Die Höhle der Löwen: Jurcevic überzeugt Jury-Mitglieder mit Blufixx

TV-Show "Die Höhle der Löwen": Kölner Heimwerker überzeugt alle fünf Jury-Mitglieder

Eine Premiere gab es am Dienstagabend in der Start-up-Castingshow "Die Höhle der Löwen": Heimwerker Dinko Jurcevic gelang es, alle fünf Unternehmer in der Jury zu überzeugen. Die Wahl des Kölners, mit wem er seine Erfindung zum Millionengeschäft ausbauen will, überraschte.

Seit der ersten Folge sitzen Judith Williams (43), Jochen Schweizer (59) und Frank Thelen (40) in der Jury der "Die Höhle der Löwen". In der dritten Staffel nun bewerten auch Ralf Dümmel (49) und Multimillionär Carsten Maschmeyer die Geschäftsideen von Gründern und investieren im besten Fall. Diesmal bekamen vier Start-ups frisches Kapital.

Dinko Jurcevic gelang, was in zwei Staffeln zuvor kein Gründer geschafft hatte: Der ehemalige Zahntechniker überzeugte mit seinem Klebestift "Blufixx" alle Löwen. Mit LED-Licht bestrahlte er zwei Tropfen einer Klebemasse in dem Stift. Sofort verhärtete sich das Material. Alles nur geklaut? Von wegen, der Kölner selbst hat über 40 Patente für seine Idee angemeldet.

Alle Löwen buhlten kräftig um die Gunst des Gründers. Frank Thelen und Judith Williams sowie Ralf Dümmel und Jochen Schweizer boten sich als Duos an (300.000 Euro, 20 Prozent der Firma). Jurcevic aber wollte einen "Sparringspartner" — und entschied sich für Maschmeyer, der 300.000 Euro bot und dafür zehn Prozent verlangte.

Eine Fitnesswurst als gesunde Alternative zur Grillwurst hatten sich Manuel Stöffler (27) und Michael Ziegler (27) ausgedacht. Die fettarme, proteinreiche Wurst aus eigener Herstellung, die auch noch schmeckt. Das Versprechen von "Grillido" klang vielversprechend. Der Powersnack soll für Sportler und das Büro sein. Ein Löwe biss an: Frank Thelen aber forderte 100.000 Euro für 20 Prozent, also das Vierfache der Anteile, die die Kandidaten (fünf Prozent) angeboten hatten. Thelen wollte 20 Prozent, die Gründer von "Grillido" zögerten zu lange: Thelen sprang ab.

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Jennifer Browarczyk (37) hat die Idee für "Foreverly" aus den USA mitgebracht. Der Online-Marktplatz für Hochzeiten soll die Planung vereinfachen. Der Markt sei riesig: Durchschnittlich 20.000 Euro investierten Paare in den schönsten Tag des Jahres. "Das macht einen Marktwert von 18 Milliarden Euro", sagte die Gründerin. Um es langfristig profitabel zu machen, benötigte die Berlinerin 150.000 Euro. Das "Ja-Wort" für den Deal gab Jochen Schweizer.

Gas-Wasser-Installateur Karl-Heinz Bilz (60) war der Daniel Düsentrieb der Sendung. Um verstopfte Waschbecken zu vermeiden, hat er die "Abflussfee" entwickelt. Der Reinigungsstein mit Duft im Stopfen verhindert, dass sich Haare und Schmutz im Abfluss festsetzen. Statt aggressiver Reinigungsmittel und Rohrreiniger solle sie eingesetzt werden. Für 14,95 Euro pro Stück verkauft er, für unter drei Euro produziert Bilz. 250.000 Euro für 35 Prozent der Anteile bot ihm Unternehmer Ralf Dümmel — und der Handwerker schlug ein.

Denis und Matthieu Kanzler aus Leipzig hatten ihre "Twin-Bottle" mitgebracht — die erste sichere Glasflasche. 620.000 Euro für die Hälfte der Firmenanteile wollten die Zwillinge haben. Billiges Material, viel zu teuer — so urteilte die Jury und lehnte ab. David Vinnitski und sein Team wollten vom Online-Trend-Produkt in den Getränkemarkt eintauchen: mit kaltgepresstem Saft aus frischen Früchten. Das Ticket für die Überholspur gab es für das Team von "Kale and me" aus Hamburg aber nicht.

(ball)
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