeitig auch der erste ehemalige Bundesminister unter den Kandidaten. Von 1990 bis 1991 war er Minister für besondere Aufgaben, danach bis 1993 Verkehrsminister, bis er nach einer Reihe von Skandalen schließlich zurücktrat. Bei der Frage nach ihrem Favoriten denkt Evelyn Burdecki deshalb zuerst an ihn. „Aktuell finde ich den Politiker sehr spannend! Ein Freund von Frau Merkel im Dschungel, Respekt.“ Einen richtigen Favoriten könne man aber erst nach den ersten Sendungen bestimmen.

Ekel-Höhepunkt werden vermutlich wieder die Essensprüfungen sein. Ob es einen Tipp gibt, ohne Erbrechen an die Sterne zu kommen? „Das hätte ich damals auch gerne gewusst“, scherzt Burdecki. Zwar schaffte sie es, schadlos einen Kamelpenis zu verspeisen, doch beim Lammhirn spielte ihr Magen nicht mehr mit. Essen ist aber auch ein gutes Stichwort bei einem anderen Thema: den Luxusartikeln, von denen jeder Kandidat zwei mit ins Camp nehmen darf. Anstelle von Kissen und Schminkutensilien hat Evelyn Burdecki eine andere Empfehlung hinsichtlich des perfekten Luxusartikels: „Süßigkeiten, auch wenn man das nicht darf. Einen Versuch wäre es wert.“ Denn neben der Langeweile ist das wenige Essen sicher die zweitgrößte Herausforderung für die Camper. Doch gegen den Hunger hilft laut Burdecki nur eins: „Warten bis der Magen kleiner wird und nicht mehr knurrt.“ Auch wenn das sicher ein paar Tage dauern dürfte.

+++++9. Januar 2020+++++

Sonja Zietlow verteidigt „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“

Moderatorin Sonja Zietlow hat die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ (IBES) gegen Vorwürfe verteidigt. „Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren!“, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen.“

Zuletzt hatte sich Kritik an der Reality-Show aus dem australischen Dschungel geregt, da an der West- und Ostküste Australiens seit Oktober große Waldflächen brennen, mindestens 26 Menschen und viele Millionen von Tieren bereits gestorben sind. Tausende Häuser sind durch die Flammen schon verbrannt oder bedroht.

Das Dschungelcamp startet am 10. Januar in die 14. Staffel. Sonja Zietlow (51) und Daniel Hartwich (41) moderieren die Show aus dem australischen Dschungel. Ein RTL-Sprecher betonte: „Wir nehmen die Situation in Australien sehr ernst. Wir haben uns auch mit teils direkt betroffenen australischen Crewmitgliedern ein persönliches Bild von der Situation gemacht. Die Buschbrände werden in der Sendung thematisiert.“

+++++9. Januar 2020+++++

Das sind die Wett-Favoriten auf die Dschungelkrone

Wer holt die Dschungelkrone bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ 2020 und tritt in die Fußstapfen von 2019-Siegerin Evelyn Burdecki?

Geht es nach den Wett-Buchmachern, hat der ehemalige GZSZ-Star Raúl Richter die besten Karten. Das hat das Portal Wettbasis veröffentlicht.

Mit einer Quote von 4,5 sehen die Buchmacher seinen Triumph am wahrscheinlichsten und zahlen in diesem Fall das wenigste Geld aus. Den zweiten Platz teilen sich Elena Miras und Prince Damien. Die Erfolgsaussichten des Reality-TV-Sternchens sowie des einstigen DSDS-Gewinners werden von den Wettanbietern mit einer Quote von 5 bewertet.

Die anderen Kandidaten haben laut der Buchmacher-Analyse keine Chance. „Bachelor in Paradise“-Teilnehmer Marco Cerullo und „Superhändler“ Markus Reinecke haben eine Quote von acht. Sprich: Bei einem Euro Einsatz bekommt man bei einem Sieg der beiden acht Euro zurück.

