Bachelorette 2019: Nach Finale - Gerda nennt Keno „meine Sonne“

Frisch verliebt auf Instagram : Bachelorette Gerda nennt Keno „meine Sonne“

Um allen Zweiflern direkt den Wind aus den Segeln zu nehmen, teilt Bachelorette Gerda ihr Glück mit Keno Rüst auf Instagram. Zum Foto gab es einen romantischen Sinnspruch.

Bachelorette Gerda Lewis (26) zeigt auf Instagram Gefühle: Nach dem „Bachelorette“-Finale am Mittwochabend, bei dem sie Keno Rüst die letzte Rose überreichte, postete sie ein Foto, das sie eng umschlungen mit ihrem Auserwählten auf einem Sofa zeigt. „You are my sun, my moon and all of my stars“ (Du bist meine Sonne, mein Mond und all meine Sterne) hat die frühere „Germany's Next Topmodel“-Kandidatin dazu geschrieben. Keno Rüst veröffentlichte auf Instagram ebenfalls ein Bild, das ihn und sie in enger Umarmung zeigt. „Not the end ... Just the beginning“ (Nicht das Ende ... erst der Anfang) hat er es kommentiert.

Die sechste Staffel der RTL-Flirtshow startete Mitte Juli. Fitnessmodel Gerda Lewis hatte acht Wochen Zeit, den Richtigen zu finden. 20 Singles versuchten, ihr Herz zu erobern. „Die Bachelorette“ vergibt jede Woche Rosen an die Teilnehmer, die sie attraktiv findet. Die letzte Rose blieb für Keno Rüst.

Das rund zweistündige Finale am Mittwoch ab 20.15 Uhr verfolgten bei RTL im Durchschnitt 2,21 Millionen Zuschauer (8,1 Prozent), etwas mehr als bei der letzten Folge im Jahr davor; 2017 waren es allerdings noch rund 3 Millionen Fernsehzuschauer.

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Das große Wiedersehen im Anschluss an das Finale wird zur werbelastigen Luftnummer: Kaum Kandidaten, kaum Konflikte.

Das Wichtigste vorweg: „Ja, wir sind zusammen“, beantwortet Gerda die Frage aller Fragen am Ende des großen Wiedersehens am Mittwochabend. Zum Beweis küsst sie Keno. Moderatorin Frauke Ludowig findet’s süß, den anderen Kandidaten scheint das nicht so richtig zu schmecken. Vor allem nicht Oggy: „Ich hätte das gefeiert, wenn man nicht direkt so wie Kobra mit der Zunge reingeht.“ Sowieso findet er, dass Tim „hundert Mal besser“ zu Gerda gepasst hätte, weil er „ein ehrenvoller Ehrenmann“ ist.

Solch eine Kränkung ist natürlich eine Steilvorlage für einen handfesten Krach vor laufender Kamera, wie der RTL-erfahrene Zuschauer nicht erst seit dem Wiedersehen beim Sommerhaus der Stars vom Dienstagabend weiß. Doch Frauke Ludowig scheint das Briefing nicht gelesen zu haben. Gerade als Gerda Kontra geben will, grätscht Ludowig dazwischen und findet, „das sollte man jetzt nicht zerlabern“. Bitte was? Genau darum geht es doch bei diesem einstündigen Talk: Geschrei, Gezanke und das Waschen von dreckiger Wäsche.

Leider hat die Moderatorin des Abends das nicht verstanden. Sie gesteht den Kandidaten nur kurze Antworten zu und unterbricht immer dann, wenn die Situation gerade mal ein bisschen hoch zu kochen scheint. Dann doch lieber eine überforderte Angela Finger-Erben vom Dienstagabend, die die Stars aus dem Sommerhaus vor lauter Streitlust und Pöbeleien gar nicht mehr gebremst bekam.

Auch ansonsten ist die laut Ludowig „muntere Männerrunde“ eher müde. Nur sieben der 21 Kandidaten sitzen auf der Studio-Couch. Eine ziemlich schwache Ausbeute. Harald und Marco hätten zudem auch noch zu Hause bleiben können, beide sind blass und überflüssig. Immerhin ein bisschen Streitlust kommt auf, als in einem Einspieler noch mal alle Beleidigungen gezeigt werden, die in der Staffel so gefallen sind – von „Asi“ über „blöder Bulle“ bis „Affe“. Daniel versucht sich mal wieder aalglatt rauszureden und schiebt seinen österreichischen Dialekt vor, um seine Ausdrucksweise zu rechtfertigen. Andreas lässt ihn damit nicht durchkommen: „Ob Deutsch oder Österreichisch. Affe bleibt Affe.“ Das war es dann aber, wilder wird’s leider nicht.

