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Die Höhle der Löwen 2018: „Waterdrop"-Erfinder verhandeln mit Dümmel und Wöhrl über Millionen-Deal

„Höhle der Löwen“ : Investoren bieten Brausetablette-Erfindern einen Millionen-Deal an

Drei junge Österreicher kommen mit einem neuen Produkt für den Getränkemarkt in die TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Zunächst sieht es so aus, als hätten sie sich verzockt. Aber dann wollen zwei Investoren zugreifen.

Wasser mit Geschmack gibt es vermeintlich wie Sand am Meer. Aber noch nicht oft genug, finden Christoph Hermann (34), Martin Donald Murray (33) und Henry Wieser (28) aus Wien in der neunten Folge von „Die Höhle der Löwen“. Mit ihren Brausewürfeln „Waterdrop“ wollen sie geschmackloses Trinkwasser aufpimpen – und das zuckerfrei. Vitaminreiche Frucht- und Pflanzenextrakte inklusive. Nach Österreich sollen die Würfel nun auch auf den deutschen Markt kommen. Doch welcher Löwe ist bereit, für Brausetabletten eine Million Euro auf den Tisch zu legen?

Mit „der weltweit erste Mikro-Drink“ preist Murray das Produkt an. Die Drops sind einzeln verpackt, passen also immer in die Tasche und machen aus Wasser ein fruchtiges Getränk. Die Menschen kämen mit weniger Plastikflaschen aus, und es würde ihnen leichter gemacht, mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen - so argumentieren die Unternehmer. Die Löwen probieren die Getränke mit den Brausewürfeln. Es schmeckt. Doch die ersten Löwen steigen aus – Carsten Maschmeyer und Frank Thelen haben kein Interesse an einem Deal. Haben die Österreicher mit ihrer Unternehmensbewertung zu hoch gepokert?

„Ich finde das Thema nicht gut - ich finde es sensationell“, sagt dann Ralf Dümmel. Dagmar Wöhrl ist derselben Meinung. Sie wollen den Deal mit den Drops und sind tatsächlich bereit, die eine Million Euro zu investieren. Zehn Prozent ihrer Firmenanteile wollten die Gründe dafür abgeben, doch die beiden Löwen wollen zusammen 20 Prozent. Nach kurzer Beratung kommen die drei Gründer zurück – mit einem Gegenangebot. Noch einmal volles Risiko. Sie sind bereit, 12,5 Prozent abzugeben. Auch Wöhrl und Dümmel ziehen sich zu einer Beratung zurück. Schließlich vereinbaren sie mit dem Trio eine Umsatzbeteiligung, zusätzlich zum Firmenanteil. Damit ist der Deal fix. Gleich der erste Pitch des Abends ist erfolgreich verlaufen – und es ist sogar ein Millionen-Investment dabei herausgekommen.

Kofler und Maschmeyer tun sich zusammen

Ein hohes Investment darf auch der gerade einmal 26-jährige Andreas Widmann aus Mannheim verbuchen. 500.000 Euro für zehn Prozent Anteile an „Roadads“ möchte er haben. Das sind ePaper-Displays an Lkw, die mithilfe von GPS, Wlan und LTE lokal die passende Werbung zeigen sollen. Der erfahrene Medienexperte Georg Kofler meint, der geforderte Betrag reiche nicht aus, um die Idee groß auszubauen. Erst bietet er alleine, dann zusammen mit Maschmeyer 750.000 Euro, verlangt dafür aber auch 25 Prozent der Firmenanteile. Das Löwen-Duo überzeugt den Gründer - der 26-Jährige nimmt das Angebot an.

Viel Lob, aber dennoch keinen Deal gibt es dann für eine Gründerin aus Mechernich. Mit „Boneguard“, einem Halter für Kauknochen, will Sonja Labitzke (43) Hunde davor bewahren, Knochenteile zu verschlucken. Ihre Zahlen schinden Eindruck – ganze 170.000 Euro Umsatz konnte die Unternehmerin im ersten halben Jahr auf dem Markt verzeichnen. Die Löwen Georg Kofler und Frank Thelen können sich zwar nicht für das Produkt begeistern, aber sie ziehen, wie alle, den Hut vor dem Erfolg der Unternehmerin. Schließlich meint Wunsch-Löwe Ralf Dümmel, „Sie brauchen mich nicht“, und auch Carsten Maschmeyer rät: „Gehen Sie Ihren Selfmade-Weg weiter.“

Zwei Produkte sind den Löwen zu teuer

Zwei weitere Start-Ups können am Dienstagabend keinen Deal mit nach Hause nehmen. Mit dem „Fitseat“, einer Art Kreuzung aus Bürostuhl und Fahrrad-Ergometer, sollen Mitarbeiter fast mühelos mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren – so die Vision des ehemaligen Leistungssportlers und Entwicklers Jan Gumprecht (36). Doch der Hohe Preis des Produktes – 1700 Euro – schreckt die Löwen ab. Die gewünschten 150.000 Euro Investment für 15 Prozent der Unternehmensanteile gibt es nicht. Der „Milquino“, ein Babymilchvollautomat, ist den Löwen ebenfalls zu teuer. Judith Williams sagt, sie hätte als junge Mutter nicht den Preis von mindestens 239 Euro für so eine Maschine bezahlt. Das Gerät könne dafür zu wenig. Obwohl das Unternehmerpaar Corina (33) und Jochen Riedinger (36) aus Dillingen bereits 575.000 Euro in „Milquino“ investiert hat, gibt es für sie keinen Deal mit den Löwen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Top-Produkte aus „Die Höhle der Löwen“ 2020