Die weiteren Quoten der Stars:

  • Toni Trips: 11
  • Günther Krause: 26
  • Sven Ottke: 21
  • Sonja Kirchberger: 17
  • Claudia Norberg 17
  • Dani Büchner: 15
  • Anastasyia Avilova: 15

+++++9. Januar 2020+++++

Die Kritik am RTL-Dschungelcamp in Australiens Katastrophenjahr 2020 reißt nicht ab. Nun fordert auch die Medienexpertin der Union im Bundestag den Privatsender auf, die Show angesichts der heftigen Buschbrände auszusetzen. „In Australien brennen die Wälder, ein ganzer Kontinent leidet unter dem Feuer. Menschen und Tiere sterben, viele verlieren ihre Häuser. Die Umwelt wird großflächig zerstört. Dies ist nicht die geeignete Szenerie für eine leichte Unterhaltungssendung wie das "Dschungelcamp"“, teilte die medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, die Bremer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann, am Donnerstag mit.

„Die breit geführte, emotionale Debatte bei uns zeigt, dass viele Menschen es als hochgradig geschmacklos empfänden, wenn RTL das Dschungelcamp dennoch aus Australien ausstrahlen würde.“ Sie empfehle dem Sender daher, „das Dschungelcamp dieses Jahr nicht in Australien durchzuführen“. Die Entscheidung müsse der Sender als privates Medienunternehmen aber selbst treffen.

Die Moderatorin Sonja Zietlow verteidigte ihre Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ (IBES) gegen die Kritik. „Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren!“, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen.“

+++++8. Januar 2020++++

Peer Kusmagk fordert Spenden von Dschungelcamp-Teilnehmern

Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk wünscht sich, dass der Gewinner dieses Jahr die Siegprämie spendet. „Ich würde es begrüßen, wenn man sagt: "Die 100 000 Euro Gewinnprämie nehmen wir dieses Jahr, um den Leuten vor Ort zu helfen, die von dieser Naturkatastrophe betroffen sind"“, sagte der 44-Jährige der „Bild“.

Sein Vorschlag: „Alle Kandidaten sagen: "Diese 100 000 Euro will keiner von uns haben. Diese Summe spenden wir – und das beschließen wir gemeinsam."“ Seit Jahren gilt es als offenes Geheimnis, dass viele der Kandidaten in erster Linie aus finanziellen Nöten zusagen.

Die Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ steht derzeit in der Kritik, weil sie stattfindet, während nur Hunderte Kilometer entfernt verheerende Buschfeuer weite Teile Australiens verwüsten.

„Das ist ein großes Problem, da überhaupt Vorfreude für das diesjährige Dschungelcamp aufkommen zu lassen“, sagte Kusmagk, der die Show 2011 gewann. Aus seiner Sicht sollte man - „gerade wenn man sich in einem fremden Land bewegt und aus einem fremden Land so eine große Unterhaltungsshow sendet, darauf eingehen, was da gerade passiert“. Er sei sich aber sicher, „dass die Kollegen von RTL das auf dem Schirm haben“. Weiter Unterhaltung zu senden, sei wichtig, sagte er. „Denn es ist auch eine Chance, den Leuten in Deutschland aus erster Hand zu erzählen, was dort abgeht. Ein Fernsehsender wie RTL hat in diesen Tagen eine sehr große Verantwortung. Wenn man mit so einer Monsterproduktion aus Australien live sendet, sollte man darauf achten, etwas zurückzugeben.“

+++++7. Januar 2020+++++

Erste deutsche Politiker fordern TV-Aus für Dschungelcamp

Das Dschungelcamp 2020 steht unter schlechten Vorzeichen. Die großen Waldbrände in Australien sorgen für Regeländerungen im Camp und für Ausnahmezustände im Land. Nun haben sich erste deutsche Politiker zu Wort gemeldet und das Aus des Dschungelcamps in diesem Jahr gefordert. SPD-Politiker Karl Lauterbach forderte gegenüber „Bild“ das Ende von „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“. Er sagte: „Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen“. Das Ganze, so Lauterbach, erinnere an den Tanz auf dem Vulkan.

Auch der medienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Thomas Hacker, sieht die Ausstrahlung des Dschungelcamps kritisch. Er sagte: „Eine gewisse Sensibilität darf man, besonders angesichts dieser tragischen Katastrophe in Australien, schon erwarten. ‚The same procedure as every year‘ sollte RTL daher unter diesen Umständen aussetzen.“

+++++6. Januar 2020+++++

Dschungelcamper dürfen nur noch genau an einer Stelle im Camp rauchen

Die Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ finde in diesem Jahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, teilte der Sender am Montag mit.

