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ARD ändert Sonntag-Sendeschema wegen Lindenstraße

Neuer Sendeplatz für „Sportschau“ : So sieht der Sonntagabend im Ersten nach dem „Lindenstraße“-Ende aus

Ende März endet die „Lindenstraße“ im Ersten. Die Einstellung der Traditionsserie stellte die Programmmacher vor eine Herausforderung. Jetzt wurde das neue Sendeschema vorgestellt. Es gibt auch Änderungen bei den „Tagesthemen“.

Wie sieht das Programm der ARD am Sonntagabend aus, nachdem die „Lindenstraße“ Ende März eingestellt wird? Die Intendanten der Rundfunkanstalten haben sich am Mittwoch auf ein neues Programmschema geeinigt, das zahlreiche Änderungen und neue Sendeplätze mit sich bringt.

Neu ist die sonntägliche Ausgabe des Promi- und Boulevard-Magazins „Brisant“. Das von Mareile Höppner und Kamilla Senjo moderierte Magazin wird ab dem 1. April 2020 immer um 17 Uhr ausgestrahlt. Um 17.30 Uhr folgt die Reihe „Echtes Leben“, in der Kernthemen der menschlichen Existenz wie Geburt, Krankheit, Tod, Glauben, Glück und Liebe sowie mit Fragen des gesellschaftlichen und persönlichen Lebens und Zusammenlebens behandelt werden sollen, wie die ARD mitteilte.

Um 18 Uhr folgt die „Tagesschau“. Einen neuen Sendeplatz erhält das politische Magazin „Bericht aus Berlin“. Anstelle um 18.30 Uhr nach der „Sportschau“ wird die Sendung nun nach vorne geschoben und darüber hinaus um fünf Minuten verlängert (neuer Sendestart 18:05 Uhr). „Das bedeutet mehr Zeit für Erklärungen und Fragestellungen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Intensivere, in die Tiefe gehende Interviews und das kontinuierliche Nachhaken bei kontroversen Themen gehören ebenso zum Konzept“, begründet die ARD diese Entscheidung.

Um 18.30 Uhr folgt die „Sportschau“ – auch auf einem neuen Sendeplatz, die Dauer wird auf 50 Minuten ausgedehnt.

Um 19.20 Uhr folgt dann wie gewohnt der „Weltspiegel“. Bei der Traditionssendung in der ARD gab es große Bedenken, dass die Berichte der Auslandskorrespondenten auf einen neuen – unbeliebteren – Sendeplatz verschoben werden. Es gab Proteste und Rundschreiben. Jetzt steht fest: Am „Weltspiegel“ rüttelten die Intendanten nicht.

Neuerungen gibt es auch bei den „Tagesthemen“, dem Nachrichten-Flaggschiff in der ARD. Ab 3. April 2020 wird das ARD-Nachrichtenmagazin freitags von 21:45 bis 22:15 Uhr ausgestrahlt. Damit haben die werktäglichen Ausgaben eine einheitliche Länge von 30 Minuten.

Der derzeitige ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow ist froh über die neue Sendeaufteilung am Sonntagabend und der Verlängerung der „Tagesthemen“ am Freitag: „Das Alleinstellungsmerkmal der ARD ist unsere Stärke in den Bereichen Information und regionale Präsenz. Beides stärken wir, indem wir den 'Tagesthemen' mehr Raum für vertiefende Informationen aus den Regionen Deutschlands geben".