"Bachelorette" 2019: Sehr, sehr viele Männer haben keinen Bock auf Gerda

Sechste Folge der „Bachelorette“ : Sehr, sehr viele Männer haben keinen Bock auf Gerda

Gerda Lewis rennen die Männer weg. In Folge sechs am Mittwochabend haut schon der vierte Kandidat ab – so viele haben sich noch nie freiwillig von einer Bachelorette verabschiedet.

Viel passiert ist am Mittwochabend bei „Die Bachelorette“ nicht. Um nicht - wie das Format selbst - mit sinnlosen Floskeln zu langweilen, hier die Schnellzusammenfassung:

  1. Florian geht freiwillig
  2. Serkan muss ungeküsst nach Hause
  3. Gerda knutscht bei den Homedates natürlich alle
  4. Gerda hat einen eigenen Superlativ
  5. Tim will Gerda nicht heiraten
  6. David kann doch Klavier spielen
  7. Bei Marcos Homedate hat mal wieder eine Katze eine Hauptrolle
  8. Kenos Eltern heißen Annchen und Alfred
  9. Auch David ist raus
  10. Die Dreamdates sind auf den Seychellen. Wuhuuu. Yeah

Wer doch noch mehr erfahren möchte:

Zu Beginn der sechsten Folge haben alle noch einmal einen „traumhaften“ Abend in Griechenland. Serkan ist sich sicher: Aufgrund der „mega Location“ kann das nur ein cooles Date werden. Weitere wertvolle Erkenntnisse: Gerda hat „Baby“ und „Girl“ jeweils auf den Oberschenkeln knapp unter dem Hintern tätowiert, Keno schminkt sich offensichtlich, Florian kann gut Zwiebeln schneiden. Florian hat außerdem viele Fragen, Gerda aber keinen Bock ihm die zu beantworten. Nur wer sein Anliegen in die Kategorie „dringend“ einordnen kann, darf ran. Gerda will nämlich lieber mit den Altbekannten sprechen: Tim und Keno.

Auch David darf noch einmal ins Gerda-Verhör. Serkan bekommt ein Einzel-Dinner-Date im Anschluss. Für Florian ist das alles „ziemlich hart“. Der hat dann auch keinen Bock mehr und schmeißt bei der Nacht der Rosen freiwillig hin - wie so viele vor ihm. Damit stellt Gerda auch einen neuen Abhau-Rekord auf. Denn so viele Männer haben bisher noch nie bei „Die Bachelorette“ freiwillig die Testosteron-Höhle verlassen. Seinen Platz will Florian lieber „seinen Jungs geben“ – wieder einer, der das Spiel nicht verstanden hat. Serkan hingegen merkt beim Einzeldate, dass das komplette Gesamtpaket passt. Er küsst Gerda aber nicht auf den Mund, sondern auf die Schulter – „Oh fuck“, flucht er auf dem Rückweg. Zurecht. Gerda schickt ihn nach Hause.

Auch zu den Homedates gibt es nicht viel zu sagen. Alles absehbar. Tim wird von Gerda als erster in Bruchsal besucht. Ihm scheint es noch nicht ganz so ernst mit Gerda zu sein, stellt er ihr doch nicht seine Eltern vor, sondern Freunde. Gerda bringt natürlich Alkohol mit. Der Ouzo muss sofort getrunken werden. Mal wieder erzählt Gerda, dass sie aus Litauen kommt – viel mehr erfahren die Freunde Carmela und Raphael nicht. Ach doch: Gerda ist auch eher der Stadtmensch. Auf dem Land müsste sie „ins Gras beißen“.

Äußerst seltsam: Tims Freunde lassen Gerda und ihn schließlich alleine in ihrer Wohnung. Zum Glück bleiben sie auf der Couch. Tim soll seine Emotionslage auf einer Skala von eins bis zehn einordnen. Als er die Neun wählt, ist Gerda doch sehr verwundert. Zehn stünde quasi dafür, dass er sie bald heiraten wolle. Da muss auch Tim revidieren. Am Ende wird es eine Acht. Bedeutung: Tim hätte gerne noch mehr Zeit mit Gerda, damit seine Emotionslage auf eine Zehn steigt. Gerda enthält sich wie immer einer Aussage. Geknutscht und gefummelt wird trotzdem.