Zwei Alarmsysteme würden alle Personen im Camp mit Sirenen über einen Notfall benachrichtigen. Außerdem seien alle Campbewohner darüber informiert worden, wie sie sich zu verhalten hätten, um einen Brand zu verhindern. Dazu zähle auch, dass Raucher in diesem Jahr nur rund um die Kochstelle zur Zigarette greifen dürfen, wo keine Pflanzen wachsen. Die Stummel müssen anschließend in eine verschließbare Box geworfen werden. „Der Teamchef hat als Einziger ein Spezialfeuerzeug, das von Sicherheitskräften freigegeben wurde“, heißt es in einer Mitteilung von RTL vom Montag.

Die Show, die am Freitag beginnt, muss auch zum ersten Mal ohne ein Lagerfeuer als Camp-Mittelpunkt auskommen. Stattdessen werde das Essen auf einem Gasfeuer gekocht, so RTL.

Seit Oktober wüten in Australien heftige Buschbrände. Insgesamt 24 Menschen kamen dabei landesweit ums Leben. Tausende Häuser wurden zerstört. Bis Anfang Januar waren mehrere Millionen Hektar Land abgebrannt. Dennoch sieht RTL keine Gefahr für die von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderierte Sendung: Die Brände seien mehrere hundert Kilometer von dem Camp entfernt, teilte der Sender mit.

Ernster sind die Brände aber für Camp-Arzt Dr. Bob zu nehmen, der mehrere hundert Kilometer vom Camp nahe der Brandgebiete lebt. Weil die Flammen immer dichter an sein Haus kämen, musste er es räumen, teilte RTL mit. „Nun hoffen wir auf den richtigen Wind und dass die Feuerwehr das Schlimmste verhindern kann“, sagte er.

+++++5. Januar 2020+++++

Raul Richter will Teil seiner Gage australischen Feuerwehrleuten spenden

Kritisch merkt er an, dass es durchaus bedenkenswert sei, in dieser Situation nach Australien zu fliegen. Ein Abbruch der Veranstaltung komme aber nicht infrage: „Aus gegebenem Anlass ist es tatsächlich paradox, dass wir für eine Unterhaltungsshow in ein Land fliegen, in dem gerade Menschen um ihr Leben kämpfen und viele viele Tiere diesen Kampf bereits verloren haben Ich will meine aktuell gute Reichweite dazu nutzen, um euch für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren. [...] Um das nochmal klarzustellen: Wir haben alle Verträge unterschrieben und sind verpflichtet diese einzuhalten! Natürlich spende ich auch einen Teil meiner Gage.“

+++++3. Januar 2020+++++

Dschungelcamp-Teilnehmerin wird mit Sex-Film erpresst

Es gebe eine Person, die sie erpressen wolle, sagte die 31-Jährige, die ab dem 10. Januar an der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ teilnehmen wird, in einer Instagram-Story. „Das lasse ich einfach nicht zu. Ich zahle keinen Cent an so eine Person.“

Hintergrund sei ein Film, den sie vor acht Jahren gedreht habe. „Das ist kein Porno, es geht um Soft-Erotik“, betonte sie in der Story, die sie am Freitag veröffentlichte. Die gebürtige Ukrainerin sei damals noch nicht lange in Deutschland gewesen, habe als Aushilfe in einem Ein-Euro-Shop und einem Baumarkt nicht viel verdient. Darum habe sie auf eine Anzeige geantwortet, in der Frauen für einen Film gesucht wurden, in dem sie sich „sexy präsentieren“ sollten. 1250 Euro habe es dafür gegeben. „Das war für mich ein Vermögen.“

Sie wolle diese Geschichte auch öffentlich machen, um Frauen zu ermutigen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. „Ich werde mich nicht erpressen lassen“, betonte sie. Avilova war vor ihrem Engagement für den RTL-Dschungel in der Show „Temptation Island – Versuchung im Paradies“ zu sehen und ließ sich 2019 für den „Playboy“ fotografieren.

