194 Seiten für zehn Euro: Das Grundgesetz gibt es jetzt am Kiosk

124 Seiten für zehn Euro : Das Grundgesetz liegt am Kiosk

Kaum jemand hat das Grundgesetz gelesen. Das soll ein neues Magazin nun leichter machen. Es kostet zehn Euro und hat 194 Seiten.

Das Grundgesetz erscheint in Magazinform. Der vollständige Originaltext liegt seit Dienstag als Zeitschrift an den Kiosken, rechtzeitig vor dem Jubiläum am 23. Mai 2019: Dann wird die Verfassung der Bundesrepublik 70 Jahre alt.

Die neue Ausgabe soll den Text des Grundgesetzes, ergänzt um Fotos und Infografiken, leicht lesbar und modern präsentieren, teilte der Journalist und Medienunternehmer Oliver Wurm in Hamburg mit. Er hat das Projekt „Das Grundgesetz als Magazin“ zusammen mit dem Designer Andreas Volleritsch angeschoben. Die gedruckte Auflage beträgt zum Start 100.000 Exemplare, das 124 Seiten starke Heft kostet zehn Euro.

Für das Magazin gebe es keine spezifische Zielgruppe, sagt Wurm: „Jung und Alt sollten es lesen, Arm und Reich, Professoren und Arbeiter.“ Er selbst habe das Grundgesetz auch lange Zeit nicht zur Hand genommen. „Das letzte Mal hatte ich in der Schulzeit da reingeguckt“, sagt Wurm. Dann folgte er dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar, der in einer Talkshow die Verfassung gelobt und empfohlen hatte, alle sollten sie mal lesen.

„Der Text war kleinteilig und ohne Bilder, das war sehr ermüdend“, erinnert sich Wurm. „Aber es war auch faszinierend zu sehen, was für kluge Sachen im Grundgesetz stehen.“ Vieles erscheine ihm heute geradezu visionär. „Man kennt den einen oder anderen Artikel“, sagt Wurm – aber die gesamte Verfassung habe sich doch kaum jemand vorgenommen. Seine Ausgabe soll das Lesen des Grundgesetztextes erleichtern. Die Magazinform eigne sich dafür bestens.

Wurm produziert das Magazin ohne einen Verlag. Es soll bundesweit an Kiosken zu haben sein. Erfahrung mit Projekten dieser Art hat er bereits: 2011 hat er zusammen mit Volleritsch das Neue Testament als Magazin an den Kiosk gebracht.

(dpa)
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