Vor Beginn der neuen DSDS-Staffel: Der Poptitan schießt gegen die Konkurrenz

Vor Beginn der neuen DSDS-Staffel : Der Poptitan schießt gegen die Konkurrenz

Seit 2003 zieht die RTL-Suche nach dem "Superstar" einsam ihre Kreise im deutschen Fernsehen - die Mitbewerber schienen keine Chance zu haben. Doch jetzt sind ProSieben und Sat.1 aufgewacht und haben mit "The Voice of Germany" ernste Konkurrenz auf den Markt gebracht. Einem Gefällt das gar nicht: dem Poptitan Dieter Bohlen.

Dieter Bohlen war lange Zeit Chefjuror mit den beinharten Sprüchen und dem Bestimmer-Monopol. Über viele Jahre - seit 2003 - hat der 57-jährige Norddeutsche mit dem sicheren Blick für Sängertalente und dem Riecher für den dicken Umsatz die jährliche RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) geprägt und wird dies auch von diesem Samstag an in einem neuen Durchgang auf seine typische Art und Weise erledigen.

Doch nicht alles ist so wie sonst. Denn nach etlichen vergeblichen oder mäßigen Versuchen hat die Senderkonkurrenz mit "The Voice of Germany" plötzlich ein Format aus dem Hut gezaubert, das erstmals am Nimbus von DSDS kratzt.

Die Stimme allein macht keinen Star

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung holte Dieter Bohlen jetzt aus und wies sowohl Konkurrenz als auch Kritiker in die Schranken. "Die Stimme allein machte vielleicht zu Zeiten des Grammofons und von Jopie Heesters einen Star, aber heute nur noch echt selten", lässt der Poptitan ab.

Für ihn sei DSDS "eben nicht so eine Show, in der größtenteils schon bekannte Sänger auftreten, die zwar eine schöne Stimme haben, aber eigentlich schon Profis mit Hits sind", erklärte Bohlen. "Wir geben allen eine Chance."

Gerade diese vermeintliche Nicht-Selektion wird der RTL-Castingshow immer wieder zum Vorwurf gemacht. So werden gerne neben den wahren Gesangstalenten Kandidaten öffentlich aufs Korn genommen und mit fiesen Sprüchen des Poptitan im Gepäck nach Hause geschickt. "Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es gerne behalten - es ist ja seins", kommentiert Bohlen kritische Stimmen im "Bild"-Interview.

Das altbewährte Konzept

Nicht ändern wird sich auch in der neuen DSDS-Staffel Sprücheklopfer Bohlen, von dem RTL schon vor dem Start der Castingfolgen einige Kostproben seiner kernig-kritischen Kandidatenbewertungen zum Besten gegeben hat: "Wir suchen einen Vulkanausbruch und keine Furzfontänen", sagt er den hoffnungsvollen Talenten. Dazu dann noch: "Du hast weniger Töne getroffen, als ein peruanischer Nackthund Haare am Arsch hat" oder auch "Du hörst dich an wie eine Qualle im Baldriantee, die um ihr Leben paddelt".

Vielleicht sind auch solche Aussagen der Grund, warum sich viele Zuschauer für "The Voice of Germany" interessieren. Und weitere Konkurrenz lauert schon: Am 12. Januar starten ARD und ProSieben das gemeinsame Eurovisions-Casting "Unser Star für Baku".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Dieter Bohlen - der Poptitan teilt aus

(dpa, sap)
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