+++++3. Januar 2020+++++

Auf eine Sache müssen die Dschungelcamper dieses Jahr verzichten

Auf eine Sache müssen die Dschungelcamper dieses Jahr verzichten

Wegen der schweren Waldbrände in Australien muss die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ ohne den traditionellen Camp-Mittelpunkt auskommen.

Es werde „diesmal nur gasbetriebenes Feuer geben“, teilte der Sender auf Anfrage mit. Auch die britische Ausgabe der Show „I'm a celebrity - Get me out of here“ hatte im vergangenen Monat bereits auf ein offenes Feuer verzichtet. Die Kandidaten bereiteten ihr Essen auf einem Gaskocher zu. Es war das erste Mal in der 17-jährigen Geschichte der britischen Show, dass das berühmte Feuer fehlte, wie englische Medien berichteten.

In weiten Teilen Australiens wüten seit Wochen heftige Buschbrände. Mindestens 17 Menschen starben seit dem Ausbruch der ersten Feuer. Dutzende werden vermisst. Nach Behördenangaben verbrannten schon mehrere Millionen Hektar Land. Auch das Nachrichtenportal „Watson“ berichtete über die Vorsichtsmaßnahmen im RTL-Camp.

„Wir verfolgen die dramatische Situation in Australien genau“, sagte ein Sprecher des Senders auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Das Areal, auf dem sich das Dschungelcamp in Australien liegt, ist von den Buschbränden nicht betroffen. Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass die Brände das Gebiet des Dschungelcamps erreichen können.“ Die Show, die am 10. Januar startet, werde darum wie geplant stattfinden können - nur eben ohne Lagerfeuer und ohne Kerzen.

Das Feuer spielte bislang eine wichtige Rolle in der von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderierten Show. Es war viel mehr als nur die Kochstelle. Stets musste es nachts von mindestens zwei Campern bewacht werden, damit es nicht erlischt. So kam es dann oft zu den großen, tränenreichen Dschungel-Geständnissen oder fiesen Lästereien, die die Show ausmachen.

+++++1. Januar 2020+++++

Das sind die Dschungelcamp-Teilnehmer 2020

Gerüchte und unbestätigte Meldungen gab es schon länger - jetzt hat RTL bekanntgegeben, welche Kandidaten bei der 14. Staffel von „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ zu sehen sein werden. Sie startet am 10. Januar 2020.

Folgende Camper werden dann um die Dschungelkrone kämpfen:

  • Anastasiya Avilova - Die 31-Jährige ist dem Fachpublikum durch ihren Auftritt bei „Temptation Island“ bekannt.
  • Claudia Norberg - War verheiratet mit Schlagersänger Michael Wendler, ebenfalls ein Dschungel-Veteran.
  • Danni Büchner - Ist die Witwe von „Mallorca-Jens“ Büchner.
  • Elena Miras - Die 27-Jährige gewann im vergangenen Jahr bei „Das Sommerhaus der Stars“.
  • Günther Krause - Ist der erste Politiker im Dschungelcamp. Er war von 1991 bis 1993 Bundesverkehrsminister (und wurde später verurteilt wegen Insolvenzverschleppung und Betrug).
  • Marco Cerullo - Ist 31 Jahre alt und war mal bei „Bachelor in Paradise“.
  • Markus Reinecke - Kann man kennen, wenn man „Die Superhändler“ guckt - dort macht der Antiquitätenhändler (laut RTL) „die besten Deals“.
  • Prince Damien - Gewann die 13. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ und probiert's jetzt als Dschungelkönig-Aspirant.
  • Raul Richter - Spielte sieben Jahre lang bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit (als Dominik Gundlach).
  • Sonja Kirchberger - Galt vor längerer Zeit mal als Sexsymbol und war dreimal im Playboy zu sehen.
  • Sven Ottke - Der ehemalige Profiboxer war Weltmeister im Supermittelgewicht und ist heute 52 Jahre alt.
  • Toni Trips - Die 22-Jährige hat bei „Deutschland sucht den Superstar“ mitgemacht und ist tätowiert (auch im Gesicht).

