"Gräfin gesucht": Zweite Staffel Blaublüter auf Brautschau

Berlin (RPO). Christoph, Moritz, Tilo und Johann sind das, was man eine gute Partie nennt. Sie haben einen Adelstitel, ein herrschaftliches Anwesen und eine florierende Firma. Doch eines fehlt den Grafen zum perfekten Glück: eine Partnerin. Bei der Balz greift ihnen Sat.1 nun unter die Arme.

Gräfin gesucht - Runde zwei für die balzenden Blaublüter
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Gräfin gesucht - Runde zwei für die balzenden Blaublüter

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Heute um 19.00 Uhr startet der Privatsender mit der zweiten Staffel der Dating-Doku-Soap "Gräfin gesucht - Adel auf Brautschau". Dabei bekommt der Zuschauer in den acht neuen Folgen das zu sehen, was er aus der ersten Staffel und diversen anderen Kuppelformaten kennt: baggern und balzen, zicken und zoffen, hadern und hoffen.

Die Premiere hatte im Sommer 2008 beim Publikum durchschnittlich 2,48 Millionen Zuschauer (10,5 Prozent Marktanteil) pro Folge erreicht und damit deutlich den Kürzeren im Vergleich zu "Bauer sucht Frau" gezogen. Die vierte Staffel des RTL-Pendants verfolgten Ende 2008 im Schnitt 7,55 Millionen Zuschauer (25,1 Prozent Marktanteil). Während sich die einsamen Herzen bei RTL bodenständig zwischen Mistgabel und Melkmaschine näher kommen, setzt Sat.1 auf Champagner und teure Autos.

Christoph etwa stellt sich als agiler Jungunternehmer vom Tegernsee vor. Aus einem der ältesten bayerischen Grafengeschlechter stammend bewegt er sich zwischen Fischwirtschaft, 700-Quadratmeter-Herberge und illustren Partys. Er sei kein Graf, der vor dem Kamin sitze, betont der 26-Jährige. Stattdessen feiere er gern und heftig. Folglich sollte seine Traumfrau kein Mauerblümchen sein, sondern "mit auf den Tischen stehen und dabei eine gute Figur machen" - und das möglichst mit blonden langen Haaren.

Gediegener geht es bei Johann zu. Der 48-jährige Graf mit spanischem Titel und Ursprung besitzt ein ausgleichendes Gemüt und Sinn für Humor. In Schleswig-Holstein hat der weitgereiste Public Relations Manager in einem Herrenhaus seinen Lebensmittelpunkt gefunden. Er liebt das Segeln, klassische Musik und Theater. "Die Frau, die meinen Träumen entspricht, muss eine gewisse Kultiviertheit haben", beschreibt der Romantiker mit dem grau melierten Seitenscheitel. Dann würde Johann seine Angebetete mit einem Wochenende in Paris verwöhnen.

Der schüchterne Moritz hat die Frau fürs Leben noch nicht gefunden, weil er einfach zu nett für diese Welt sei, beklagt der 29-Jährige, dessen Familie aus Sachsen stammt. Die Wochenenden verbringt der Immobilienunternehmer in einem schleswig-holsteinischen Landhaus, unter der Woche lebt er in einer kleinen Wohnung in Hamburg. Seine Herzensdame sollte in sich ruhen: "Ich mag keine launischen Frauen", erklärt der Burggraf, der alles für eine Frau tun würde.

Tilo rundet das Adels-Quartett ab: In der Holsteinischen Schweiz leitet der 39-Jährige einen landwirtschaftlichen Betrieb. Auf seinem Gutshof züchtet er Ponys und spielt in seiner Freizeit Rugby. Die Dame an seiner Seite sollte bodenständig und selbstständig sein. Die größte Freude, die ihm eine Frau machen könne, sei einfach da zu sein, sagt der unternehmungslustige Baron. Und er wünscht sich, irgendwann einmal mit Kindern die Tradition der Familie fortzuführen.

Die Doku-Soap, die Sat.1 wie im Vorjahr jeweils sonntags um 19.00 Uhr ausstrahlt, ist bewusst wie andere Kuppelformate angelegt. Die Show begleitet die Protagonisten auf ihrem Weg zum erhofften Glück: Da wird gemeinsam mit Freunden aus der facettenreichen Bewerberinnenschar eine Vorauswahl getroffen. Da wird sich beim Speed-Dating von vorsichtig bis forsch beschnuppert und untereinander ausgestochen. Und da wird schließlich nach einer Woche die finale Entscheidung getroffen.

Als Vermittlerin zwischen den Grafen und deren Groupies fungiert abermals Marlene Lufen. Die Moderatorin besucht die Kandidatinnen, überbringt ihnen Nachrichten und entlockt den Paaren auf Probe ihre Erwartungen. "Bei manchen hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass das 'Paar' flirtet und dass es brizzelt. Bei anderen habe ich gemerkt, dass sie sich ordentlich zoffen", verrät Lufen.

Wie andere Formate dieser Art punktet "Gräfin gesucht" mit dem vertrauten Gefühl der Annäherung zwischen zwei Menschen. Dabei ist es eher nebensächlich, ob es auf einem Bauernhof oder auf einem Schloss knistert. Allerdings fehlt den Sat.1-Adeligen der natürliche Charme der RTL-Landwirte, die in der "normalen" Welt zu Hause sind.

(DDP)