1. Panorama
  2. Fernsehen

Dschungelcamp 2018: Fünf Sterne für Matthias Mangiapane in Dschungelprüfung

RTL-Dschungelcamp : Matthias Mangiapane kreischt sich durchs Weiße Haus

Am vierten Tag des Dschungelcamps bei RTL dürfen die Kandidaten mit Köpfchen, Erfolg und Schönheit punkten. Matthias Mangiapane feiert sich frenetisch selbst, bei Jenny Frankhauser fließen die Tränen. Und Daniele Negroni steht zu seinen Schwächen.

"Ich weiß ja, was ich in meinem Leben erreicht habe. Das können die jungen Dinger gar nicht wissen", sagt eine beleidigte Tina York, nachdem sie beim Camp-internen Ranking zum Stichwort "Erfolg" nur auf den hinteren Plätzen landet. Um die erste Schatzsuche der aktuellen Staffel "Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!" erfolgreich zu absolvieren, mussten Natascha Ochsenknecht und David Friedrich getrennt von der Gruppe erraten, wie sich die Kollegen zeitgleich im Camp bewerten.

Die Rechnung der Show-Macher, mit dem Spielchen Stress unter den Teilnehmern zu provozieren, ging schon beim ersten Begriff "Erfolg" auf. Ganz nach vorne wird Ex-Fußballer Ansgar Brinkmann gewählt, geschmeichelt wegen so viel Anerkennung, versucht er lässig zu wirken: "Ich habe in 20 Jahren nichts gewonnen." Am Schluss landet Jenny Frankhauser, die Halbschwester von Daniela Katzenberger, die sich das schwer zu Herzen nimmt. "Das finde ich nicht gerecht", sagt sie dem Dschungeltelefon und ist den Tränen nah.

Der nächste Begriff lautet "Intelligenz". Bei Menschen, die sich freiwillig ins Dschungelcamp begeben, überhaupt von Intelligenz zu sprechen ist schon gewagt, aber die Camper versuchen es dennoch. Wieder ist es Brinkmann, der sich in den Vordergrund spielt: "Es gibt schon Fußballer die wissen, dass es nicht nur die Farben Weiß und Schwarz gibt", betont er sichtlich stolz. Hinten landet erneut Frankhauser.

Bei der letzten Kategorie geht es um Attraktivität. Überraschenderweise landet Giuliana Farfalla ganz vorne. Die einleuchtende Begründung liefert der "weiße Brasilianer" Brinkmann: "Wer gerade im Playboy war, muss auf die Nummer eins." Aber auch der Fußballer selbst brauche sich laut Negroni nicht zu verstecken. "Die älteren Frauen ziehen sich bestimmt alle vor dem Fernseher wegen dir aus", sagt der Paradiesvogel. Ochsenknecht betrauert ihre verflossene Schönheit. Aber Attraktivität liege ja sowieso "im Auge des Betrachters".

Die Aufgabe zeigt in Perfektion, warum die RTL-Show so beliebt ist und Rudelgucker zusammenführt. Die Teilnehmer müssen von Angesicht zu Angesicht, vor TV-Kameras, übereinander in verschiedenen Kategorien urteilen, die wirklich nicht das beste Licht auf sie werfen. Der Zirkus im Regenwald beweist in gewohnter Qualität eher wenig Intelligenz oder Niveau. Dafür umso mehr peinliche Szenen von zwölf Menschen, die verzweifelt um die Wette eifern, wer weniger dumm als der andere ist.

Oder wie es passenderweise Jenny Frankhauser selbst sagt: "Die Leute schätzen mich immer als dumm und erfolgslos ein. Ich muss doppelt so viel arbeiten." Der Zuschauer möchte ihr zuschreien: "Ja, meine Kleine. Aber mach dir keine Sorgen, das gilt für alle anderen im Camp auch." Friedrich und Ochsenknecht kamen übrigens ohne Schatztruhe zurück.

Bevor der Teilnehmer für die kommende Dschungelprüfung verkündet wird, ist noch Zeit für den obligatorischen Zusammenbruch eines Teilnehmers. Dieses Mal: Sydney Youngblood. Der vermisst seine Frau so sehr, dass er gehen möchte. "Ich bin an meiner Grenze", sagt der Sänger. Doch dann schallt aus dem Camp ein Satz, der noch kommende Dschungel-Generationen vor Angst erzittern lassen wird: "Der Wendler bereut es bis heute." Michael Wendler hatte in einer vergangenen Staffel den berühmten Satz gerufen und war vorzeitig aus dem Camp ausgezogen.

Diese Warnung hat Erfolg: Nachdem sich Youngblood ausgeheult hat, entscheidet er sich - völlig überraschend - zu bleiben. Die Camper sind darüber so froh, dass sie spontan den Song "Always Look on the Bright Side of Life" anstimmen. Hätte Monty-Python-Sänger Eric Idle diese Interpretation seines Liedes gehört, er würde sich im Grab umdrehen — und das, obwohl er noch lebt.

"Das hatten wir doch schon"

Dann kommt es zum Abschluss der Sendung. Nach einer endlosen Wiederholung des Satzes "Du bist es … nicht" von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich - der Zuschauer sollte meinen, die beiden Moderatoren hätten nach zwölf Staffeln mal etwas Neues gelernt - werden Natascha Ochsenknecht und Matthias Mangiapane in die Dschungelprüfung für morgen gewählt. Dann geht es auf die "Dschungelkirmes".

Eigentlich müsste er der Gewinner des Tages sein, aber dank der Schatzsuche gerät die Dschungelprüfung von Matthias Mangiapane völlig zur Nebensache. Der räumt mit viel Gekreische in einem vom Weißen Haus inspirierten Gebäude immerhin fünf Sterne ab. Diese sind in den einzelnen Räumen teils unter lebenden Tieren, teils unter verdorbenem Fleisch versteckt. "Ich hab‘s geschafft", sagt der 34-Jährige und rastet aus.

"Ich kann ehrlich sagen, dass ich dumm bin. Aber ein cooler Dummer." Daniele Negroni, der zeigt, dass die Wahrheit auch mal wehtun kann.

Wer soll Dschungelkönig werden? Krönen Sie hier Ihren Favoriten!

<i>Diese Promis gingen vorzeitig aus dem Dschungelcamp</i>

Hier geht es zur Bilderstrecke: Dschungelcamp 2018 - Tag 4 in Bildern

(se)