Davids Eltern wohnen in Eckersdorf. Gerda hat natürlich auch dort Alkohol im Gepäck. Gerdas Eindruck: „Super, super positiv“. Immer wieder benutzt sie diesen eigenen, etwas außergewöhnlichen Superlativ. Denn sie verwendet nicht die gewöhnlichen Steigerungsformen, sondern doppelt viel lieber ein Wort. Damit auch wirklich deutlich wird, dass die Zweisamkeit mit David „extrem, extrem schön“ ist. Ansonsten setzt David auf eine altbekannte Masche, um zum Zug zu kommen: „Du hast da was“, sagt er zu Gerda. Die fragt natürlich: „Wo?“ Er sagt: „Da.“ Und schwups sind ihre äußerst „weichen Lippen“ auf seinen. Hammer, hammer.

Marco und Gerda wählen für das Treffen mit seiner Mutter, Oma und Schwester unbewusst einen Partner-Jeans-Look – was für eine seelische Verbundenheit muss das sein? Gastgeschenk: Alkohol. Reichlich schenkt sich Marco davon auch bei einem Picknick im Garten ein. Er habe sich schon dran gewöhnt mit Gerda viel zu trinken – aha. „Man ist bereit den nächsten Schritt zu gehen“, sagt Gerda. Das ist Marcos Stichwort. Auch er will nicht die Katze im Sack kaufen und küsst Gerda einfach.

Apropos Katze. Schon in Griechenland schenkte Gerda beim Einzeldate mit Marco einer Katze große Aufmerksamkeit. Dieses Mal gesellt sich wieder eine Katze zu den beiden. Leider unbemerkt von Gerda. In Gerda kribbelt halt was, die Aufmerksamkeit gilt also voll und ganz Marco. Dessen Gesicht ist zum Schluss auch reichlich mit Lipgloss verschmiert.

Dann besucht Gerda noch das „idyllische Ehepaar“ Annchen und Alfred in Emden. Keno ist natürlich auch da. Der Tag startet mit Smalltalk, Vater Alfred will aber gerne mal was essen. Also gibt es Croissants und Brötchen. Mutter Annchen beschreibt Gerdas Aussehen als „bombig“, Gerda nimmt das als Bestätigung dafür, dass Kenos Eltern sie akzeptieren. Was sind schon innere Werte? Gerda findet alles „sehr, sehr gut“, angestoßen wird mal wieder auf den Tag und auf sich selbst. Selbstredend: Gerda und Keno machen rum.

Tim bekommt schließlich die erste Rose, Keno ist die zweite Wahl. Marco hat eigentlich schon abgeschlossen mit der Bachelorette, bekommt dann aber doch eine Schnittblume. Mit David hingegen schwamm Gerda wohl nur an der Oberfläche, daher muss er nach Hause. Im Anschluss gibt es eine fröhliche Sektparty mit den anderen Jungs. Man muss doch darauf anstoßen, dass in der nächsten Folge alle auf die Seychellen fliegen.

++++++

Der nächste Kandidat hat keine Lust mehr

Veröffentlicht am 21. August

Es läuft einfach nicht. In der zweiten Folge war es Fabio Halbreiter, der kein zweites Date haben wollte und den Kampf um Bachelorette Gerda freiwillig aufgab, in der dritten Folge verabschiedete sich der zweigleisig fahrende Mudi Sleiman und in Folge 5 hat Alexander Hindersmann seine Sachen gepackt und die Villa verlassen.

Doch damit nicht genug. Jetzt folgt auch noch Florian. In der neuen Folge, die heute Abend gezeigt wird, geht der nächste Kandidat freiwillig.

Bevor sich Gerda entscheiden konnte, wen sie mit zu den Homedates nach Deutschland nimmt, schmeißt der Österreicher hin. Also steht fest: Bevor's für Gerda in der siebten Folge mit drei Kandidaten zu den Homedates geht, muss sie sich noch von zwei weiteren Männern verabschieden. Wer wird das wohl sein?

Die sechste Folge von „Die Bachelorette“ läuft heute Abend um 20.15 Uhr bei RTL.