Auch die Aufarbeitung zwischen Gerda und Tim, der sie überraschend im Halbfinale sitzen ließ, verläuft viel zu harmonisch. Gerda sagt, dass Tim immer total angespannt war und sie jedes Mal auf ihn zugehen musste. „Es hätte nur noch gefehlt, dass ich mich nackt auf dich draufgesetzt hätte“, wirft Gerda ihm vor. Tim gibt den Mr. Verständnisvoll: „Ich habe Fehler gemacht, ich habe viel zu viel nachgedacht.“ So ist auch das Thema schnell abgehakt.

Wenn doch nur die Werbeblöcke genauso schnell wieder vorbei gewesen wären. Um 21.08 Uhr startet das große Wiedersehen – ganz nebenbei sieben Minuten früher als sonst, weil es schon fürs Finale schlicht an Sendematerial fehlte. Und auch bei der Anschluss-Show kommt nicht viel Inhaltliches zusammen. So stehen um 21.40 Uhr 16 Minuten Sendezeit zwei Werbeblöcke von jeweils acht Minuten gegenüber. Das ist dreist.

Immerhin eine Überraschung gibt es noch zum Abschluss der Staffel: Sieger Keno hat schon ein Kind. Klingt dann aber doch spektakulärer als es ist. Gerda weiß Bescheid – und das Kind wollen sie sowieso aus der Öffentlichkeit raushalten. Wenn Gerda und Keno uns einen Gefallen tun wollen, tun sie das mit sich selbst am besten gleich auch.

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Gerda findet ihren Traummann: Mit Keno kann die Bachelorette Pferde stehlen... oder auch nicht

Das Finale von „Die Bachelorette“ endet vorhersehbar. Zum bereits fünften Mal wird Gerda Lewis freiwillig verlassen. Ein Happy End gibt’s trotzdem.

Eines vorneweg: Ja, Tim geht freiwillig. Für diese Entscheidung braucht er viele „Ähms“ und etwa fünf Minuten Sendezeit. Gerda versucht ihm währenddessen verzweifelt ins Ohr zu säuseln: „Der einfachste Weg ist ja nicht immer der richtige“. Doch Tim will gehen. Er vermutet, dass Gerdas Gefühle schon für jemanden anderen „reserviert“ sind – Spoiler: er wird recht behalten. Nummer fünf geht also freiwillig. Man kann sich nun streiten: Ist Tim einfach nur schwach oder „lächerlich“ wie Marco sagen würde, der geknickt nach Hause muss. Oder ist das einfach nur eine clevere Art, sich selbst zu schützen? Am Ende ist es egal, Tims Entscheidung ist gefallen.

Entscheidung. Dieses „tsch“ in dem Wort kann irgendwann sehr schmerzhaft in den Ohren werden. Es wird zu einem ekligen Zischen. Die Zuschauer werden während der 45 Minuten Sendezeit mit diesem Wort beinhae in den Wahnsinn getrieben. Unaufhörlich geht es um diese eine Entscheidung. Um die Entscheidung, ob Keno wirklich der Richtige für Gerda ist und umgekehrt. Überall schwebt dieses finale „tsch“ durch die Folge. Schwierig werde die Entscheidung für Gerda am Ende, weil da jetzt nicht noch ein anderer Mann sei. Fragezeichen. Ein riesengroßes Fragezeichen verdrängt dieses elende Gezische im Zuschauer-Kopf. Gerda redet weiter. Entscheiden müsse sie sich nun, da Tim ja gegangen ist, ob sie Keno nehme oder lieber alleine bleibe. Ja, liebe Gerda. Genau das ist das normale Leben. In der Regel lernt man einen Menschen kennen und nicht zwanzig, den findet man toll und verliebt sich bestenfalls. Aber gut. Schwierige Kiste, verstanden.

Die Nerven wurden strapaziert. Nicht nur von diesem ständigen Entscheidungs-Gelaber, sondern auch von Kenos unglaublich einfühlsamer Art. „Soooooo vertraut“ ist es mit Gerda und es sei so, dass der eine schon den Satz des anderen beenden würde, erklärt Keno Gerdas Mutter Jolanta. Die kriegt keinen Würgereflex, sondern hört lächelnd zu. Noch ekliger ist fast nur die pseudo-romantische Location – eine Pferdekoppel. Mitten in der idyllischen Landluft serviert Gerda Kuchen, denn Keno hat auch noch Geburtstag. Gerda gibt erste Hinweise, als die Mutter fragt: „Hast du dich verliebt oder nicht? In zwei?“

Achso, die Tatsache, dass Tim gegangen ist, hatte Gerda ihrer Mutter vorher nicht verraten. Das musste sie gemeinsam mit Keno machen. Grund: Jolanta sollte nicht direkt Mitleid für Keno empfinden. Was? Tim hat doch freiwillig hingeschmissen, Keno ist direkt im Finale. Was ist daran bemitleidenswert? Will Gerda damit sagen, dass Keno tatsächlich der Trostpreis ist? Wieder ein Fragezeichen.