Wollen Sie Bilder der IBES-Kandidaten 2020 sehen? Hier geht es zu unserer Fotogalerie.

+++++18. Dezember 2019+++++
Dschungelcamp-Arzt Dr. Bob bekommt eigene Sendung

Mehr als 5000 Kilometer mit Evelyn Burdecki und Thorsten Legat verbringen. Wem nur bei dem Gedanken daran schon ganz anders wird, der kann beruhigt sein: Dr. Bob hat diese Bürde für uns auf sich genommen und war zwei Wochen lang mit der noch amtierenden Dschungelkönigin und dem pausenlos „Kasalla“ schreienden Ex-Profi-Fußballer in Australien unterwegs.

„Dr. Bob’s Australien“ heißt die Sendung, die bei RTL am 12. Januar 2020 um 20.15 Uhr zu sehen sein wird. Darin zeigt Dr. Bob der rotlippigen Evelyn und dem testosteronhaltigen Thorsten seine Heimat. Mit einem Geländewagen begibt sich das Trio ans Great Barrier Reef, in den Regenwald und ins Outback. Dabei erwarten sie laut RTL nicht nur kuschelige Koalas und Känguru-Babys, sondern auch ein Aufeinandertreffen mit der giftigsten Schlange der Welt.

Es bleibt abzuwarten, was Dr. Bob mehr abverlangen wird: Die tierische oder die menschliche Gesellschaft.

+++++9. Dezember 2019 +++++

RTL gibt Starttermin für Dschungelcamp 2020 bekannt

Es ist offiziell. Das Dschungelcamp 2020 startet am 10. Januar. Das teilte der Sender RTL am Montagabend mit. Auch im neuen Jahr kämpfen wieder zwölf Stars bei „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ um die Dschungelkrone und die Nachfolge der letztjährigen Gewinnerin Evelyn Burdecki. RTL verspricht, dass die Kandidaten neue Prüfungen absolvieren müssen und „viele Überaschungen überwinden“.

Das Finale findet am 25. Januar um 22.15 Uhr statt. Bis dahin sendet der Kölner Sender jeden Tag eine Folge aus Australien. Einen Tag nach dem Finale findet das „Große Wiedersehen“ statt und wird um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

+++++08. November 2019+++++

Diese Stars könnten ins Dschungelcamp ziehen

Noch ist es etwas hin, bis das TV-Großereignis „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ aus dem australischen Dschungel gezeigt wird. Schon jetzt kursieren erste Namen von möglichen Teilnehmern, die wahrscheinlich im Januar in das Dschungelcamp einziehen werden.

Wie die „Bild“ berichtet (kostenpflichtiger Inhalt), sollen unter anderem Boxer Sven Ottke, der ehemalige Verkehrsminister Günther Krause und DSDS-Sieger Prince Damien von RTL verpflichtet worden sein. Krause hatte eigenen Angaben zufolge bereits im vergangenen Jahr eine Anfrage von RTL bekommen – lehnte damals aber ab. Sieht es 2019 anders aus? Eine Bestätigung des Fernsehsenders steht freilich noch aus.

Dem Bericht zufolge geht es auch für „Love Island“-Kandidatin Elena Miras (27) und Sonja Kirchberger nach Australien. Die 54-Jährige ist vor allem für den Film „Die Venusfalle“ aus dem Jahr 1988 bekannt. Eher nur Insidern bekannt sein dürfte Anastasiya Avilova. Die 31-Jährige war kurzzeitig mit Ennesto Monté zusammen und trat bei „Temptation Island“ auf. Sie soll laut Bild nun genauso mit an Bord sein wie „Trödelfuchs“ Markus Reinecke aus der RTL-Show „Die Superhändler“.

Zuvor war spekuliert worden, ob auch Sharon Trovato dabei ist. Das ist die Tochter von TV-Detektiv Jürgen, der sich kürzlich bei „Promi Big Brother“ auf Sat.1 versuchte.

Gute Karten könnte auch Ennesto Monte, der Ex-Freund von TV-Psychologin Helena Fürst haben. Auch sie wohnte schon im „Sommerhaus“ und im Dschungelcamp.

(kron/mja/lukra/felt/zim/dpa)