Berlin: Chaoten mit Geschäftsidee

Berlin: Chaoten mit Geschäftsidee

Armin Rohde und Ludger Pistor harmonieren bestens in dieser kurzweiligen Kumpel-Komödie.

Die beiden sind ein komisches Gespann, typische Ruhrpott-Chaoten: Während der untersetzte, cholerische Günther Kuballa (Armin Rohde) bei jedem Anlass gleich in die Luft geht, verzieht sein penibler, leicht bräsiger Kumpel Wolfgang Krettek (Ludger Pistor) keine Miene. Ein starkes Pärchen, bestens aufeinander eingespielt.

Nach den Komödien "Ein Schnitzel für drei" (2009) und "Schnitzel für alle" (2013), die mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde, spielen sich Rohde und Pistor als erfindungsreiche Langzeitarbeitslose in der WDR-Produktion "Schnitzel geht immer" erneut gekonnt die Bälle zu. Die ganz auf die beiden Hauptdarsteller zugeschnittene Komödie unter der Regie des Österreichers Wolfgang Murnberger ("Der Knochenmann") läuft heute im Ersten.

Die Hartz-IV-Bezieher Kuballa und Krettek ergreifen die Initiative und planen die Eröffnung eines Ladens für T-Shirt-Drucke. Über diese Geschäftsidee ist die kratzbürstige Frau Gottschalk (Ramona Kunze-Libnow) vom Jobcenter gar nicht begeistert. Die 4000 Euro Startkapital will sie partout nicht rausrücken. Dann kommt der Zufall ins Spiel. Die beiden Existenzgründer kommen ausgerechnet über Gottschalk an die richtigen Antworten für eine Quiz-Show. Kuballa und Krettek schaffen es tatsächlich, als Kandidaten in die Sendung zu kommen. Mehr als die benötigte Summe wollen sie nicht rausholen, aber dann sieht der impulsive Kuballa plötzlich die Chance auf einen Riesengewinn und setzt alles aufs Spiel.

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Die Geschichte kommt mitunter schon sehr konstruiert und lebensfern daher. Drehbuchautor Ingo Haeb kümmert sich trotz einiger kritischer Untertöne nicht um Plausibilität, sondern verlässt sich ganz auf seine Hauptdarsteller. Die beiden spielen überzeugend zwei grundsympathische Chaoten, die einfach nur aus ihrem Hartz-IV-Schlamassel rauskommen wollen und sich dafür so einiges einfallen lassen. Man darf sich nicht unterkriegen lassen. So die einfache, aber glaubwürdig vermittelte Botschaft dieser kurzweiligen Kumpel-Komödie.

"Schnitzel geht immer", DasErste, 20\.15 Uhr

(dpa)
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