Doch das „tsch“ lässt sich nicht abschütteln. Während Jolanta mit ihrer Tochter unter vier Augen redet, streichelt Keno verträumt Pferde. Dabei geht ihm nur ein Zischen durch den Kopf. Man wünscht sich, dass er sich einfach auf ein Pferd setzt und wegreitet. Er kommt aber zu dem Ergebnis: Seine „emotionale Wand wurde zerschmettert“. Wums. Der hat gesessen. Bei einem anschließenden romantischen Picknick mit Gerda will er sich trotzdem nicht darauf festlegen, mit Gerda irgendwann zusammenzuziehen. Zum Glück hat Gerda genug Alkohol im Gepäck. Etwas angeschwipst rutscht ihr dann ein „Ich hab mich…“ raus. Sie beendet den Satz dann aber doch mit „nichts“.

Mit dem Segen ihrer Mutter fühlt sich Gerda dann aber doch gewappnet dem Zuschauer schon vor Keno zu verraten: „Ich hab‘ mich verliebt. Jetzt habe ich es endlich ausgesprochen nach acht Wochen.“ Keno muss sich stattdessen noch eine ewig lange Ansprache von Gerda anhören. Noch einmal beschreibt sie, wie sie sich kennengelernt haben, dass es „sooooooo“ vertraut von Anfang an war, dann der „Schock“, dass Tim gegangen ist. Aber ihr Herz hatte sich natürlich da schon längst entschieden. Nun wisse Gerda, dass Tims Worte stimmten. Keno soll also die letzte Rose bekommen. Überraschend ist daran eigentlich nur Gerdas Blick, der voller Angst ist. Fast gewaltvoll sagt sie: „Möchtest Du?“ Keno: „Du machst es mir echt schwer.“ Spannung. „So lange hier zu stehen und dich nicht zu küssen.“ Süß. Nicht. Happy End. Gott sei Dank.

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Findet Gerda noch ihren Traummann?

Veröffentlicht am 4. September

Wo waren wir stehen geblieben? Tim grübelt noch, ob er die Rose von Bachelorette Gerda überhaupt annehmen will. Tut er das nicht, wird es das traurigste Finale aller Zeiten. Denn dann steht der Sieger schon fest. Keno hat seine Rose nämlich entgegengenommen. Ist er der einzige Finalist dieser Staffel?

Gerda sieht das Ganze anscheinend gelassen. „Wenn es dann so ist, dass ich am Ende alleine hier raus gehe, dann gab es in diesem Format auch nicht den richtigen Partner für mich“, lässt sich die 26-Jährige in einer Pressemitteilung von RTL zitieren. Kommt es doch noch zum Happy End für sie?

Selbst wenn am Ende nur ein Mann im Finale steht: Er muss noch dem prüfenden Blick von Gerdas Mutter standhalten. Denn traditionell treffen die Finalisten noch auf die Familie der Bachelorette. Und auf die Meinung ihrer Mutter legt die 26-Jährige viel Wert, weiß RTL.

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Dieser Cliffhanger verrät schon jetzt den Gewinner

Veröffentlicht am 28. August

Das gab es noch nie: Bachelorette Gerda Lewis vergibt im Halbfinale nicht alle Rosen, die Folge hört kurz vor Ende einfach auf. Damit steht vor dem Finale in der kommenden Woche noch nicht fest, welche beiden Kandidaten um die letzte Rose kämpfen werden. Das wollen die Showmacher die Zuschauer zumindest Glauben machen.

Was ist passiert? In der vorletzten Nacht der Rosen stehen Keno, Tim und Marco vor der Bachelorette und warten auf ihre Entscheidung. Als erstes bekommt Keno eine Rose. Dann bittet sie Tim nach vorne. Marco hat Tränen in den Augen, weil er weiß, dass Gerda sich gegen ihn entschieden hat. Sie fragt Tim, ob er die Rose annehmen will. Seine Antwort: „Ähmmm.“

Gerda versucht, die Situation zu retten, nimmt ihn zum Vier-Augen-Gespräch beiseite. Tim findet, dass da „so eine Distanz“ zwischen ihnen ist. Er sagt, dass er nicht mehr das Gefühl hat, ihr Herz erobern zu können. Und als er grade damit rausrücken will, dass er sie vor dem Finale sitzen lässt, grätscht Gerda dazwischen. „Ich weiß, dass zwischen uns was ist“, sagt sie. Und, dass sie das „nicht einfach wegschmeißen“ will. Als Tim zu seiner Antwort ansetzt, wird der Bildschirm schwarz und die Folge endet. Ein klassischer Cliffhanger.

