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"Die Bachelorette", Folge 4: Wer raus ist? Welche Kandidaten bekommen eine Rose?

Folge 4 bei „Die Bachelorette“ : Zum Einschlafen

Die verbliebenen elf Männer, die um das Herz von Bachelorette Melissa kämpfen, tun in Woche vier vor allem eines: schlafen. Nur zwei Kandidaten stechen heraus – ein Österreicher positiv, ein Viersener negativ.

Gegen einen ausgedehnten Mittagsschlaf ist absolut nichts einzuwenden. Was die Zuschauer in Woche vier von „Die Bachelorette“ zu sehen bekommen, gleicht aber eher einer in Gruppenschnarchen ausartenden kollektiven Übermüdung. Im Bett, auf der Couch, auf den Gartenliegen am Pool – überall fläzen sich die Männer in ihrer griechischen Villa tagsüber herum. Langeweile pur. Was ist nur mit den Kandidaten los, die zu Beginn der Kuppelshow wie eine aufgeweckten Gruppe mit ordentlich Partypotenzial und Unterhaltungsfaktor wirkten?

Bestes Beispiel dafür, was für ein müder Haufen da zusammengekommen ist, ist das Gruppendate am Strand. Bachelorette Melissa lässt die Jungs dort hinfahren, sie selbst kommt nach ihrem Einzeldate mit Leander per Boot nach. Als die Männer an der wunderschönen kleinen Privat-Bucht mit eigener Cocktailbar ankommen, erfahren sie, dass sie noch ein wenig auf die Bachelorette warten müssen, währenddessen aber schon mit der Strandparty anfangen sollen. Was folgt, hat mit einer Strandparty aber nichts zu tun. Die einen dösen am Strand, die anderen dümpeln auf rosa Aufblas-Flamingos im Wasser umher. Dazu gibt’s ein bisschen Gequengel, weil Melissa noch nicht da ist. Wahnsinns Party.

Nicht weniger übel ist das zweite Gruppendate der Folge. Melissa lädt drei der vier Daniels zum Kaffeesatzlesen, bei dem ihnen eine alte Dame aus Bohnenresten die Zukunft vorhersagen soll. Die Griechin im blauen Kleid orakelt für Melissa etwa: „Du wirst jemanden küssen.“ Was sie nicht sagt! Als ob es bislang jemals eine Bachelorette-Staffel ohne Kuss gegeben hätte. Während Melissa und den Daniels die Münder offen stehen, kann man sich als Zuschauer nur an den Kopf fassen.

Damit genug der Schwarzmalerei und hin zum einzigen Lichtblick. Der heißt, wie so viele andere auch, Daniel und kommt aus Österreich. Melissa lädt ihn zum Einzeldate in ihre Villa ein, es wird gegrillt. Und nicht nur am Grillrost - Achtung, schlimmes Wortspiel - springt an diesem Abend der Funke über. Erst akzenteln sich die beiden auf Österreichisch und Schwäbisch so fröhlich an, dass nicht nur das Essen sondern auch die Silben nur so verschluckt werden. Dann kommen sie sich auf dem Diwan immer näher. Kuscheln, Augenkontakt, Streicheleinheiten – aber der erste Kuss fällt nicht. Man merkt zwar, dass er will, aber er merkt auch, dass sie noch Zeit braucht und drängt sich deshalb nicht auf. Guter Mann.

Doch Daniel hat bei seinen Konkurrenten einen etwas schweren Stand – oder wie Patrick sagt: „Er fällt positiv auf. Er hält sich überall raus, ist ein smarter Kerl, sieht gut aus. Es nervt halt.“ Doch statt genervt zu sein, sollten sich die Schnarchnasen vielleicht mal etwas von ihm abschauen. Denn Ösi Daniel macht seit Woche eins vor, wie man mit einer lockeren, offenen, sympathischen Art eine Frau für sich gewinnt. Zuschauen und lernen.

Für einen gilt das ganz besonders: den Viersener Ioannis. Der hält seine Augen zwar länger geöffnet als der Durchschnitts-Kandidat, doch leider gilt das auch für seinen Mund. Dabei ist das Problem eigentlich nicht, dass er etwas sagt, sondern was und wie. Die Meinungen anderer Kandidaten kann er nur schlecht akzeptieren, fährt ihnen teilweise aufbrausend über den Mund. Die Quittung: Die anderen Männer haben keine Lust mehr auf seine Gesellschaft – oder wie einer der Daniels sagt: „Ich kann die Scheiße nicht mehr hören.“ Melissa ist noch nicht soweit. Sie lässt auch in der Nacht der Rosen wieder Macho-Sprüche über sich ergehen, hält das aber für „Necken, das dazu gehört“. Doch er behandelt andere von oben herab. Das sieht sie noch nicht und gibt ihm trotzdem eine Rose.

Gehen muss Patrick, der seine Energie statt des Genervtseins mal besser in Eigeninitiative gesteckt hätte. Ebenfalls Schluss ist für Angelo, den König der Schlafmützen, sowie Sebastian, der noch nicht einmal durch übermäßiges Wegnicken auffiel, sondern einfach gar nicht. Was bleibt, sind drei Langweiler weniger und Hoffnung auf etwas mehr Spannung nächste Woche.

Hier geht es zur Bilderstrecke: "Die Bachelorette" 2020: Wer ist raus, wer ist noch dabei?