++++

Es ist einfach nur noch langweilig

Von Tim Kronner

veröffentlicht am 14. August

Die aktuelle Staffel der Bachelorette ist öde. Und Rosendame Gerda sorgt in Folge 5 am Mittwochabend leider dafür, dass es so bleibt. Da hilft auch nicht, dass sie den ersten Kandidaten in ihr Bett holt.

Für diejenigen, die das Format sowieso hassen, ist es keine Überraschung, für die treuen Zuschauer der Kuppel-Show aber schon eine Enttäuschung: Die Bachelorette ist so langweilig wie nie. Es gibt kaum hinterlistige Lästereien, keine offenen ausgetragenen Konflikte und was ist nur aus den Saufgelagen der Kandidaten früherer Staffeln geworden? Tote Hose, wohin man blickt. Also außer bei einem, aber dazu später mehr.

Selbst die Kandidaten finden es in Griechenland so langsam öde und versuchen in der Nacht der Rosen mit einer Poolparty mal wieder so etwas wie Stimmung in die Bachelorette-Boys-Bude zu bringen. Rumgedruckse und ein paar lahme Gespräche sind das Ergebnis. Dass sich das auch in den nächsten Folgen nicht mehr ändern wird, hat Gerda höchstselbst zu verantworten. Denn in dieser Nacht der Rosen schmeißt sie alle Kandidaten, die noch einen Tick Unterhaltung versprechen könnten, gesammelt raus.

Muskelprotz Oggy Baam muss die Heimreise nach Wesel antreten. Ja, uns ist allen schon klar, dass er am Ende keine Chance gehabt hätte. Aber er war der einzige, der auch mal grimmig sein konnte, während die anderen in der Villa nur ihre Zeit absitzen. Und auf die oft nicht zu Ende gedachten Sprüche des Teilzeit-Philosophen muss man jetzt auch noch verzichten. Gleichzeitig gehen darf Oggys bester Bro, Andreas aus Wermelskirchen. Gerda sieht ihn mehr als Freund, weil sie so viel mit ihm lachen kann. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Ein lustiger Typ geht und die „Stock-im-Arsch-Typen“, wie Andreas sie nennt, bleiben. Ebenfalls raus ist Daniel. Auf der einen Seite haben seine übertriebene Vernarrtheit in Gerda und die inflationär, lang gezogenen „geeeeeil“ schon etwas genervt. Auf der anderen Seite ist damit auch das letzte Fünkchen Konfliktpotenzial gestorben. Alex, der Sieger der vorigen Staffel, schmeißt in seinem zweiten Anlauf auch noch freiwillig hin.

Das Schlimmste ist aber, dass jetzt schon klar ist, wer am Ende im Finale stehen wird: Keno und Tim. Keno hat den ersten Kuss bekommen, Tim darf als erster bei Gerda übernachten. Gerda muss dafür allerdings so oft mit dem Zaunpfahl winken, dass man schon Zweifel daran bekommen könnte, ob Polizist Tim mit seiner Auffassungsgabe wirklich im richtigen Beruf gelandet ist. Erst massiert sie ihn und sagt, dass sie viel körperliche Nähe braucht. Nach dem gemeinsamen Dinner in ihrer Villa dann der nächste Zaunpfahl-Wink: „Ich bin bereit, für was auch immer.“ Bevor es dazu kommt, muss sie sich allerdings erst an ihn ran kuscheln, sich halbnackt für den Pool ausziehen und selbst beim Kuss die Initiative ergreifen. Irgendwann hat aber selbst Tim den Fall gelöst und es geht ins Schlafzimmer, wo die Kameras draußen bleiben. Zum Glück fasst er die Nacht am nächsten Tag für die anderen Kandidaten zusammen: „Ich bin um 9 Uhr bei ihr rein.“

Wenn sich weder Keno noch Tim einen emotionalen Totalausfall leisten, oder sich einer der anderen Kandidaten überraschend entscheidet, doch noch bei der Sendung mitzuwirken, ist das Finale damit schon jetzt gebucht. Die paar unheimeligen Homedates und pseudo-traumhaften Dreamdates könnte sich RTL auch sparen und gleich zur Vergabe der letzten Rose zu kommen, die noch halbwegs spannend werden könnte. Oder um es anders zu sagen: Bitte vorspulen!

