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Das sind die Lieblings-„Tatort-Ermittler von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal

Langjährige TV-Kommissarin plaudert : Das sind die Lieblings-„Tatort-Ermittler von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal

Seit rund 30 Jahren ist Ulrike Folkerts als „Lena Odenthal“ im ARD-„Tatort“ zu sehen. Jetzt wurde sie nach ihrem Lieblings-Ermittlerteam gefragt. Sie war zu Gast in der „NDR Talk Show“ am Freitagabend.

Meist ist die Antwort „Münster“, wenn man die Deutschen nach ihren Lieblingskommissaren im ARD-Krimi „Tatort“ befragt. Aber wie sieht es aus, wenn eine „Tatort“-Kommissarin gefragt wird? In der „NDR Talk Show“ am Freitagabend sprach Ulrike Folkerts, seit 30 Jahren Kommissarin Lena Odenthal in Ludwigshafen, über ihre Lieblingsermittler.

Ihre Antwort lautet nicht Münster, sondern Dortmund – gemeint ist das Ermittlerteam um Faber (Jörg Hartmann), das in der Jubiläumsfolge „In der Familie“ zum 50. „Tatort“-Geburtstag einen Mafiafall lösen muss. „Ich mag Dortmund“, so Folkerts. Direkt danach käme in ihrer Reihenfolge der „Polizeiruf 110“ aus Rostock mit Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau. „Das sind tatsächlich Favourites von mir“, plauderte Folkerts aus dem Nähkästchen. Dass nun ausgerechnet ihr Lieblingsteam aus Dortmund mit den Kommissaren aus München die beiden Jubiläumsfälle in einer Doppelfolge lösen darf, habe sie schon etwas gewurmt. „Ich war ein bisschen neidisch, dass die Münchener das machen durften und nicht ich“, sagt sie.

Trotz etwas Frust über die verpasste Geburtstagsfolge hat sie mit ihrer Figur Lena Odenthal, die ebenfalls zu den beliebtesten Figuren in der Reihe gehört, noch einiges vor. „Es gibt einen Wunsch, den ich ein bisschen außer Acht gelassen habe: Ich wünsche mir mehr Autorinnen. Mich würde der weibliche Blick auf Krimi interessieren. Die kommen echt zu kurz, auch beim ‚Tatort‘. Es heißt dann, die schreiben nicht so gerne, aber das stimmt nicht. (...)“

Folkerts habe, „glaube ich, 72 ‚Tatorte‘ gedreht: Zehnmal davon führte eine Frau Regie. Und auch das würde ich gerne zu einem wenigstens Fifty-Fifty führen, dass es gleichgewichtig ist, wenn ich zwei im Jahr mache. Ich glaube, der Blick der Frauen auf unsere Welt ist ein anderer und der kommt zu kurz.“

(mja)