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Zweite Gruppe fordert Lösegeld: Entführter US-Journalist angeblich tot

Zweite Gruppe fordert Lösegeld : Entführter US-Journalist angeblich tot

Washington (rpo). Laut einem Bericht des Nachichtensenders CNN ist der in Pakistan entführte US-Journalist Daniel Pearl (38) angeblich tot. Die Entführer hätten dies in einer E- Mail an mehrere westliche Medien mitgeteilt.

Offiziell bestätigt sei die Behauptung nicht. Eine zweite Gruppe habe unterdessen zwei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro) Lösegeld verlangt, so dass weiter Zweifel am Schicksal des "Wall Street Journal"-Korrespondenten bestehe.

Die Kidnapper hatten am Mittwoch gedroht, Pearl binnen 24 Stunden zu töten, falls die USA mutmaßliche pakistanische Terroristen nicht freiließen. Von dem Journalisten gab es es zehn Tage nach seinem Verschwinden kein Lebenszeichen.

US-Präsident George W. Bush sagte am Freitag, die USA seien "sehr besorgt" und täten weiterhin alles, "um ihn zu finden und zu retten". US-Experten arbeiteten mit den pakistanischen Sicherheitskräften bei der Verfolgung von Spuren zusammen. Washington stehe in ständigem Kontakt mit Islamabad.

Der pakistanische Außenminister Abdul Sattar bekräftige Aussagen von Präsidentensprecher Rashid Qureshi vom Vortag, wonach es in der Entführungsaffäre eine "Verbindung nach Indien" gebe. Ein Verdächtiger habe in Indien unter anderem Telefonnummern von drei "prominenten indischen Persönlichkeiten" angerufen. Er wolle Indien damit aber nichts unterstellen, betonte Sattar.

(RPO Archiv)