Kurze Erklärung: Ein Cliffhanger ist ein dramatisches Ereignis am Ende der Folge einer Fernsehserie, das Neugier auf die Fortsetzung wecken soll. Blöd nur, dass das bei der Bachelorette nur im ersten Moment funktioniert. In Wirklichkeit verrät dieser Cliffhanger schon jetzt den Gewinner.

Das Finale bei der Bachelorette dauert nur halb so lang wie die normalen Folgen, also eine Stunde. In dieser Sendezeit bringen die Macher normalerweise drei Dinge unter: Kandidat eins lernt die Eltern der Bachelorette kennen, Kandidat zwei lernt die Eltern der Bachelorette kennen, die Bachelorette vergibt die letzte Rose. In diesem Jahr scheinen jedoch gleich zwei Abschnitte davon wegzufallen – wenn schon nach dem Halbfinale nur noch ein Kandidat übrigbleibt.

Das ist in diesem Fall Keno. Hätte sich Tim bei der vor Wochen aufgezeichneten Show wirklich noch umstimmen lassen, hätten die Macher das auch im Halbfinale gezeigt und auf den Cliffhanger verzichtet. Denn im kürzeren Finale ist zeittechnisch gar kein Platz für Tims Entscheidung, die Verabschiedung von Marco und den zuvor aufgezählten, normalen Ablauf. Da Tim sich aber entscheidet zu gehen, und Marco die übrig gebliebene Mitleidsrose nicht annehmen wird, standen die Showmacher vor dem Problem, dass ihnen wertvolle Sendeminuten für das Finale wegbrechen. Durch den Cliffhanger am Ende haben sie jetzt immer noch drei Dinge, die Sie nächste Woche zeigen können: den Abschied von Tim und Marco, das Kennenlernen zwischen Keno und Gerdas Mutter, und die finale Rosenvergabe für den einzig übrig gebliebenen Kandidaten. Gut für die Showmacher, dass sie mit diesem Kniff ein paar Sendeminuten in die nächste Woche schieben konnten. Schade für die Zuschauer, dass die Bachelorette damit für dieses Jahr vorbei ist.

Dass es so weit kommt, hat Gerda schon geahnt. Denn keiner Bachelorette zuvor sind so viele Männer weggelaufen. Bis zum Halbfinale haben sich vier Kandidaten freiwillig verabschiedet. „Was wäre, wenn der ein oder andere jetzt die Show verlässt, den ich gerne mag. Ich wäre am Boden zerstört“, sagt Gerda deshalb in einem Einspieler. Da weiß sie noch nicht, dass Tim ihre Nummer fünf werden wird.

Warum laufen gerade ihr so viele Männer weg? Liegt es vielleicht an der ungeheuren Gesprächsqualität, die sie auch bei den Dreamdates auf den Seychellen pflegt? Auffällig ist, dass Gerda immer nach Komplimenten fischt. Ständig fragt sie Dinge wie „Wie würdest du mich beschreiben?“, „Wie fandest du das Date?“ oder „Wie sehen deine Gefühle für mich aus?“. Als Antworten gibt’s natürlich immer den gleichen, ermüdenden Mix aus schmalzigen Komplimenten. Und wenn ein Kandidat keine Lust hat, Gerda Honig ums Maul zu schmieren, übernimmt sie das einfach selbst. „Ich hab so viel mehr in mir, als ich selber in mir sehe“, sagt sie zum Beispiel zu Marco. Mit dem könne man sowieso „total tiefgründig“ reden. Auszug gefällig?

Gerda: „Wir haben echt gutes Wetter heute.“

Marco: „Ja, Gott sei Dank. Das wäre ja echt schlimm gewesen, wenn es nicht so wär.“

Gerda: „Wenn‘s jetzt geregnet hätte, wär‘s nicht so toll, ne.“

Vielleicht ist der größte Cliffhanger in diesem Sinne auch das kleinere Übel. Vielleicht ist es gut, dass die Bachelorette 2019 schon mit dem Halbfinale endet. Immerhin gibt es so eine langweilige Folge mit lahmen Gesprächen weniger – und die Hoffnung, dass das Format im nächsten Jahr wieder unterhaltsamer wird.

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Geht etwa der nächste Anwärter freiwillig in der vorletzten „Nacht der Rosen“?

Veröffentlicht am 28. August