Neues Streamingangebot Warum ARD Plus trotz Rundfunkgebühren nicht kostenlos ist

Düsseldorf · Netflix, Amazon Prime und Co. bekommen Konkurrenz aus Deutschland. Denn mit ARD Plus hat nun auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Streaming-Angebot. Die wichtigsten Infos im Überblick.

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Foto: WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke

Nachdem der Kölner Sender RTL mit RTL+ bereits seit 2007 ein eigene Streaming-Plattform besitzt, zieht der öffentlich-rechtliche Rundfunk nun nach. War das Angebot anfangs nur bei Magenta TV, Amazon Prime Video und Apple TV+ verfügbar, ging ARD Plus am 18. Oktober 2022 als eigener Streamingdienst an den Start. Was Sie über die deutsche Netflix-Konkurrenz wissen müssen.

Was ist ARD Plus?

ARD Plus ist ein eigenständiger Streamingdienst, auf dem beliebte TV-Filmen, Serien, Shows, Dokumentationen und Kinderserien der ARD angeboten werden. Kunden können dort exklusiv auf ein Tatort-Archiv zugreifen, zu dem über 600 Folgen gehören. Auch Inhalte, die aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mehr in der ARD-Mediathek angeboten werden dürfen, sind bei ARD Plus verfügbar.

Was kostet ARD Plus?

ARD Plus kostet monatlich 4,99 Euro. Wer sich einen Eindruck vom Angebot des Streamingdienstes verschaffen will, kann den Zugang 14 Tage lang kostenlos testen.

Warum ist ARD Plus nicht kostenlos?

In den sozialen Medien kritisierten viele Nutzer das Angebot und fragten sich, warum ARD Plus nicht über die Rundfunkgebühren finanziert wird. Die Tagesschau zitierte dazu Michael Loeb, den Geschäftsführer der ARD Plus GmbH, und erklärt, bei ARD Plus handele es sich "um ein zusätzliches, freiwilliges Angebot". Der Rundfunkbeitrag finanziere die Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie die Onlineangebote der Sender. Zusätzliche Angebote seien davon ausgeschlossen.

Zudem besage der Medienstaatsvertrag, dass die meisten Inhalte in der kostenlosen ARD-Mediathek immer nur eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt werden dürfen. "Hierdurch soll sichergestellt werden, dass kommerzielle Aktivitäten der Töchter von öffentlich-rechtlichen Sendern nicht durch den Rundfunkbeitrag quersubventioniert werden", so Loeb.

(cwi)
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