Obwohl man dann immerhin die Chance verpassen würde, endlich mal irgendetwas über die Bachelorette zu erfahren. Denn die trägt auch kaum zur Unterhaltung bei – von den Bikini-Nahaufnahmen für die männlichen TV-Zuschauer mal abgesehen. Eigentlich sind Kandidaten in diesen Formaten ja immer sehr extrovertiert und haben viel von sich zu erzählen. Gerda hingegen hat sich am Anfang in einem Einspieler mal kurz vorgestellt und das war’s gefühlt dann auch. Na gut, beim Flaschendrehen haben wir erfahren, dass sie ihr erstes Mal mit 21 hatte und noch keinen Dreier. Das zählt jetzt aber auch nur begrenzt als Unterhaltung.

Die Unterhaltungen mit den männlichen Kandidaten zählen auf jeden Fall auch nicht als solche. Die Gespräche bestehen Woche für Woche nur aus belanglosem Smalltalk. Immer wieder dreht es sich nur darum, dass sich alle mehr Zeit wünschen, um einander kennenzulernen. Ja, dann tut‘s doch auch endlich mal! Dafür ist das Format doch da. Und ganz vielleicht, wäre es dann auch wieder unterhaltsam.

++++

Erste Zungenküsse im Bachelorette-Roulette

Von Julia-Marie Schüßler

veröffentlicht am 8. August

So schnell kann’s gehen: In der vierten Folge der aktuellen Staffel von „Die Bachelorette“ ging Gerda Lewis zum ersten Mal auf eine ausschweifende Zungenreise mit Keno Rüst. Den Heimflug mussten Harald Kremer und Luca Gottzmann antreten.

Der erste Kuss – Von hundert Personen würden ihn 99 vermutlich als feucht, unbeholfen und irgendwie eklig beschreiben. Fakt ist aber: Egal, wie schräg er war, die meisten vergessen ihn nie. Der erste Kuss im RTL-Format „Die Bachelorette“ ist auch in jeder Staffel ein emotionales Highlight – er sorgt vor allem für Entsetzen bei den ungeküssten Kandidaten. Verständlich wäre das, wenn es sich bei ihnen um pubertierende Jungs in der freien Wildbahn handeln würde. Denn da ist es doch schon ziemlich uncool, wenn die Auserwählte, die einem gestern noch schöne Augen gemacht hat, auf einmal den besten Kumpel knutscht. Bei den vermeintlich erwachsenen Bachelorette-Teilnehmern ist so ein Verhalten einfach nur peinlich. Denn in dem Fall muss man ganz klar sagen: Spiel nicht verstanden, ab nach Hause.

Andererseits ist dieses Gerda-Roulette auch irgendwie verwirrend, versetzt es die großen Jungs doch häufig in längst vergangene Zeiten. Bei der aktuellen Folge am Mittwochabend ging es für sechs Kandidaten mit Gerda Lewis an den Strand. Ein riesengroßer Planschspaß mit Tretboot und Luftmatratzen in Pizza-Optik. Die Bachelorette befahl: „Dann könnt ihr euch auch direkt ausziehen.“ So schnell konnte der Zuschauer gar nicht gucken, da waren auch schon alle halb nackig. Auch wenn eigentlich gar keine Hemmungen mehr fallen mussten, wollte Gerda „Ich habe noch nie“ mit den Jungs spielen. Das ist ein Trink-Spiel. Wer das Gesagte getan hat, muss Alkohol trinken. Und Gerdas erste Frage ging auch direkt in die Vollen. Denn was interessiert Frau auch mehr an dem potentiellen neuen Partner als, ob er schon einmal einen Dreier hatte. Luca und David stießen kichernd darauf an.

Der Zuschauer erfuhr noch weitere Dinge, die er nicht wissen wollte. Gerda hatte zum Beispiel noch nie draußen Sex und ihr erstes Mal hatte die selbst ernannte „Spät-Sünderin“ mit 21 Jahren. Auch hat die heute 26-Jährige beim Sex schon einmal einen Höhepunkt vorgetäuscht, David ebenfalls. Das fanden einige seltsam. Beschwipst waren später aber alle.