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Düsseldorf: Dunkler Winter: Nur 88 Sonnenstunden im Rheinland

Düsseldorf : Dunkler Winter: Nur 88 Sonnenstunden im Rheinland

Trist, trister, Winter in NRW: Seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1951 hat es selten einen so dunklen Winter gegeben wie diesen. Der bisherige Tiefstwert wurde 1970 mit durchschnittlich 104 Stunden erreicht. Doch der Winter 2012/2013, der für die Meteorologen am 28. Februar zu Ende geht, hat gute Chancen, diese Marke zu unterschreiten. Laut Wetterexperten sind 160 Stunden Sonnenschein in den drei Monaten des meteorologischen Winters (Dezember bis Februar) normal. Düsseldorf kommt bis dato gerade einmal auf 88 Sonnenstunden seit dem 1. Dezember. Das gelte in etwa auch für das gesamte Rheinland. "Normal ist etwa das Doppelte", sagt auch Dominik Jung von wetter.net.

Ursache für die Sonnenunterversorgung sei schlicht die aktuelle Wetterlage. "Ein Tiefdruckgebiet hat das nächste gejagt. Da hat die Sonne es einfach schwer, sich durchzusetzen", sagt Oliver Klein, Meteorologe bei Meteomedia. Der Januar war der bisher dunkelste Monat mit nur 21 Sonnenstunden. Im vergangenen Dezember und im Februar konnte sich die Sonne immerhin in gut 30 Stunden durchsetzen. Auch die Kölner hatten kein Glück: Sie kommen 2013 bisher auf 61 Sonnenstunden.

Im Ländervergleich landet NRW meist auf den hinteren Rängen. Im Winter 2011/2012 wurde das Soll mit 163 Stunden zwar erfüllt. Nur Hamburg, Niedersachsen und Bremen hatten weniger Sonnenschein.

Die Meteorologen geben jedoch Entwarnung: Ein düsterer Winter ist nicht automatisch Vorbote für einen miserablen Frühling. Die ersten richtigen Sonnenperioden lassen allerdings noch auf sich warten. "Im Verlauf der Woche steigen die Temperaturen langsam an", sagt Oliver Klein. Aber Wolken, Dunst und Nebel halten sich. "Tagsüber werden Werte bis fünf Grad erreicht, gegen Ende der Woche liegen sie sogar knapp unter zehn Grad. Nachts wird es allerdings recht kühl, auch Minusgrade sind noch drin", warnt Klein. "Gerade in den Morgenstunden und in der Nacht sollten Autofahrer weiterhin auf glatte Fahrbahnen gefasst sein", sagt der Experte. Pünktlich zum Wochenende setzt sich die Sonne immer häufiger gegen die Wolkendecke durch.

(lau)