Düsseldorf Die Trends der neuen Fahrradsaison

Düsseldorf · Das Fahrrad wird individueller, E-Bikes werden kompakter und Rennräder mit Mountainbikes kombiniert. Man gibt wieder mehr Geld für ein neues Rad aus.

Schon der Name klingt eher nach einer motorisierten Maschine als nach einem Fahrrad. Auch äußerlich kommt das Fatbike einem Motorrad sehr nahe. Die Reifen erinnern an die Oberarme eines Bodybuilders. Um ein Rad mit Luft zu füllen, muss man ordentlich pumpen - allein 27 Liter fasst ein Reifen. Die Fatbikes, die es auch motorisiert gibt, sind der neue Trend auf dem Fahrradmarkt. "Sie sind eine Weiterentwicklung der Mountainbikes", sagt Gunnar Fehlau vom Branchenverband "pressedienst Fahrrad". Entwickelt sind die Räder für extrem unwegsames Gelände wie zum Beispiel Schneepisten, Flüsse und Sandwüsten.

Neben Fat- und Mountainbikes sind es vor allem Rennräder und E-Bikes, die in diesem Jahr angesagt sind. Insgesamt gilt, dass die Räder wieder individueller werden. Ein Fahrrad soll nicht nur noch funktional sein, sondern auch schön aussehen. Das Fahrrad wird zudem zu einer Art Alleskönner, das heißt, dass man ein Fahrrad ("All-in-one-Rad") gleichzeitig in der Stadt, im Gelände und im Rennsport nutzen kann. Elemente von verschiedenen Radtypen werden dafür in einem Fahrrad vereint. "Wir werden in Zukunft häufiger Räder sehen zum Beispiel mit Lenkern von Rennrädern, den Rahmen von Mountainbikes und Satteln von Hollandrädern", sagt Fehlau.

Insgesamt, so haben Branchendienste festgestellt, geben die Kunden wieder mehr Geld für ein Fahrrad aus als noch vor fünf bis zehn Jahren. "Man bekommt heute auch mehr Technologie für sein Geld als damals", sagt Fehlau. Es sei unfassbar viel passiert auf dem Sektor. "Wer sich zuletzt vor zehn Jahren ein Fahrrad gekauft hat, wird sich wundern, wenn er heute in ein Geschäft kommt." Rund 1000 Euro sollte man in ein neues Rad investieren, meint er. Wem das ein bisschen zu viel Geld ist, der sollte sich nach Vorjahresmodellen erkundigen. Gerade bei E-Bikes kann die Ersparnis zwischen 20 und 30 Prozent betragen, sagen Experten. Gegenüber einem neuen Modell mit einem Preis von rund 2000 Euro kann man beim Vorjahresmodell bis zu 25 Prozent sparen. Das bedeutet: Der Rabatt bei einem 2014er Modell kann bis zu 500 Euro betragen. "Die Änderungen ergeben sich aus neuen Designs und aus technischen Entwicklungen. Diese sind aber nur minimal", betont Martin Malzer von der Preissuchmaschine "Geizhals.de".

(RP)
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