1. Panorama
  2. Fernsehen

Berlin: ARD dreht Politserie mit Anna Loos

Berlin : ARD dreht Politserie mit Anna Loos

Einen Blick hinter den Vorhang des Politikzirkus wirft die ARD mit "Die Stadt und die Macht".

Machtkämpfe, Familiengeheimnisse und die Entzauberung des Politzirkus', darum soll es in der neuen Politserie der ARD gehen. In "Die Stadt und die Macht" prallen Überzeugungen aufeinander. Gedreht wurde in Berlin, 2016 soll die Serie ausgestrahlt werden.

Es geht um Vater und Tochter, die nach der Macht in der Hauptstadt greifen, darum, was sie antreibt und verbindet beim Kampf um das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Anna Loos spielt die Anwältin Susanne Kröhmer, Tochter des langjährigen Fraktionschefs der Konservativen, Karl-Heinz Kröhmer (Thomas Thieme). Sie ergreift nach einem Korruptionsskandal in der großen Koalition die Chance, gegen den beliebten Regierungschef Manfred Degenhardt (Burghart Klaußner) von der SDU zu kandidieren. Damit bringt sie ihren Mann (Stephan Kampwirth) und ihren Vater gegen sich auf.

Der Politkrimi ist mit einer gehörigen Portion Familiendrama mit dunklen Geheimnissen gewürzt, auf die Susanne Kröhmer erst im Laufe des Wahlkampfes stößt. Der Vater ist hin- und hergerissen zwischen seiner Tochter und seinen eigenen Plänen. Er schachert, zieht Fäden. "Das ist der Witz an der Rolle, dieser Zwiespalt", sagt Thieme. Regisseur Friedemann Fromm reizte daran, "eine politische Eventserie aus dem Hier und Jetzt" zu inszenieren. Viele Politserien spielten in der Vergangenheit. Die "Stadt und die Macht" wolle die weitverbreitete Politikverdrossenheit der Menschen anknacken, indem sie "Politik als einen sehr dynamischen Prozess zeigt, nicht so dröge", sagt Fromm.

Es sollte eine Geschichte im Dreieck Macht, Politik und Gesellschaft werden, die die Politiker als Menschen mit ihrer Motivation, ihren Zweifeln und Problemen zeigt, ergänzt Produzent Michael Lehmann. "Susanne Kröhmer ist eine Newcomerin mit Idealen. Wie lange kann sie ihre Ideale halten, wie lange kann sie sauber bleiben?"

Die Story sei nicht angelehnt an bekannte Politiker wie den langjährigen Berliner Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, so Produzent und Regisseur. Es gehe mehr um Archetypen, um den Blick hinter die Kulissen. "Wir wollen Politik so erzählen, dass auch Menschen, die sich nicht dafür interessieren, der Prozess des Politikmachens näher gebracht wird", sagt Fromm.

(DPA)