DVB-T-Technik wird im Nordwesten Deutschlands eingeführt: Digitales "ÜberallFernsehen" auch für den PC

DVB-T-Technik wird im Nordwesten Deutschlands eingeführt : Digitales "ÜberallFernsehen" auch für den PC

Hannover (rpo). Nach dem erfolgreichen Start in Berlin geht das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T am 24. Mai auch im Nordwesten Deutschlands auf Sendung. Im November sollen auch Hamburg, Lübeck, Düsseldorf und das Ruhrgebiet mit DVB-T versorgt werden.

Mit DVB-T ließen sich ohne Satellit und Kabel über 20 Programme empfangen und volldigitale Videorecorder besonders leicht mit dem PC realisieren, berichtet das Computermagazin "c't" (Ausgabe 11/2004).

Zu den Vorteilen der neuen Technik gehören die im Vergleich zum analogen Fernsehen weitaus höhere Anzahl frei empfangbarer Programme und die verbesserte Bildqualität. Die Zeiten verschneiter Bilder seien vorbei, berichtet das Magazin. Einige Fernsehsender böten zudem Surround-Sound für das Heimkino im Wohnzimmer.

Besonders attraktiv ist die Flexibilität: Mit einem Empfangsgerät nebst Stummelantenne komme die Programmvielfalt auch auf den Balkon oder in den Schrebergarten, schreibt "c't". Außer den GEZ-Gebühren fielen keine laufenden Kosten an. Die Kabelanbieter kämen somit in Zugzwang, wenn sie in den Ballungszentren mit ihrem kostenpflichtigen Angebot gegen DVB-T antreten müssen.

Zum Empfang von DVB-T reicht eine so genannte Settop-Box, ein kleiner Kasten mit Stabantenne aus, der schon für 80 Euro zu haben ist, heißt es weiter. Für einen Empfang am PC benötige der Anwender entweder eine spezielle Karte oder eine externe USB-Box - ebenfalls ab 80 Euro erhältlich.

In Verbindung mit einem Computer könne der Nutzer DVB-T sinnvoll einsetzen, um Filme digital auf Festplatte zu speichern und auf DVD zu archivieren. Für ganz bequeme Nutzer biete sich auch ein Stand-alone-Gerät an, das ohne gesonderten PC als digitaler Videorecorder funktioniert, jedoch noch rund 700 Euro kostet.

Wenn im November auch Hamburg, Lübeck, Düsseldorf und das Ruhrgebiet mit DVB-T versorgt werden, sollen bereits 24 Millionen Einwohner digitales Antennenfernsehen empfangen können.

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